30.11.2011

Studien kritisieren "Klüngel"-Wirtschaft der EZB

Nationales Eigeninteresse geht über EU-Gemeinschaftsinteresse

Studien kritisieren "Klüngel"-Wirtschaft der EZB

Den Entscheidungsträgern der  Europäischen Zentralbank (EZB) sind nationale Interessen wichtiger als das Wohlergehen des Euroraums. Zu diesem Ergebnis kommen zwei neue Studien, die untersuchen, wie die die Besetzung der EZB-Führung deren Entscheidungen in der Zinspolitik beeinflusst. 

Im Gegensatz zur amerikanischen Federal Reserve (Fed), die Protokolle ihrer Besprechungen herausgibt, hält die EZB-Führungsriege ihre Treffen geheim. Offiziell dient dies der Unabhängigkeit der EZB-Vertreter. Die Studien zeigen hingegen, dass die Entscheidungsträger der EZB abgeschirmt von der Öffentlichkeit stärker ihren nationalen Eigeninteressen nachgehen. EZB-Repräsentanten rekrutieren  Personal aus ihren Heimatländern und bilden in der Zentralbank nationale Netzwerke.

Welche Länder profitierten und welchen das Ungleichgewicht schadete, wollen die Verfasser der erstgenannten Studie lieber für sich behalten. Über die Gründe schweigen die beiden  Ökonomie- Professoren Volker Nitsch (TU Darmstadt) und Harald Badinger (Wirtschaftsuniversität Wien).

Derzeit sitzen mit dem neuen EZB-Chef Mario Draghi, Lorenzo Bini und Ignazio Visco insgesamt drei Italiener im 23köpfigen Führungs-Gremium  der EZB.

Lesen sie mehr auf irishtimes.com und handelsblatt.com 

 

(Bildquelle: wikipedia)

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