Entscheidungsträger

Franz Josef Jung

Franz Josef Jung Fotoquelle: Medien Bundeswehr/ flickr.com/ CC BY 2.0
Partei
Christlich Demokratische Union (CDU)
Ergebnis
Wohnort
Geburtstag
05.03.1949

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Fragen & Antworten

Betreff: Beihilfe zum Suizid

Wirtschaft | | Verfasst von

Frage an Herr Jung

Menschliches Leben ist unantastbar. Das Leben von Tieren sollte es auch sein. Sie sind geistig-körperliche Wesen von ähnlicher Verfaßtheit wie wir Menschen.
Ich bin Ärztin. Suizidbeihilfe sollte niemals zu meinen Aufgaben gehören dürfen. Dies ergibt sich nicht nur aus einer klaren Position gegenüber der Tötung von „unwerten“ Leben in der Nazizeit. Würde ich dem Patienten beistehen beim Suizid, würde mich das in meiner Menschlichkeit beschädigen. Ich würde einerseits kommerziell handeln, weil ich nach der Gebührenordnung für Ärzte abrechnen muß, wenn ich ärztlich handele. Sollte ein entsprechendes Gesetz mir die Beihilfe zum Suizid gestatten, müßte die Gebührenordnung entsprechend angepaßt werden. Eine kommerzielle Tötung ist aber immer unstatthaft, selbst bei den Befürwortern der Suizidbeihilfe sollte dies das Paradigma sein, gesetzlich verankert ist das ohnehin. Andererseits würde ich in der Gefahr stehen, mit jeder Suizidbeihilfe das Töten zu meinem Beruf zu machen. Ich habe mich aber entschieden, daß ich das Leben solange unterstütze, bis der Tod ein unabwendbares Geschehen wird. Dann gehört es zur Würde des Sterbenden, gehen zu dürfen. Tötung auf Verlangen ist für mich eine schauderhafte Grenzüberschreitung, die mit ärztlichem Handeln unvereinbar ist. Suizidbeihilfe ist es auch.
Die Weltreligionen lehnen derartiges Tun ab. Aus der philosophischen Position tue ich mir selbst an, was ich anderen antue. Ich töte meine eigene Lebendigkeit und spiele mich zu demjenigen auf, der über Tod oder Leben entscheiden dürfe. Nein!
Mir wäre es unerträglich, wenn andere Ärzte oder ich selbst in den Geruch kämen, sie würden töten. Beim Patienten kann das leichthin auch Druck entstehen lassen, sich umbringen zu müssen, weil zu kostenintensiv, eine Last für die Angehörigen zu sein etc.
Wenn jemand sich töten will, dann kann er allein die Entscheidung dafür treffen. Mein Großvater etwa hat für sich die Entscheidung getroffen, ab der Erkenntnis, an einer Demenz zu leiden, nur noch eine Scheibe Schwarzbrot täglich zu essen. Dieser Akt stünde jedem frei, ohne daß er sich an anderen vergehen müßte. Wobei ich selbst wünschte, ich hätte die Kraft, mich jeder Krankheit zum Tode so zu stellen, wie dann erforderlich, unter Wahrung meiner eigenen Würde und unter dem Akzeptieren der Krankheit und der Dauer bis zum Tode.
Schlecht gemachte Gesetze haben wir zuhauf. Wollen Sie wieder eines machen, das der Überprüfung nicht standhält?
Unterstützen Sie im Parlament die gesetzgeberische Forderung, das menschliche Leben umfassend zu schützen und ein verfassungsrechtlich nicht zu beanstandendes Gesetz zur
Suizidmitwirkung zu verabschieden?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Susanne Hilken

Betreff: Bargeldabschaffung

Wirtschaft | | Verfasst von

Frage an Herr Jung

Sehr geehrter Herr Jung,
laut diverser Medienberichte ist geplant das Bargeld abzuschaffen, zumindest soll der Bargeldverkehr eingeschränkt werden.
Mich würde interessieren, mit welcher Begründung solche unsinnigen Maßnahmen umgesetzt werden sollen.
Nachdem die CDU es versäumt hat, bei der Beratung des Mindestlohn Gesetzes den nicht zu bewältigenden bürokratischen Aufwand zu verhindern, läuft sie Gefahr sich endgültig von einer praxisbezogenen Politik zu verabschieden, total verärgert sind wir, das z. B. u. a. die Landwirtschaft als Schwarzarbeit verdächtig eingestuft wurde, ein unerhörter Vorgang,
mit ärgerlichen Grüßen
Karl A. Kliem

