26.01.2012

Beatrix von Storch berichtet über den neuen ESM-Entwurf:

Kein Parlamentsvorbehalt für 167 Milliarden deutsche Zahlungsverpflichtungen

Beatrix von Storch berichtet über den neuen ESM-Entwurf:

Der ESM-Vertrag zur unbegrenzten, dauerhaften Euro-„Rettung“  ist bekannt geworden-  kein Parlamentsvorbehalt für 167 Mrd. deutsche Zahlungsverpflichtungen

 

Dieser ESM-Vertrag (s.u.  im Anhang in seiner  Fassung vom 23.1.2012 in voller Länge) darf nicht kommen. Wir werden in den nächsten Wochen von Frau Merkel und Herrn Schäuble und all den anderen Euro-„Rettern“ hören, daß  der ESM sinnvoll und alternativlos ist, daß  das wirtschaftliche Risiko überschaubar ist und vor allem, daß  jeder Euro, den wir zusätzlich bezahlen sollen, vorher natüüüürlich vom Bundestag abgesegnet werden muß. Das Königsrecht des Parlamentes, die Hoheit über den Haushalt, bleibe selbstverständlich unangetastet.  Diese Selbstverständlichkeit mußte der Abgeordnete Peter Gauweiler (CSU) und wenige andere vor dem Bundesverfassungsgericht aber auch erst erstreiten und der Regierung abtrotzen. Aber vor allem: auch der jetzt amtliche ESM-Vertrag sieht diesen Parlamentsvorbehalt nicht vor.

Ich gliedere diesen Beitrag in

Teil I : Zusammenfassung und Entschleierung  des Vertrages zum besseren Verständnis gegen die landläufigen Falschinformationen und Verwässerungen,

Teil II: Die wichtigste Lüge im Detail: Aus den 167- Milliarden-Bürgschaften werden unmittelbare Milliarden-Bargeldtransfers und das ohne Zustimmung des Bundestages  und

Teil III: Weitere wichtige Fakten, die Sie wissen sollten.

 

Teil I: Zusammenfassung und Entschleierung  des Vertrages zum besseren Verständnis gegen die landläufigen Falschinformationen und Verwässerungen

Der ESM-Vertrag soll zeitlich unbefristet den Euro „retten“. Dazu schließen sich alle Euro-Länder zum ESM zusammen. Den ESM regieren tut das Direktorium, das aus Personen mit „großem Sachverstand im Bereich Wirtschaft und Finanzen“  (Art. 6) besteht. Das müssen also keine gewählten Volksvertreter oder Regierungsmitglieder sein. Daneben besteht der Gouverneursrat, quasi der Aufsichtsrat, der sich aus den Finanzministern der Euro-Länder und je einem Vertreter zusammensetzt (Art. 5).

Das anfängliche Volumen des ESM beträgt 700 Mrd. Euro (Art. 8), von denen aber „nur“ 80 Mrd. in bar eingezahlt werden müssen (22 Mrd. von Deutschland), der Rest sind „nur“ Bürgschaften (167 Mrd. von Deutschland). Davon zu unterscheiden, ist das „Ausleihvolumen“ von „nur“  500 Mrd. Euro. Das ist die Summe, die der ESM dann tatsächlich an Krediten vergibt.  Sie werden also jetzt landauf landab immer von „ESM = 500 Mrd.“ hören und davon, daß Deutschland ja „nur“ 22 Mrd. (= das doppelte aller Ausgaben für Bildung und Forschung in 2012) tatsächlich einzahlen muß. Und davon, daß wenn Deutschland mehr einzahlen muß, immer der Bundestag wird zustimmen müssen. (Achtung- nicht wahr! Siehe  Teil II). Daß das  Ausleihevolumen „nur“ 500 Mrd. Euro sind, ist im Vertrag übrigens gar nicht geregelt. Das steht nur in der unverbindlichen Präambel (Ziffer 5). Eine Kreditobergrenze bei 500 Mrd.- muß man so einer Kleinigkeit einen eigenen Paragraphen widmen im Vertragstext selbst? Nein, meinen die Verfasser.

