24.11.2011

Freistaat Bayern leistet Widerstand gegen EU-Zentralismus

Seehofer: Projekt der "Vereinigten Staaten von Europa" falsch

Freistaat Bayern leistet Widerstand gegen EU-Zentralismus

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer wehrt sich gegen eine stärkere, gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik in der Europäischen Union. Man könne, wenn überhaupt, nur über ein Klagerecht gegen unsolide Haushalte beim Europäischen Gerichtshof und einen Stabilitätskommissar reden, sagte Seehofer der "WirtschaftsWoche". Das Projekt eines "Vereinigten Staaten von Europa" nannte der CSU-Chef "unrealistisch" und widersprach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Motto "Scheitert der Euro, scheitert Europa".

Dazu sagte Seehofer: "Diese Aussage halte ich für falsch.".

Großbritannien zum Beispiel ist nicht Mitglied der Eurozone, aber trotzdem ein sehr lebendiges Mitglied Europas." Auch Griechenlands Austritt würde den Euro nicht scheitern lassen: "Mir kann niemand erzählen, dass der Euro oder gar die Europäische Union nicht mehr weiterbestehen würden, wenn sich ein Land wie Griechenland für den Austritt entscheiden würde."

Mehr unter: wiwo.de

 

(Bildquelle: wikipedia)

 

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Kommentare

  • 24.11. 17:59

    Dr. Schmidt

    Warum kommen unsere großartige Kanzlerin und ihr noch großartigerer Finanzminister nicht zu der Erkenntnis, daß eine Regierung für ein vereinigtes Europa bei der Heterogenität der europäischen Staaten im Finanzbereich und der Mentalität ihrer Bevölkerung einfach nicht funktionieren kann, sondern allenfalls De Gaulles Vision eines Europa der Vaterländer?
    Huldigen die beiden einer Wahnvorstellung oder sind sie schlicht zu gehemmt, den Europa-Granden aus den Pleitestaaten, die in Brüssel und in der EZB das Sagen haben, zu erklären, daß die deutsche Bevölkerung die Eurokratie in Brüssel und die Schuldenübernahme für europäische Pleitestaaten ablehnt?
    Herr Seehofer tut Recht daran, den beiden klar zu machen, daß eine gemeinsame Europaregierung nicht funktionieren kann und daß sie beide nicht deutsche Interessen vertreten, wozu sie aber einen Amtseid geleistet haben.
    Übrigens: Leopolds Kommentar kann ich nur beipflichten.

  • 24.11. 16:02

    Thomas

    @Leopold

    ...von daher wäre es ja nicht schlecht, wenn der Laden auseinanderfliegt...

  • 24.11. 10:31

    Leopold

    Der Weiterbestand der EU bei Austritt Griechenlands? Sehr fraglich. Denn ein Austritt hieße, die EU stellt die unbegrenzten Zahlungszusagen und Schuldenübernahmen ein! Und dann haben die wenigsten Staaten noch ein Interesse an einer EU. Viele Staaten wurden nur mit dem Versprechen billigen Geldes und umfangreicher Fördermittel in die EU gelockt!

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