17.01.2012
Die Horror-Meldungen für die EU-Lobbyisten häufen sich. Erstmals kann sich der Vorstand eines Dax-Konzerns Deutschland ohne Euro vorstellen und sieht darin sogar noch Vorteile. In ihrer Not wollen die verängstigten EU-Zentralisten nun ein Feinbild schaffen. CDU-Europaabgeordneter Elmar Brok sieht die EU im Krieg mit den USA und fordert die Schaffung einer Art EU-Propagandaministerium.
Es war ein Doppelschlag für die EU-Lobby am Wochenende: Standard & Poor’s nimmt Frankreich und Österreich das Top-Rating weg und dann kann sich Linde-Chef Wolfgang Reitzle einen Ausstieg Deutschlands aus dem Euro vorstellen und sieht darin sogar Vorteile. Erstmals kratzt damit ein Vertreter der Wirschaftselite am Euro-Tabu. Kein Wunder, dass da bei einigen langjährigen EU-Lobbyisten wie dem CDU-Abgeordneten im Europaparlament, Elmar Brok, die Sicherungen durchbrennen. Als neubekehrter Verschwörungstheoretiker sieht er die EU mit den USA im Krieg und fordert die Bildung einer EU-Nachrichtenagentur, die endlich die „Wahrheit“ verkünden soll gegen die angeblich allgegenwärtige anti-europäische Meinungsmache der USA. Das ist nichts anderes als eine Art EU-Propagandaministerium zur Verkündung der „richtigen“ Meinung.
Als neubekehrter Verschwörungstheoretiker sieht Elmar Brok die EU mit den USA im Krieg und fordert die Bildung einer EU-Nachrichtenagentur, die endlich die „Wahrheit“ verkünden soll gegen die angeblich allgegenwärtige anti-europäische Meinungsmache der USA. Das ist nichts anderes als eine Art EU-Propagandaministerium zur Verkündung der „richtigen“ Meinung.
Die EU-Zentralisten merken natürlich, dass ihnen die Felle davon schwimmen. Sie schaffen es nicht, die Krise zu meistern. Jetzt bauen sie systematisch einen auswärtigen Feind auf, um von den eigenen Fehlern abzulenken. Niemand hat die europäischen Regierungen gezwungen, sich die Zustimmung der Bevölkerung zu erkaufen. Niemand hat sie genötigt, alle möglichen Länder in den Euro aufzunehmen, niemand hat sie aufgefordert hunderte Milliarden für die Rettung ihres Euro zu verbrennen. Schon gar nicht die USA. Es waren die Phantasien der Brüsseler Weltmachttheoretiker, die mit Hilfe einer Euro-Währung den Dollar als Leitwährung der Welt ablösen wollten. Jetzt droht ihr größenwahnsinniges Projekt zu scheitern, aufgrund der eigenen Fehler und Versäumnisse. Das vor der eigenen Wahl-Bevölkerung einzugestehen, wäre nicht nur peinlich, sondern könnte womöglich sogar den Verlust der Macht bedeuten.
Wie immer in der Geschichte wird jetzt ein Feind gesucht, gegen den man mobilisieren kann und dem man den eigenen Misserfolg in die Schuhe schiebt. Es sind jetzt angeblich die USA, deren Banken, Finanzindustrie und Rating-Agenturen, die Europa am Zeug flicken. Es wird der Eindruck erweckt, in Europa würde gar nie spekuliert und gierig sei hier auch niemand. Nur hehre Absichten weit und breit. Und in diese heile Welt, bricht nun die anglo-amerikanische Finanzindustrie ein. Untermauert wird das konkret nie, Roß und Reiter werden nie genannt. Es bleibt beim verschwörungstheoretischen Geraune.
In diesen anti-amerikanischen Verschwörerchor reiht sich nun auch Elmar Brok ein. Ein Treppenwitz, handelt es sich bei diesem CDU-Europapolitiker doch um einen Mann, der seit Jahrzehnten im Hintergrund die Fäden zieht, wenn es darum geht, der EU immer mehr Macht zuzuschanzen. Und genau dieser EU-Funktionär wettert nun gegen die anglo-amerikanischen Hintergrundverschwörer. Es ist kaum mehr zu fassen, für wie dumm diese Leute die Menschen in Europa halten. Den Vogel schießt Brok ab, mit seiner Forderung der angeblichen Allmacht der US-Meinungsmache etwas entgegenzusetzen in Form einer Wirtschaftsnachrichtenagentur, die von der EU geformt werden soll. Diese Agentur soll dann „pro-europäische“ Meldungen verbreiten, die „richtige“ Botschaft gegen die „falsche“ Botschaft der USA. Was soll diese Agentur denn anderes sein als eine Art EU-Propagandaministerium.
