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Fragen & Antworten

Betreff: Familiennachzug und Migranten

Politik | | Verfasst von

Frage an Frau Högl

Sehr geehrte Frau Högl,
ich habe Sie auf der Homepage "Abgeordneten-Check" für eine Frage gewählt, die ich an die SPD stellen möchte und zwar deshalb, weil Sie eine Frau sind.
Ich habe in der Vergangenheit die SPD und die Grünen gewählt, weil ich - obwohl ich selbst in einem sicheren Arbeitsverhältnis stehe, Normalverdiener bin, und keine "Angst" vor einer Kündigung haben muss - doch mehr oder weniger täglich Menschen sehe, oder über Menschen lese, denen es nicht gut geht, die durch persönliche Schicksalschläge, manchmal auch durch eigenes "Verschulden" in einer Lage sind, aus der sie sich schwer alleine befreien können, und die SPD für mich lange Zeit eine Partei war, die sich für diese Bürger einsetzt. Genauso ist mir die Umwelt, die Ernährung, die Ressourcen der Erde und damit die Behandlung der Tiere und der Nutzflächen ein Anliegen.
In 2015 fand ich die Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge, aus meiner Sicht nun zum großen Teil Migranten, richtig, um eine Eskalation an den Grenzen zu vermeiden und ich der Meinung war, dass es sich tatsächlich um hilflose Familien handelt, die vor dem Krieg fliehen.
Zwischenzeitlich sind wir tlw. eines besseren belehrt worden und sehen, (meine Meinung), dass es viele, viele Menschen gibt, die nicht aus Angst vor Verfolgung nach Deutschland kommen, sondern weil sie - aus wirtschaftlichen Gründen - Hoffnung haben, ein besseres Leben zu führen. Das verstehe ich und halte es durchaus für berechtigt aus Sicht der Menschen, die nach Deutschland kommen.
Auf der anderen Seite gibt es bei den Menschen, die schon lange hier leben, hier geboren sind - darf ich Deutsche sagen? - auch eine Menge, die sich einen Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit oder aus Hartz IV wünschen, Akademiker, die keine Arbeit finden oder Menschen, die durch persönliche Schicksale aus der Bahn geworfen wurden und nun - mit Unterstützung des Staates einen Neuanfang wagen wollen.
Nur scheint es mir, dass für diese Menschen kein Geld da ist, auch für z.B. Investitionen in Schulen..., aber für unsere neuen Mitbürger schon.
Natürlich werden Sie das Buch "Die Getriebenen" kennen und die sich daraus ergebende Information, dass unsere regierenden Politiker aus "Furcht" vor Bildern, die nicht gut in der Öffentlichkeit ankommen würden, die Grenzen nach dem ersten "Flüchtlingsschwung" nicht wieder geschlossen hat.

Was ich Sie fragen möchte, ist: wie steht die SPD zu der Entscheidung von Frau Merkel, warum möchten Sie, dass die Familien der "Flüchtlinge" nach Deutschland kommen; glauben Sie, dass die "Flüchtlinge" alle aus Gründen der Verfolgung kommen oder eher aus wirtschaftlichen Gründen; möchten Sie, dass alle der in den letzten Jahren Eingereisten in Deutschland blieben; denken Sie, dass diese neuen Bürger oder deren Nachkommen tatsächlich die Arbeitswelt in Deutschland bereichern und somit zur Sicherung der Altersvorsorge beitragen?

Wie sehen Sie die Kriminalitätsrate (Betrug, Belästigung, Vergewaltigung, Mord) der neuen Bürger?

Wie sehen Sie die Bereitschaft aller Menschen, die seit 2015 hier eingereist sind, sich zu integrieren?

Wie stehen Sie zu deren Religion, also zum größten Teil Islam?

Denken Sie, dass alle dieser neuen Bürger sich integrieren möchten oder sehen Sie auch eine "Gefahr" der Islamisierung, die in ihren Grundwerten ja der christlichen oder auch freien Welt komplett entgegensteht?

Sind Sie der Meinung, dass alle "Flüchtlinge oder Migranten" nun soweit erfasst sind, dass deren Identität eindeutig fest steht und keine Gefahr von Sozialbetrug durch Mehrfachidentitäten besteht?
Möchten Sie als SPD oder SPD-Mitglied, dass das bisherige Deutsche Volk nicht mehr als solches bestehen soll, sondern offen für Alle sein soll, d.h., möchten Sie ein Wahlrecht für alle, die hier leben, unabhängig davon, ob sie die Deutsche Staatsangehörigkeit haben?

Anfangs schrieb ich, dass ich Sie als Ansprechpartner ausgewählt habe, weil Sie eine Frau sind.
Können Sie die Frauen verstehen, die Angst haben, Nachts auf die Straße zu gehen, wegen der Straftaten, die nun wohl zu unserem Alltag gehören und die oftmals von den Menschen begangen wurden und werden, die hier - aus unserer Sicht - vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind?
Ich hoffe, Sie konnten mein Anliegen verstehen.

Ich würde mir ausserdem wünschen, dass auch gegenüber Menschen, die Bedenken gegen die neuen Mitbürger äussern, die oftmals nicht unberechtigt sind, gehört werden und diese Menschen nicht - damit spreche ich sie jetzt nicht persönlich an - in eine rechte Ecke gestellt werden, die das Siegel "Nazi, Rassist, Ausländerhasser" usw. trägt.

Hass ist so ein starkes Wort, das auf die meisten der Kritiker doch nicht zutrifft.
Kann man nicht kritisch äussern, dass man eine politische Haltung nicht gut findet?

Gehört das nicht zur Demokratie?

Ich finde nicht schön, was in unserem Land vorgeht, wenn ich sehe, dass Menschen oder Parteien die demokratisch gewählt wurden, abgelehnt werden, weil sie nicht der Meinung entsprechen, die von der großen Mehrheit als "richtig und gut" befunden wurde.
Ich selbst sehe den Islam kritisch, habe aber nichts gegen einzelne Bürger und Angehörige, die den islamischen Glauben haben.
Ich habe jedoch Bedenken, dass die Anhänger des Islam - sei es jetzt als Religion oder als Ideologie - Europa zu ihrem Glauben "bekehren" möchten.
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen freuen.
Mit herzlichen Grüßen
Angelika Lukat