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Fragen & Antworten

Betreff: Setzen Sie sich für den Rücktritt von Frau Merkel ein?

Wirtschaft | | Verfasst von

Frage an Frau Böhmer

Sehr geehrte Frau Böhmer,

Ich möchte Sie hiermit bitten Stellung zu beziehen, ob Sie ein Misstrauensvotum gegen die amtierende Kanzlerin Frau Dr. Merkel, stellen würden.

Es gibt unzählige Gründe wieso Frau Merkel nicht weiter unsere Bundeskanzlerin sein kann. Sollte sie auch weiterhin im Namen der CDU diese Politik fortführen, wird es in diesem Lang zu schwerwiegenden Problemen kommen. Die CDU wird auf lange Sicht massiv geschädigt, rechte und verfassungsfeindliche Kräfte massiv gestärkt.

Das die jetzige Politik der Bundeskanzlerin unser Land über Jahrzehnte in tiefgreifende Probleme stürzen wird ist nicht nur offensichtlich, es wird auch an vielen Stellen offen aufgezeigt und angesprochen. Diverse offene Briefe, mit Fakten hinterlegt, sind öffentlich einsehbar und unterstreichen dieses. Ich denke nicht, dass ich diese Fakten hier wiederholen muss, ich bin mir sicher, dass Sie als Abgeordnete hierüber vermutlich noch wesentlich besser informiert sind als ich.

Ich mache mir ernsthaft massive Sorgen, dass meine Familie und ich (1 Tochter, 8 Wochen alt, 1 Sohn, 2,5 Jahre alt) sicher in Deutschland alt werden können. Wir überlegen ernsthaft auszuwandern, weil die Politik in diesem Lande dermaßen falsch gelenkt wird, dass einem die Worte fehlen. Wie lässt sich das rechtfertigen? Selbst die Beeinflussung durch Lobbygruppen oder andere europäische Länder oder die USA können doch eigentlich keinen dazu bringen, derartige Fehlentscheidungen zum Nachteil des eigenen Volkes zu treffen.

Ich bitte Sie nochmals um Stellungnahme.

Danke und viele Grüße
Harald Rieger

Betreff: Verbot der Suizidmitwirkung

Lebensrecht | | Verfasst von

Frage an Frau Böhmer

Sehr geehrte Frau Böhmer,

da nur der Entwurf von Prof. Dr. Sensburg die Sterbehilfe ablehnt, möchte ich Sie daher
bitten bei der Abstimmung im Bundestag im November für diesen Entwurf zu stimmen.
Ich möchte auch in Zukunft in einer Gesellschaft leben, ohne die Option einer
Sterbehilfe. Auch als Krankenschwester lehne ich das ab.
Ich glaube auch, daß wir Menschen nicht das Recht haben, uns das Leben zu
nehmen, weil wir es uns auch nicht selbst gegeben haben.
Auch wenn wir vielleicht alt und krank sind, ist das kein Grund, unser Leben
zu beenden." Du sollst nicht töten" : auch nicht uns selbst, bzw. auch kein
Arzt oder Angehöriger oder irgendeine andere Person sollte jemandem helfen,
sich das Leben zu nehmen.

Wie werden Sie entscheiden?

Ich wünsche Ihnen viel Weisheit für Ihre herausfordernden Aufgaben.

