Susie Knoll / spdfraktion.de / Pressebild / Ausschnitt

Matthias Bartke

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Jahrgang
1959
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Parlament
Deutscher Bundestag

Frage und Antwort

Wirtschaft

Datum:
Verfasser:
Frage von Herr Egon W. Kreutzer

Sehr geehrter Herr Bartke, sicherlich kennen Sie die Bestrebungen der Banken, das einzige uneingeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel schrittweise abzuschaffen. Sicherlich wissen Sie auch, wie weit die Einschränkungen für die Barzahlung in vielen Mitgliedsstaaten der EU schon fortgeschritten sind. Mit der Abschaffung des Bargelds wird die regulatorische Rolle der Zentralbank ausgehöhlt, weil das Privatgeld der Geschäftsbanken nicht mehr gegen Zentralbankgeld eingelöst werden muss. Welche Vorstellungen gibt es in Ihrer Partei, das "Geld", das ja letztlich auch ein Teil der staatlichen Infrastruktur ist, vor der Willkür und dem bekanntlich grenzenlosen Gewinnstreben der Geschäftsbanken zu schützen, wenn die EZB bei einem Bargeldverbot ihre Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten faktisch vollständig verliert? Es mag sein, dass diese Argumentation für Sie schwer nachvollziehbar ist. Ich weiß, dass nur wenige Menschen und auch nur wenige Politiker über ein profundes Wissen über unser Geld verfügen und stelle daher eine Zusatzfrage: Was wissen Sie über das Geld generell, über die Unterschiede zwischen Bar- und Giralgeld, über die Geldschöpfung der Geschäftsbanken und darüber, dass mit jeder Tilgung eines Bankkredits Liquidität auch wieder vernichtet wird? Solches Spezialwissen, das hier nur angedeutet wird, nicht zu haben, ist kein Makel. Sollte der Deutsche Bundestag jedoch die Gelegenheit erhalten, über die Bargeldeinschränkung und -abschaffung abzustimmen, wäre ich beruhigter, wenn ich wüsste, dass die Parlamentarier möglichst genau wissen, worüber sie befinden. Mit besten Grüßen aus der Hallertau Egon W. Kreutzer

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Antwort von Matthias Bartke

[NOCH KEINE ANTWORT]

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