Der ESM tritt immer dann auf den Plan, wenn ein Pleitestaat Hilfe ersucht und dann – Achtung – die „Europäische Kommission, im Benehmen mit der EZB“ (so Art. 13) feststellt, daß Gefahr im Verzuge ist. Den Ernstfall ruft – nach gewissenhafter Prüfung versteht sich – also nicht der Gouverneursrat des ESM aus, sondern die EU-Kommission zusammen mit der Europäischen Zentralbank. Man fragt sich dreierlei:  Ist die EU-Kommission nicht eigentlich das Organ der EU aller 27 Mitglieder oder doch  das Sondereinsatzkommando der nur 17 Euro-Länder? Was hat die EZB da zu suchen, deren Aufgabe es ist, durch kluge Zinspolitik unsere Geldwertstabilität zu wahren? Und ist der ganze ESM und die gesamte angelaufene Euro-„Rettungs“-Orgie nicht  gerade wegen des bereits eingetretenen Ernstfalles überhaupt nur geschaffen bzw. veranstaltet worden, Gefahr im Verzug also nicht schon per se gegeben?  Lassen wir die Frage offen. Wenn also EU-Kommission und EZB Gefahr im Verzug festgestellt haben, dann  „kann der Gouverneursrat beschließen, dem betreffenden ESM-Mitglied … grundsätzlich Stabilitätshilfe gewähren“ (Art. 13). Ich möchte Herrn Schäuble sehen, der als Mitglied des hohen Gouverneursrates ein Hilfeersuchen ablehnt, wenn die EU-Kommission und EZB den Bündnisfall ausgerufen haben.  Der Gouverneursrat hat auch ein eigenes Hilfegewährungsrecht ohne EU-Kommission und EZB, aber wohl nur, wenn kein Hilfeersuchen eines Pleitestaates eingegangen ist (Art. 5 Abs. 6 e)), also nur, wenn Hilfe aufgedrängt werden soll?

 

Teil II: Die wichtigste Lüge im Detail: Aus den 167- Milliarden-Bürgschaften werden unmittelbare Milliarden-Bargeldtransfers und das ohne Zustimmung des Bundestages

Deutschland muß „nur“ 22 Mrd. sofort einzahlen. Der Rest der deutschen Anteile besteht „nur“ in Bürgschaften (von 167 Mrd. = mehr als die Hälfte des gesamten Bundeshaushaltes 2012.) Bürgschaften sind gänzlich ungefährlich, denn darauf muß man ja nur zahlen, wenn der Bürgschaftsnehmer, also Griechenland z.B., nicht mehr zahlen kann. Ganz undenkbar also (für das Heer unserer hochbezahlten Euro-Retter zumindest). Und deswegen werden die Zahllasten von 167 Mrd. Euro im Haushalt auch erst gar nicht berücksichtigt. Bei jedem Maurerbetrieb käme das einer Bilanzmanipulation gleich…

Nun werden Sie immer hören, daß wir nur 22 Mrd. einzahlen müssen und wenn wir mehr bezahlen sollen, wird der Bundestag zustimmen müssen. Dem ist nicht so:

Wenn die EU-Kommission und die EZB feststellen, daß die Euro-Krise nun ganz, ganz doll schlimm ist und es besonders eilig ist, einem Staat Hilfe zu gewähren, dann tritt das Eilverfahren in Kraft (Art. 4 Absatz 4 Satz 1 u. Satz 2). Und weil es gar so eilig ist, kann erstens die Gewährung von Hilfe ohne Einstimmigkeit des abstimmenden Gouverneursrates beschlossen werden, es reichen 85 % Zustimmung (von 2/3 der Stimmrechte im ESM, die für dessen Beschlußfähigkeit nur anwesend sein müssen und also  theoretisch immer auch ohne deutsche Beteiligung gegeben ist! Art. 4 Absatz 2 Satz 2). Aber zweitens – und hier kommt jetzt der wichtigste Punkt: Wenn Kommission und EZB meinen es brennt, dann kann – anders als sonst – Hilfe direkt aus den bar eingezahlten 80 Mrd. geleistet werden. Es wird dann also nicht „nur“ gebürgt, sondern gezahlt, cash (Art. 4 Absatz 4 Satz 3). Und dann greift Artikel 9 Absatz 2:  „Das Direktorium des ESM“ (und nicht der Gouverneursrat, in dem ja Herr Schäuble mit aller Macht die deutschen Steuerzahlerinteressen verteidigen würde…) „kann das genehmigte, aber eben bar noch nicht eingezahlte Kapital (= 167 Mrd. für Deutschland) durch Beschluß mit einfacher Mehrheit abrufen, um die Höhe des eingezahlten Kapitals ( = 22 Mrd. für Deutschland) wiederherzustellen“ (Art. 9 Abs. 2). Peng. Dann zahlen wir nach den 22 Mrd. Begrüßungsgeld auch unsere „nur“ Bürgschaftssumme- in bar. Wir überweisen nach und nach die 167 Mrd., die im Haushalt nicht berücksichtigt sind. Wie sollten sie auch? 167 Mrd.! Die Schließung der Hälfte aller Schulen und Unis und die Halbierung der Renten und Sozialhilfe und das kurz vor der Bundestagswahl? Äußerst unpopulär. Und keinesfalls friedensstiftend.

Weil es so wichtig ist nochmal: Sollte der ESM, wie schon zuvor der EFSF-„Rettungs“-Schirm auch schon, Probleme am Markt haben und es nicht schaffen, Kredite aufzunehmen, für die wir ja „nur“ bürgen (über 167 Mrd.) und ein Land (oder eine Bank in einem Land (!!!) = Art. 15) fürchterliche Geldnot haben, dann wird eben bar bezahlt und dann werden aus unseren „nur“ Bürgschaften sofort  unmittelbare Bargeldtransfers. Der Bundestag muß dem nicht mehr zustimmen, denn er hat ja das „Kapital genehmigt“, also Deutschlands Haftsumme von 22 Mrd. in bar und 167 Mrd. als Bürgschaften grundsätzlich schon abgenickt.  Ob wir 167 Mrd. zahlen, entscheidet das Direktorium des ESM, eine Gruppe international  erfahrener Wirtschafts- und Finanzexperten. Hurra.

Womit uns die Regierung und ihre Helfer beruhigen wollen und was man Ihnen in den nächsten Wochen immer vorhalten wird ist Art. 5 Absatz 6 b) und c): Der Gouverneursrat, in dem Herr Schäuble als Finanzminister die deutschen Steuerzahlerinteressen verteidigt, beschließt über eine Erhöhung des Stammkapitals (=  700 Mrd. insgesamt;  Deutschland davon: 189 Mrd.). Wenn Herr Schäuble das also ablehnt, kann Deutschlands Haftung nicht steigen und also ist die Demokratie gerettet. Vorausgesetzt,  man versteht Demokratie so, daß nicht das gewählte Parlament gestaltet und beschließt, sondern die Haushaltsgewalt des Parlamentes allein durch den Finanzminister ausgeübt wird und wenn man das Haushaltsrecht degradiert in ein Abwehrrecht in Form eines Vetorechtes gegen fremde Zahlungsbefehle an Deutschland. (Nur in Klammern und hier wiederholt: Der ESM ist auch ohne Deutschland beschlußfähig. Wenn also die nächste Vulkanaschewolke dem Minister den Anreiseflug vermasselt - kein „Vetorecht“.)