Mit freundlichen Grüßen

Julia Hortmann

Betreff: Bargelderhalt

Wirtschaft | | Verfasst von

Frage an Frau Böhmer

Ein Bargeldverbot ist aus meiner Sicht ein völlig undemokratischer Akt, der dem Bürger viele Nachteile aufzwingt. Bei Stromausfällen wird dann tatsächlich nichts mehr möglich sein, weder läßt sich die Ladenkasse öffnen, noch irgendwie bezahlen. Die Internetkriminalität wird spätestens dann exponentiell anwachsen. Das elektronische Geld ist ja auch überhaupt nicht sicher. Deswegen habe ich Internet-Banking immer abgelehnt. Wer übernimmt die Haftung, wenn Geldabhebungen vom Konto durch Dritte mißbräuchlich erfolgen und ich durch die Abschaffung des Bargeldes gezwungen werde, immer mit der Karte zu zahlen? (Gewiß nicht die Politik!) Der Bürger wird völlig transparent werden, und sein informationelles Selbstbestimmungsrecht wird zerstört. Es werden die Verbrecher nicht weniger Verbrechen begehen, sondern wahrscheinlich werden die Verbrechen dann nur brutaler. Ein gestohlenes Portemonnaie ist verschmerzlich, aber eine Geiselnahme mit Zwangsabbuchung ins Ausland? Die Politik verschleiert die wahren Gründe für das geplante Bargeldverbot. Es geht um die 500er Scheine in den Banksafes und unter der Matratze der Bürgersleute, weil zu viele begriffen haben, wohin der Haase laufen soll…(Es geht doch immer wieder nur darum, Kontrolle über die Macht und das Geld zu erhalten.) Wir Menschen wollen über unser Tun selbst bestimmen. Wir wollen die Freiheit des Bargeldes. Es ist lächerlich, uns weismachen zu wollen, daß es um Verbrechensbekämpfung ginge. Verbrechensbekämpfung muß direkt erfolgen. Aber da steht die Politik, die Polizei und die Justiz auch immer schlechter da. Viele Delikte sind ungebremst im Aufschwung. Schwarzarbeit ist ein Symptom eines nicht mehr angemessen funktionierenden Sozialstaates und einer zu hohen Steuerlast. Als Steuerbürger ist man es leid, immer noch mehr geschröpft zu werden. (Wir wollten nicht die Abschaffung der D-Mark, wir wünschen nicht ungebremste Flüchtlingsströme und die Zerstörung der deutschen Kultur. Als Frau möchte ich auch keine Kopftuchträgerin werden müssen. Wir wollen keine Geheimgerichte, die unsere demokratischen, sozialen und umweltlichen Errungenschaften zunichte machen. Wir wollen keine Enteignungen zugunsten von Drittstaaten. Wir wollen keine Griechenlandrettung, weil nicht nur Griechenland, sondern auch Italien und Frankreich nicht mehr zu retten sind.) Die Politikverdrossenheit wird durch das Ansinnen der Bargeldabschaffung und all der anderen negativen und ungewünschten Entwicklungen gefährliche Maße annehmen, und weil das Machtvakuum durch andere Kräfte geschlossen werden wird, geht es dann zukünftig immer unkontrollierbarer und anarchischer zu. (In diesem Zusammenhang sehe ich auch die Wiedereinführung der Todesstrafe durch den Lissabonner Vertrag. Bemerkenswert, daß diese für Revolten gilt. Die Politik muß viel Angst vor dem Souverän haben.) Deutschland wird als Demokratie und als soziales Gefüge mit christlich-abendländischer Prägung letztlich durch die Politik abgeschafft. Ist das wirklich Ihr Wille?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Dr. Susanne Hilken

Betreff: Beihilfe zum Suizid

Wirtschaft | | Verfasst von

Frage an Frau Böhmer

Menschliches Leben ist unantastbar. Das Leben von Tieren sollte es auch sein. Sie sind geistig-körperliche Wesen von ähnlicher Verfaßtheit wie wir Menschen.
Ich bin Ärztin. Suizidbeihilfe sollte niemals zu meinen Aufgaben gehören dürfen. Dies ergibt sich nicht nur aus einer klaren Position gegenüber der Tötung von „unwerten“ Leben in der Nazizeit. Würde ich dem Patienten beistehen beim Suizid, würde mich das in meiner Menschlichkeit beschädigen. Ich würde einerseits kommerziell handeln, weil ich nach der Gebührenordnung für Ärzte abrechnen muß, wenn ich ärztlich handele. Sollte ein entsprechendes Gesetz mir die Beihilfe zum Suizid gestatten, müßte die Gebührenordnung entsprechend angepaßt werden. Eine kommerzielle Tötung ist aber immer unstatthaft, selbst bei den Befürwortern der Suizidbeihilfe sollte dies das Paradigma sein, gesetzlich verankert ist das ohnehin. Andererseits würde ich in der Gefahr stehen, mit jeder Suizidbeihilfe das Töten zu meinem Beruf zu machen. Ich habe mich aber entschieden, daß ich das Leben solange unterstütze, bis der Tod ein unabwendbares Geschehen wird. Dann gehört es zur Würde des Sterbenden, gehen zu dürfen. Tötung auf Verlangen ist für mich eine schauderhafte Grenzüberschreitung, die mit ärztlichem Handeln unvereinbar ist. Suizidbeihilfe ist es auch.
Die Weltreligionen lehnen derartiges Tun ab. Aus der philosophischen Position tue ich mir selbst an, was ich anderen antue. Ich töte meine eigene Lebendigkeit und spiele mich zu demjenigen auf, der über Tod oder Leben entscheiden dürfe. Nein!
Mir wäre es unerträglich, wenn andere Ärzte oder ich selbst in den Geruch kämen, sie würden töten. Beim Patienten kann das leichthin auch Druck entstehen lassen, sich umbringen zu müssen, weil zu kostenintensiv, eine Last für die Angehörigen zu sein etc.
Wenn jemand sich töten will, dann kann er allein die Entscheidung dafür treffen. Mein Großvater etwa hat für sich die Entscheidung getroffen, ab der Erkenntnis, an einer Demenz zu leiden, nur noch eine Scheibe Schwarzbrot täglich zu essen. Dieser Akt stünde jedem frei, ohne daß er sich an anderen vergehen müßte. Wobei ich selbst wünschte, ich hätte die Kraft, mich jeder Krankheit zum Tode so zu stellen, wie dann erforderlich, unter Wahrung meiner eigenen Würde und unter dem Akzeptieren der Krankheit und der Dauer bis zum Tode.
Schlecht gemachte Gesetze haben wir zuhauf. Wollen Sie wieder eines machen, das der Überprüfung nicht standhält?
Unterstützen Sie im Parlament die gesetzgeberische Forderung, das menschliche Leben umfassend zu schützen und ein verfassungsrechtlich nicht zu beanstandendes Gesetz zur
Suizidmitwirkung zu verabschieden?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Susanne Hilken