Betreff: Demokratie

Demokratie | | Verfasst von

Frage an Herr Jung

Sehr geehrter Herr Jung,
mein Name ist Nils Bertram. Ich bin Maschinenbaustudent aus Wiesbaden.
Der Grund warum ich Ihnen schreibe ist der, das ich (und nicht nur ich) mir ernsthaft Sorgen über das geplante Freihandelsabkommen (TTIP) mache.

Ich möchte Sie darüber informieren, das es der Bevölkerung keineswegs egal ist, wie darüber entschieden wird.
Es mag sein, das die Mehrheit der Bevölkerung sich nicht für dieses Thema interessiert. Aber deswegen auf Zustimmung zu schließen erachte ich als ignorant.

Dieses Thema muss an die Menschen herangetragen werden um offen über Vor- und Nachteile diskutieren zu können.
Die öffentlich rechtlichen Medien informieren diesbezüglich völlig unzureichend und auch die Politik tut zu wenig.

Wie Sie sicherlich wissen, geht es in den Verhandlungen zum TTIP sehr geheim zu. Es scheint so als sollte unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Köpfe der Bevölkerung entschieden werden.
Das ist UNDEMOKRATISCH !

Die Folgen ( Flexibilisierung des Arbeits- und Umweltrechts, Konzernmacht, Gentechnik, Umweltschäden, Sozialdumping, Fracking und geheime Schiedsgerichte) wären unumkehrbar und für die entstehenden Schäden werden wie immer die Bürger gerade stehen müssen. So kann es in unserem Land nicht mehr weiter gehen.

Als gewählter Volksvertreter sollte Ihnen bewusst sein, das unsere Demokratie auf dem Spiel steht. TTIP wird vor allem von Unternehmen und deren Lobbyisten vorangetrieben.

Ich bitte Sie daher sich aktiv gegen die geplanten Maßnahmen einzusetzen:
· Versuchen Sie dieses Abkommen so zu beeinflussen, dass wesentliche soziale europäische und amerikanische Errungenschaften nicht zerstört werden oder stoppen Sie es!
· Verhindern Sie, dass sich Konzerne über demokratisch legitimierte Gesetze und Richtlinien hinwegsetzen können.
· Verhindern Sie die Schleifung hoher europäischer Verbraucherschutzstandards !
· Fordern Sie mehr Transparenz !
Ich bitte Sie um eine Stellungnahme zu diesem Thema. Ein Sprichwort sagt: "Politiker sind nur die Pressesprecher der Wirtschaft". Es liegt an Ihnen zu beweisen, ob dieser Spruch nur zynische Übertreibung oder bittere Realität ist.

Mit freundlichen Grüßen

Nils Bertram

Betreff: Lehrplan 2015 in Baden-Württemberg

Familie | | Verfasst von

Frage an Herr Jung

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Dr. Jung,

in Baden-Württemberg ist im Interesse einer Minderheit beabsichtigt, mit den Lehrplänen ab 2015 fächerübergreifend die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu unterrichten. Damit wird schwerwiegend in die Erziehungskompetenz der Eltern eingegriffen.
Und das in der Folge auch länderübergreifend in ganz Deutschland?
Das entspricht keinesfalls dem Auftrag von uns Bürgern an die Volksvertretung.
Eine unbedeutende Anzahl von Bürgern will sich mit ihren überhöhten sexuellen Ansprüchen und Praktiken durchsetzen und sich anmassend über die Mehrheit unserer Bürger mit völlig anderen Ansichten hinwegsetzen; sie bedrängen Andersdenkende mit meinungsdiktatorischem Verhalten.
Es darf nicht sein, dass eine Minderheit von der Mehrheit über die Gesetzgebung Akzeptanz erzwingt; in unserer Gesellschaft ist Toleranz die Basis.
Wie stehen Sie, sehr geehrter Herr Dr.Jung als Bundestags- abgeordneter zu dieser Entwicklung?
Werden Sie sich öffentlich dazu äussern?

Mit freundlichen Grüssen aus dem hessischen Trebur

Karl Kolbe