 

Teil III: Weitere wichtige Fakten, die Sie wissen sollten

Nur wenn Sie nicht schon genug haben:

Ob die 500 Mrd. Ausleihekapazität ausreicht, wird noch vor  Inkrafttreten geprüft und bei  Inkrafttreten erhöht. Das steht so bereits im Vertrag.  Anders gesagt: Die Parlamente nicken erstmal nur  500 Mrd. ab, aber es ist bereits schriftlich fixiert, daß unmittelbar danach die Summe erhöht wird, damit gleich am allerersten Tag des inganggesetzten ESM dieser mehr „Handlungsspielraum“ hat. Hätte ich das nicht selbst gelesen - ich hätt´ es nicht geglaubt. (s.u. im Vertrag, Präambel Ziffer 6)

Angeblich müssen sich alle Länder, die ESM-Hilfe bekommen, den  strengen Richtlinien der Fiskalunion unterwerfen, sich also auf striktes Sparen usw. schon vorher festlegen. Das steht aber nicht als verbindliche Regelung im Vertrag, sondern nur in der Präambel – ist also eine reine Absichtserklärung.

Der ESM tritt mit seinen Rechten ausdrücklich hinter den IWF zurück. Wenn also ein Pleitestaat  Geld sowohl vom ESM als auch vom IWF bekommen hat und die Rückzahlung nur  zum Teil leisten kann, dann kriegt der IWF das Geld und nicht der ESM; (Präambel Ziffer 13). Außerdem wird überall angestrebt, die Beteiligung des IWF möglichst auszuweiten. Der IWF regiert also in der Euro-EU mit.

Der ESM und alle Beteiligten genießen natürlich umfassende gerichtliche Immunität. Die Archive des ESM und sämtliche Unterlagen sind unverletzlich (also geheim). Die Geschäftsräume sind unverletzlich (also kein Zutritt). Das gesamte Eigentum des ESM ist von allen Beschränkungen, Verwaltungsvorschriften, Kontrollen und Moratorien jeder Art befreit. Der ESM ist von jeglicher Zulassungs- oder Lizensierungspflicht, die sonst für Kreditinstitute oder sonstige Unternehmen gelten, befreit (alles in Artikel  32 und 35). Der ESM ist von allen Steuern befreit. Die Bediensteten des ESM sind von der Zahlung nationaler Einkommensteuer befreit (Art. 36).

Wenn Sie der Meinung sind, der ESM-Vertrag darf nicht verabschiedet werden, wenn Sie der Meinung sind, daß Demokratie heißt, das Parlament entscheidet über den Haushalt und nicht der Finanzminister, wenn Sie der Meinung sind, daß internationale Finanzexperten nicht 167 Mrd. Euro aus dem Deutschen Haushalt abrufen dürfen, dann sagen Sie das über AbgeordnetenCheck.de  mit einem Klick hier den Abgeordneten des Bundestages (die ausgewählten MdB´s werden laufend geändert).

 

Und hier finden Sie den ESM-Vertrag im Volltext.

 

 

