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Sehr geehrter Herr Staffeldt,
die EZB hat kürzlich eine Studie über die privaten Vermögen der einzelnen Euro-Länder herausgegeben. Die südlichen Schuldenstaaten haben höhere Vermögen pro Haushalt als Deutschland. Wollen Sie wirklich, dass Zypern Hilfe aus dem ESM bekommt, die niemals zurückgezahlt wird?
Denken Sie bitte daran, dass Sie als Abgeordneter erst Ihrem Gewissen folgen sollten, und Schaden vom deutschen Volk abwenden sollen. Ich habe bisher immer FDP gewählt, war aber am Sonntag als Mitglied der Alternative für Deutschland auf unserem Gründungsparteitag. Wollen Sie nicht mit Ihrem Kollegen Scheffler zu uns kommen?
Mit freundlichen Grüßen
Wilfried Doberstein
Schwachhauser Ring 30
28209 Bremen
Sehr geehrter Herr Doberstein,
den Finanzhilfen werde ich, wie bisher, nicht zustimmen. Meine Argumente für ein "Nein" sind aber sachlich und fachlich nachvollziehbar wie Schuldentragfähigkeit, Entwicklungsperspektiven, Eigenanstrengungen usw. – eine detaillierte Betrachtung würde hier den Rahmen sprengen.
Die Ergebnisse der EZB-Studie resultieren meiner Meinung nach aus der Tatsache, dass die Familien in Deutschland nach den beiden Weltkriegen nicht die Möglichkeit hatten größere Vermögen anzusammeln oder die vermögen verlorengingen. In anderen europäischen Ländern war dies nicht so – auch in südeuropäischen. Die EZB-Studie nun zu nutzen um damit Zypern, Griechenland, Portugal, Spanien oder Irland populistisch Finanzhilfen zu verweigern ist nicht meine Position.
Ihre Aufforderung in die AfD einzutreten lehne ich ab. Für mich ist und bleibt die FDP die Partei, die in Deutschland für den Liberalismus und die freie Entfaltung des Einzelnen steht. Sie steht für Leistung, Verantwortung und Freiheit und ich fühle mich sehr wohl als Liberaler. Der Eintritt in eine monothematische, populistische AfD kommt für mich nicht in Frage.
Die Gründung der AfD mit der Begründung ihres Antretens bewirkt das Gegenteil dessen, was gewollt ist. Das sog. 'Bürgerliche Lager', wird im schlimmsten Fall durch die AfD geschwächt ohne dass die AfD die Chance hat in den Bundestag zu kommen. Wenn Sie sich, als Bremer, an die Bürgerschaftswahl 2011 zurückerinnern: Dort hatten wir dieselbe Konstellation. Neben der BBl mit dem unsäglichen Uwe Woltemath trat eine Partei honoriger Bremer genannt B+B an. Beide erreichten die 5%-Hürde nicht. Die Bremer FDP flog aus der Bürgerschaft raus. Man sollte dieselben Fehler nicht zweimal begehen.
Mit Grüßen nach Bremen aus Berlin
Torsten Staffeldt
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Wie sollen die EU-Schuldnerländer ihre (auch von Deutschland) erhaltenen Darlehen bei ständig sinkender Wirtschaftskraft zurück zahlen?
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Sehr geehrter Herr Staffeldt,
infolge der Bankenkrise und Staatsverschuldung habe ich mich vermehrt mit unserem Finanzsystem beschäftigt, wobei sich mir zwei Fragen aufgeworfen haben:
Ist es mathematisch gesehen nicht logische Konsequenz, dass aus der privaten Geldschöpfung durch Banken bei der Kreditvergabe an einen Staat in Verbindung mit den folgenden Zinsschulden, die sich genau wie die Kreditsumme über die Zeit exponentiell vergrößern, dass das Finanzsystem kollabieren muss, weil das Wirtschaftswachstum sich linear verhält?
Macht es deshalb nicht mehr Sinn den erwirtschafteten Wohlstand unserer Gesellschaft zu genießen, weil der Markt mit Produkten und Dienstleistungen gesättigt und die Ressourcen sich als endlich erwiesen haben?
Ich hoffe, dass sie als Entscheidungsträgerin uns nicht ein unendliches Wachstum aufzwingen wollen. Nach Nachhaltigkeitswissenschaftlern, wie Betriebs- und Volkswirt Professor Paech von der Uni Oldenburg, kann Kapitalismus nicht Nachhaltig sein. In meinem Studium der Verfahrenstechnik ist mir klargeworden, dass auch die Optimierung und Entwicklung bestehender Technik keine wesentliche Verringerung von In- bzw. Outputströmen erzielen lässt, weshalb der Verbrauch (global) stets steigt. Bitte berücksichtigen sie dies bei Ihrer Antwort.
Vielen Dank
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Sehr geehrter Abgeordneter
Torsten Heiko Staffeldt
Ich wende mich an Sie, weil Sie für den Wahlkreis
Bremen I
in den Bundestag gewählt wurden. Noch in diesem Frühjahr werden Sie voraussichtlich über den dauerhaften „Euro-Rettungsschirm“ ESM im Bundestag abstimmen. Ich lehne den ESM ab, weil er unsere nationale Souveränität, unsere Demokratie, unsere Freiheit und unser Einkommen und Vermögen akut bedroht. Meine Meinung dazu wird von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung und auch der Mehrheit der Wähler in Ihrem Wahlkreis geteilt.
Ich fordere Sie deshalb auf, dem Willen der Menschen zu entsprechen und gegen den ESM zu stimmen. Ihr Abstimmungsverhalten werde ich beobachten. Es wird auf der Seite Abgeordneten-Check.de dokumentiert. Ich sage klar:
Wenn Sie gegen den ESM stimmen, werde ich bei der nächsten Bundestagswahl Ihnen und Ihrer Partei meine Stimme geben. Ich werde darüber hinaus möglichst viele Personen aus meinem Umkreis von Ihrem Abstimmungsverhalten informieren und für Sie sowie Ihre Partei werben.
und
Wenn Sie für den ESM stimmen, werde ich bei der nächsten Bundestagswahl Sie und Ihre Partei nicht wählen. Ich werde möglichst viele Personen aus meinem Umkreis von Ihrem Abstimmungsverhalten informieren.
Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie abstimmen werden.
Mit freundlichen Grüßen
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