Ein nicht nur hanebüchener, sondern geradezu gefährlicher Vorschlag. Man muss sich fragen, zu welchen denkerischen Skrupellosigkeiten diese verängstigten EU-Lobbyisten noch fähig sind. Sie richten unglaublichen Schaden an, suchen dann einen Feind und wollen alles schön mit Propagandabotschaften zudecken. Unglaublich, wie die europäische Politik mittlerweile heruntergekommen ist, in welchen Abgrund wir schauen.
Es wird höchste Zeit, diesen Überbietungswettbewerb an Beschönigung und Täuschung zu beenden und sich auf die Fakten zu besinnen. Klar ist, dass die USA unsere Fehler ausnutzen. Das ist ihr gutes Recht. Wenn die USA die Chancen nutzen, die ihnen die Geschichte bietet, dann ist das legitim. Wir Europäer verschlafen unsere Möglichkeiten und belassen unfähige Politiker an der Macht. Das ist allein unsere Schuld. Nur wir können und müssen das ändern. Der einzige Feind, den wir haben ist unsere Feigheit.
Ein Kommentar von Dr. Christian Weilmeier
(Bildquelle: pixelio,Berlin pics/wikipedia)
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Kommentare
22.01. 18:39
Jürgen Hoffmann
Victor 17.01. 12:52
mit seinem Kommentar bringt es auf den Punkt. Man muss schon blind sein nicht zu bemerken, dass unsere politische Klasse nur eine Muppet Show ist!
Schattenregierung in den USA ??
Was machte unser ex- Verteidigungsminister dort?
18.01. 10:09
Ralph Waldo Emmerson
Absolut recht gebe ich M.H. und Victor. Wieso erfahren wir vom obigen Artikel nicht, dass es eine Schattenregierung gibt, welche in Amerika
ihren Sitz hat und die alles bestimmt was in der Welt geschieht?
Empfehlen kann ich die Seite lars schall.com
18.01. 8:42
C.S
Wir sollten uns als erstes fragen wer bei den Politdarstellern die Regie führt!?
Die Antwort sollte mittlerweile jedem denkenden Bürger bekannt sein,leider ist dies keineswegs so.Die allgemeine Volksverdummung nimmt täglich ihren Lauf,alle machen mit,dank den Medien!
Das Volk muss wieder lernen selbstverantwortlich zu handeln und eigenständig zu denken!
17.01. 21:08
R.K.
Wieder einmal Gift und Galle für politische
Unkorrektheit. Ein konstruktiver Ansatz wird auf diesem Wege sicherlich und wiedereinmal nicht zu finden sein. Man sollte dennoch bedenken, dass die Dollar-OPEC Bindung ins Wanken geraten ist (Russland, China). Unsachlich wird das Problem nicht zu lösen sein. Und Aggression lauert wohl hinter jedem Busch ...
R.K.
17.01. 15:40
M.H.
Um ehrlich zu sein, ist mir der Artikel zu pro-amerikanisch und verschleiert die Fakten.
Die Amerikaner und ihr System in Watte zu packen "Es sind jetzt angeblich die USA, deren Banken, Finanzindustrie und Rating-Agenturen, die Europa am Zeug flicken." ist aus meiner Sicht Unfug und hat mit der Realität nichts zu tun.
Natürlich haben die Amerikaner das ganze initiiert!
Angefangen hat das Dilemma doch mit dem Federal Reserve Act von 1913 durch den damaligen Präsident Wilson, als die Währung bzw. Geldschöpfung quasi in die Hände der Banken gelegt wurde - ohne staatliche Kontrolle.
Kennedy war in der Geschichte seither der einzige, der die "United Stats Note" wieder einführte und somit der "FED" die Macht über das Geld entzog.
Wie tragisch, dass er durch einen "unbekannten" Irren erschossen wurde.
Naja, die erste Amtshandlung von Johnson war ja, das ganz schnell wieder zu ändern - ein Schelm, der da böses denkt.
Die hiesigen Regierungen ab Schröder haben mit der Legitimation der Hedgefonds & Co. dann nur noch das Tor richtig aufgestoßen.
17.01. 12:52
Victor
Natürlich führen die USA einen Währungskrieg gegen den Euro.
Eine starke Währung, die den Dollar als internationale Währung ablösen könnte, ist für die USA eine existenzielle Bedrohung.
Mann muss schon blind sein um es nicht zu sehen.
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