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Kommentare

  • 4.02. 22:14

    ESM-GEGNER

    Sehr geehrte Frau von Storch, meine Hochachtung über Ihren Mut und Ihre Energie,an die Bundestagsabgeordneten online eine Petition vor deren ESM-Abstimmung zu senden.
    Wenn unsere Mutti von den Gr Sparmaßnahmen verlangt, daß die wieder selbst auf die Beine kommen, wird sofort gegen Mutti und gegen unser Volk mit faschistischen Symbolen auf der Straße demonstriert! Diese Währungsunion mit solchen unehrlichen Pleite-Kandidaten spaltet EUROPA und bringt Unruhen und keinen Frieden ! Bekanntlich hatten wir schon vor dem EURO in Europa 57 Jahre Frieden gehabt ! Erst jetzt kommt es überhaupt durch die Währungsunion zu Volksunruhen in GR, ESP, I usw., weil die dortigen Regierungen nun die ärmeren Bürger mit Sparmaßnahmen knebeln. Nun hat man es entdeckt, wir Deutsche sind an deren Misere allein schuld, weil die GR uns zu viele Mercedes abgekauft hätten Bis zur kommenden ESM-Einführung (07/2012)liegen die GR-Risiken hauptsächlich bei franz. Banken. Nun muß ganz schnell der ESM-Vertrag von den EU-Staaten-Parlamenten, auch vom Bundestag, ratifiziert werden - besonders Sarkozy drängt M. darauf. Wenn wir dann beigetreten sind, liegen die GR-Zahlungsunfähigkeits-Risiken hauptsächlich bei uns deutschen Steuerzahlern und nicht mehr bei den franz. und anderen Banken !!!
    Wir haben überhaupt keine EURO-Krise. Der EURO ist stabil. Wir haben eben nur Bankenkrisen und Staatskrisen in den allen bekannten Ländern. Da fiel die Sache mit dem ESM den Franzosen ein und schon wird dann der deutsche Steuerzahler für alle EU-Pleitegänger hauptsächlich einstehen. Das geschieht dann lt. ESM in von den ESM-Gouverneuren in festgelegter unbegrenzter Höhe und für unbegrenzte Zeit. Kein Volk hat diese Gouverneure, die gerichtlich unangreifbar (immun) sind, gewählt !Also, macht alle mit bei der Online-Petition im www.AbgeordnetenCheck.de !

  • 2.02. 22:42

    Claudia

    Hallo Frau Storch,
    halten sie das für sozial, wenn in Griechenland Schulen und Krankenhäuser schließen müssten, wenn der ESM nicht kommt? Ich meine, von welchem Geld soll dort Aufbauarbeit geleistet werden? Ist es das, was sie wollen? Wer weiß wieviele Bürgschaften in Anspruch genommen werden würden, wenn der ESM nicht kommt, weil dann Griechenland direkt nicht mehr zahlen kann, ist Ihnen das lieber? Sind nur so Gedanken, weil Sie genau diese Argumente ins Spiel brachten. Meinen Sie, es ist dann sinnvoll, jemanden wie Sie abstimmen zu lassen, ob Griechenland die nächste Zahlung erhält oder nicht? Ich glaube da sind Leute vom Fach, die sich jeden Tag damit beschäftigen besser geeignet, als Politiker, die auch noch viele andere Aufgaben zu bewältigen haben. Ich finde der ESM ist so ganz gut durchdacht, natürlich ist er nicht perfekt.

  • 1.02. 13:53

    ist schon erstaunlich

    Wir alle haben diese Regierung gewählt! Es ist also kein Demokratieverlust!
    Die Leute, die dieses Wort am meisten einem anderen vorwerfen, verstoßen leider am meisten dagegen. Schaue in Dein Privatleben, wir oft hat Dir Deine Frau schon was vorgeworfen und sie selbst tut es im gleichen Atemzug;-) so ist der Mensch leider gestrickt, Emotional. Jedoch sind emotionale Entscheidungen leider falsch.

    Wenn diese Regierung angeblich gegen Gesetze verstoßen, sollte man mal überlegen, ob die Gesetze so gewollt sind. Es gibt auch viele irrsinnige Gesetze und es ist richtig, wenn man sich diesen widersetzt, wenn sie falsch sind. Wenn wir Freiheit haben wollen, dann müssen wir alle Gesetze abschaffen, nur ob das wirkliche Freiheit schafft, wage ich zu bezweifeln. Es geht nicht um "es geht in erste linie nicht um geld...oder kosten..es geht um rechtstaatlichkeit...um das gesetz...um das erhalt von der demokratie...von freiheit...von anstand und von der wahrheit..." sondern um eine Entscheidung zu fällen müssen Argumente ausgetauscht werden und diese sachlich durchleutet werden nicht Emotional! Wie auch immer die Entscheidung, die sachlich gefällt ist aussieht, auch wenn sie am Ende gegen ein anderes Gesetz verstößt, dann muss man sich eingestehen, dass das andere Gesetz wohl so nicht gewollt ist und es gleich mit überdenken.

