25.01.2012

Vorsicht beim Immobilienkauf ohne Eigenkapital:

Banken und Staaten lassen sich selten austricksen

Vorsicht beim Immobilienkauf ohne Eigenkapital:

 Wer sich durch fremdfinanzierte Immobilienkäufe auf einen Zusammenbruch der EU-Einheitswährung vorbereiten will, der sollte diesen Schritt überdenken. Auf den ersten Blick scheint es einleuchtend, sich in Zeiten der Inflation über Kredite Häuser oder Wohnungen zu kaufen. Durch die erwartete Geldentwertung scheinen mit Hypotheken Gewinne zu machen sein.

Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: man kann die Rechnung nicht ohne den Wirt machen. Es kam in Krisen-Zeiten immer wieder vor, dass Staaten und Banken sich auf Kosten der Bürger entschuldeten.  So versuchten viele deutsche Anleger, ihr Vermögen während der turbulenten 1920er Jahre durch Immobilen-Käufe zu schützen. Der Staat reagierte mit einer „Hauszinssteuer“, mit der er zwischen 1924 und 1942 einen Teil der durch Währungsreformen und Hyperinflation entstandenen Vermögensgewinne abschöpfte.

Als man die  D-Mark 1948 einführte,  betrug das Tauschverhältnis von Reichsmark zu D-Mark 10: 1. Hypotheken hingegen wurden zwangsweise 1: 1 umgestellt. Sie behielten ihren nominalen Wert. Den Altgläubigern kamen hierbei zehn Prozent des generierten Mehrwertes zu und die restlichen 90 Prozent flossen an das Finanzamt. Wer aber eine Hypothek auf ein Haus abgeschlossen hatte, für den verzehnfachte sich die Verbindlichkeit, wobei neun Zehntel hiervon dem Fiskus zugute kamen. Ein sehr gutes Geschäft für den neugegründeten westdeutschen Staat, aber ein schlechtes Geschäft für die Anleger.

Wie die meisten Staaten, hat auch der deutsche Staat eine lange Tradition Vermögens-Gewinne, die durch Inflation oder Währungsumstellungen entstanden sind, über willkürliche Sondersteuern abzuschöpfen. Jeder der glaubt, im Zuge der Währungskrise durch fremdfinanzierte Immobilien-Käufe ein sicheres Geschäft machen zu können, sollte sich dies vor Augen halten. Schulden können sich auch in Inflationszeiten als Fußfesseln erweisen.

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(Bildquelle: pixelio/chokolate01)

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Kommentare

  • 26.01. 17:09

    Hans

    Für mich war, ist und bleibt Deutschistan ein Unrechtsstaat.

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