22.12.2011

Widerspruch aus Strassbourg

Steht die Fiskalunion vor dem Scheitern?

Widerspruch aus Strassbourg

Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy vorgesehene Fiskal-Pakt könnte bald Geschichte sein. Zumindest scheint die Skepsis nun endlich auch bis Brüssel vorgedrungen zu sein. Abgeordnete des EU-Parlaments bezweifeln, dass die Maßnahme Merkozys die wahre Lösung für die Euro-Schuldenkrise ist. Die Durchfürhbarkeit, der Sinn und die Notwendigkeit sorgten zunehmend für Streit.

Bereits das erste Meeting scheiterte, die Gespräche kamen nicht über den Artikel 1 hinaus. Der Widerstand der Aggeordneten ist parteiübergreifend.

„Das meiste, wenn nicht sogar alles, hätte auch über ein abgeleitetes Recht gemacht werden können“, sagteder italienische EU-Abgeordnete Roberto Gualtieri zum Entwurf. Dieser sei keine Antwort auf die Euro-Krise: „Sie wollen diese Übereinkunft nur aus politischen und symbolischen Gründen“, sagte auch der belgische EU-Abgeordnete Guy Verhofstadt.

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(Bildquelle: pixelio/Gerd Altmann)

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Kommentare

  • 25.12. 9:04

    Leopold

    Sicher haben an einer Fiskalunion nur wenige EU-Staaten Interesse. Bei den meisten Staaten liegt der Fokus doch nur auf billigem Geld. Das die EU-Führung bisher immer bereitwillig beschafft und verteilt hat. Inzwischen sollen an das Geld Bedingungen geknüpft werden, und das ist für viele Geldnehmer nun mal nicht im Sinn ihres EU-Beitritts.

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