  • 1.02. 11:07

    sean

    @ist schon erstaunlich

    es geht in erste linie nicht um geld...oder kosten..es geht um rechtstaatlichkeit...um das gesetz...um das erhalt von der demokratie...von freiheit...von anstand und von der wahrheit...

    alles wird mit diesen ESM ignorriert und ausser kraft gesetzt..

    wenn eine regierung...genau DIE die am ehrsten sich an gesetze halten soll...anfangen gesetze zu ignorrieren und der verfassung zu umgehen...haben wir als bürger wirklich eine sehr grossen problem...

  • 31.01. 0:13

    ist schon erstaunlich

    Es ist schon erstaunlich welchen Blödsinn ich hier gerade als Aufforderung von Ihnen per Email erhalten habe. Es ist auch erstaunlich wieviele Politiker mitreden wollen in wirtschaftlichen Angelegenheiten, wovon sie keine Ahnung haben. Merkel macht Ihren Job ganz gut. Die einfache Behauptung der ESM kostet uns Milliarden ist wild aus der Luft gegriffen. Keiner sieht die Milliarden, die Deutschland an der EU verdient hat, z.B. über den Verkauf von Autos. Stellen wir doch mal fest ein schwacher Euro hilft uns zu exportieren, wir wären bei weitem wirtschaftlich nicht dort, wo wir jetzt sind, wenn wir noch die DM hätten.

    Leider, finde ich, hat man zu früh Griechenland aus der Verantwortung gezogen und beschließt nun einen Schuldenerlass. Ich bin hier eher für keinen Schuldenerlass, dafür günstige Zinsen und eine Mindesttilgung von einem Prozent und natürlich keine Neuverschuldung.

    Leider sind hier viele Politiker nur auf Stimmenfang, es geht Ihnen nicht wirklich um unser wohl. Anstatt zu schreiben dem ESM darf nicht zugestimmt werden, hätte ich doch gerne mal wirkliche Lösungsvorschläge!

    Zu Guter Letzt, was ist schon Geld? Uns geht es doch gut, ob wir nun noch eine Stange mehr Geld drucken oder nicht, wenn es das Problem löst oder zumindest lindert. Der Euro wird bleiben! Mit was wollen wir sonst einkaufen gehen, etwa mit Goldbarren, Eiern, Äpfeln ... ? Die Guten alten Zeiten, als man für Geld noch Gute Zinsen bekommen hat, sind nun vorbei. Sie werden wohl so schnell nicht wieder kommen. Zuviele haben Ihr Geld gehortet, gebt es wieder aus, dann ist uns allen geholfen.

  • 30.01. 11:38

    Jürgen Cebulla

    Mich erschüttert die Blauäugigkeit, mit der hier supranationale Regeln aufgestellt werden sollen, die ausschließlich denjenigen helfen, die ihre nationalen Hausaufgaben nicht schaffen (wollen). Ein echtes Warnsignal müßte allen europa-freundlichen Politikern sein, wie in Italien blindwütig auf die Deutschen eingehauen wird. Der zweimalige italienische Ministerpräsident Prodi tut sich dabei besonders hervor. Daß die Berlusconi-Presse noch schlimmer agiert, ist klar. Beide haben, als sie im Amt waren, total versagt. Im Endeffekt beschädigt der Umgang mit der Euro-Krise das Fundament des Europagedankens. Es ist hirnrissig, Marktzwang durch Politiker-handeln ersetzen zu wollen. Die schaffen's nie, weil es nie um deren eigenes Geld geht und weil sie den persönlichen Machterhalt oder nationale Interessen bevorzugen. Und zudem selten über den wirtschaftlichen Durchblick verfügen.

