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16.01.2012
Auch Kolbe (CDU) erinnert die heutige Politik an die DDR
Kritik an Ratingagenturen wie Bekämpfung des West-TV`s durch die DDR
Für den Bundestagsabgeordneten und ehemaligen sächsischen Justizminister Manfred Kolbe (CDU) erinnert die heutige Kritik der Politik an den Ratingagenturen an die Bekämpfung des Westfernsehens durch die DDR: „Alles was nicht in die amtliche Euro-Schönfärberei passt, wird unter fadenscheinigen Gründen niedergemacht, so wie die DDR durch Störsender den Empfang des Westfernsehens zu verhindern suchte.
Im Augenblick muss man den Ratingagenturen für ihre Herabstufung dankbar sein, da sie Europa aus dem Euro-Winterschlaf geweckt und erneut die Dramatik der Euro-Krise aufgezeigt haben. Die Politik muss hier endlich aus der Rettungsschirm-Sackgasse heraus und den Tatsachen ins Auge sehen, dass heißt erkennen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der 17 Euro-Länder immer unterschiedlich sein wird und deshalb die Zusammensetzung der Euro-Gruppe auf die Tagesordnung muss.
Wie bei der DDR, so gilt auch für den Euro Gorbatschows geflügeltes Wort:„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
Der Euro-Realist stimmte im Bundestag bereits gegen die Einführung des Euro, sämtliche "Rettungspakete" und hat gegenüber Abgeordneten-Check.de bereits sein "NEIN" zum ESM angekündigt.
(Bildquelle: Deutscher Bundestag/abgeordneten-check.de)
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Kommentare
20.01. 18:19
urvertrauen
Nun, soviel hat sich nicht geändert: Der Volksempfänger wurde durch ARD und ZDF ersetzt. Die Hitlerjugend durch Kitas und New Age Schule. Die Wehrmacht durch die Bundeswehr. Und die Monarchen und Diktatoren durch Politiker. Das Feindbild der Juden durch das der Terroristen und Muslime. Staatspitzel durch Zensus 2011 usw.
17.01. 13:18
Martin Reichert
Sehr geehrter Herr Kolbe,
Sie sind einer der wenigen Politiker, die Angesichts des EURO-Schuldendesasters den Überblick bewahrt haben. Wir müssen die Warnzeichen der Märkte beachten und nicht wie die Lemminge in den Abgrund rennen.
Die chinesische Rating-Agentur Dagong sieht viele europäische Staaaten noch wesentlich kritischer als die US-amerikanischen Agenturen das tun - und liegen damit meiner Meinung noch näher an der bitteren Wahrheit.
Deutschland auch nur noch AA+, Grossbritannien nur A+ wie die USA selbst.
Ich beobachte Ihren Mut mit Hochachtung
Martin Reichert
16.01. 22:44
ulf stange
Werden die Ratingagenturen niedergemacht? Ist jedes in Frage stellen bzw hinterfragen bereits ein niedermachen? Der Vergleich zum Westfernsehen in der DDR ist völlig unpassend. Damals war Westfernsehen verboten, heute kann sich jeder die Urteile der Ratingagenuren ansehen. Die Kritik an ihnen ist: 1. Es gibt keine Transparenz. Es gibt ein Urteil, dessen Entstehen völlig unklar, nicht nach vollziebar, ist. Damit ist die Möglichkeit politisch gewollter Abstufungen auf jeden Fall gegeben. 2. Ratingagenturen sind lächerlich. Sie stufen rauf und runter, aber vor einer tatsächlichen eingetretenen Krise haben sie bisher nicht gewarnt, siehe Asien Krise oder Argentinien.
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