  • 29.01. 13:48

    Sepp

    Es ist einfach "fremdes" Geld auszugeben, wenn man nur eine oder zwei Legislaturperioden VERANTWORTLICH ist.
    Nur , dass es hier um noch größere, langfristige Verschuldung - im Falle Griechenlands ohne Wirkung - geht, das scheint niemand wahrnehmen zu wollen. Ich kriege das Kotzen, wenn ich höre, für Bildung, für Renten für Sozialen fehlt in D das Geld - für insolvente EU-Mitglieder nicht.
    Diese Bundeskanzlerin schmeisst mit dem Geld der Steuerzahler nur so um sich und das Parlament - unsere Vertretung der Bürger sitzt und tut nichts .... eine demokratische Schande.

  • 28.01. 2:59

    Claus

    Im Zusammenhang mit dem ESM Vertrag hatte ich schon im Dez.11 eine Anfrage an den MdB Tomae FDP nach dessen Antwort die nicht überzeugte wies ich ihn auf die einzelnen Artikel des ESM Vertrages hin und konfrontierte dies mit seinen Aussagen. Bedauerlicherweise warte ich bis heute auf eine Antwort. Der ESM Vertrag hebelt in seiner Anlage nicht nur die Demokratie aus, sondern er entzieht dem Bürger auch das erarbeitete Volksvermögen.
    Die Auswirkungen wären ähnlich wie in Griechenland eine breite Verarmung der Bevölkerung und das zurückfahren der Aufgaben des Gemeinwesens. Weiteres eine Negierung von Lohn, Renten und soz. Aufgaben.
    Dies alles ist in den Artikeln des ESM; Vertrages angelegt. Die Machtfülle ohne Konsequenzen des Gouverneursrates seiner Direktoren und Mitarbeiter, welche nicht vom Souverän, dem Volk, gewählt sind ist als Diktatorisch zu bezeichnen.
    Insofern ist es nicht nachvollziehbar, dass die Kanzlerin sowie ihre Minister und Abgeordneten diesen Vertrag wider besseres Wissen ratifizieren wollen.

  • 27.01. 23:04

    AnnaDomini

    Es ist eine Schande und ich schäme mich, einst CDU-Wähler gewesen zu sein, einst eine Zweitstimme der FDP - damit ist Schluss. Welche Zwangssparmaßnahmen für welche Preis und vor allem mit welchem Erfolg hier einem Volk aufgebürdet wird, welches nie gefragt wurde. Und auch die anderen Völker sind alles andere als Gewinner dieses Wahnsinnsspiels. Griechenland blutet aus, andere folgen im Galopp. WOFÜR dies alles? Der angebliche "Traum" eines €-geeinten Europas (wer träumte denn davon) - als hätte es Europa vorher dem Euro nicht gegeben, entwickelt sich zu einem Alptraum. Nun also zu allem Überdruss auch noch der ESM - ein Hohn gegen jedwede Demokratie eines jeden Volkes. Dies ist Diktatur in Reinform - um zu retten, was nicht zu retten ist, werden ganze Völker ausgelutscht. PFUI! Welch Elend verzapfen die Machthaber!

  • 26.01. 23:17

    wolfgang dittrich

    Euroland nicht um jeden Preis. Wer nicht will oder nicht kann oder die anderen betrügt, soll draußen bleiben oder ausgeschlossen werden. Ein Austritt/Ausschluß wäre ein Warnschuß für die übrigen Lahmenden und wirksamer als immer wieder eine warme Dusche unseres Geldes, das wir fleißig und diszipliniert erarbeitet und brav an den Staat abgeführt haben.- Wir müssen vielleicht auch lernen: wofür sich anstrengen, wenn es auch anders geht im egalisierten Europa. Und: für das Wohl der Banken ist der Bürger nicht zuständig. Wenn sie ihren Aufgaben wirtschaft-lich nicht gewachsen sind, verstaatlichen.

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