22.11.2011
Der Historiker und Bestseller-Autor Arnulf Baring wirbt offensiv für Hans-Olaf Henkels Nord-Euro. Baring überraschte in seinem Vortrag vor dem „Forum Freiheit 2011“ der Hayek-Gesellschaft mit seinem Bericht, er habe sich mit Henkel bereits vor einigen Jahren auf einem Langstreckenflug über die mögliche Einführung eines Nord-Euros unterhalten. Leider sind laut Baring viele Prognosen zur EU-Einheitswährung seines 1996 erschienen Buches „Scheitert Deutschland“ jetzt eingetroffen.
Unter dem Nord-Euro versteht Baring, genau wie Henkel, einen gemeinsamen Währungsraum für Länder mit ähnlichen Wirtschaftsordnungen. Konkret denken beide zunächst an die Euro-Länder: Deutschland, Finnland, Österreich und Holland. Diese Nationen könnten einen niedrigen Leitzins haben, während die südeuropäischen einen hohen Zins brauchen, um ihre Staatsausgaben im Zaum zu halten. Bisher sind Henkel und Baring in Deutschland die prominentesten Befürworter dieses Vorschlages.
Um die EU-Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, empfiehlt Baring der Bundesregierung mit dem Austritt aus der Euro-Zone zu drohen. Deutschland solle zunächst seine eigenen Probleme lösen, bevor es sich mit anderen Länder wie Griechenland befasse. Derzeit lägen Welten zwischen der öffentlichen Meinung in Deutschland und dem, was die Politiker denken. Die politische Klasse würde die Euro-„Rettung fast einhellig befürworten, während 70 Prozent des Volkes sie ablehnen.
(Bildquelle: wikipedia)
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Kommentare
24.11. 17:51
Stefan Bauer
Ich halte das für ein Beispiel des Paradoxons der "gelenkten Demokratie". Die Deutschen wollen keinen Euro, sie wollen ihre D-Mark. Um nun letzteres zu vermeiden, sorgt man reflexartig schon im Vorfeld der Debatte über die Nachfolge des Euros für die Tendenz hin zu einer weiteren identitätsvernichtenden Gemeinschaftwährung.
Baring und Henkel sind INSM-Multiplikatoren und schon alleine deshalb komplett unglaubwürdig. Ihr Nord-Euro steht genau in diesem manipulativen Kontext.
So braucht es nicht weiter verwundern, daß nur ein Vorschlag ausbleibt: Weder Baring noch Henkel treten für einen Volksentscheid ein, dessen Ergebnis - insofern das Ganze nicht von diesen Herrschaften durch Manipulation verfälscht wird - ohne Zweifel auf die D-Mark hinauslaufen würde.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Bauer
23.11. 18:42
Mathias Ricking
Der vorgeschlagene Kompromiss ist eine Möglichkeit. Wichtig ist, dass Deutschland die dringenden eigenen Probleme in den Griff bekommt - sich die Politik endlich den Wählern und nicht den Lobbyisten verpflichtet fühlt, wie es die "Herren" Fischer, Schröder und Konsorten vorleben.
Die Ideen von Tim Jackson und anderen Vordenkern sollten umgesetzt werden.
Viel Erfolg,
mit freundlichen Grüßen
M. Ricking
22.11. 13:48
Rehwald
Geld muss gesetzlich zum Kaufkraft oder Preisindex stabilen umlaufgesicherten Tauschmittel erklärt und jede andere Verwendung durch Erheben einer Umlaufgebühr unterbunden werden. Kaufkraft stabil bedeutet: Heute sowie in naher und ferner Zukunft kann mit der gleichen Geldmenge die gleiche Wrenmenge gekuaft werden. Es nmuss endgültig vorbei sein mit der Jahrtausende praktizierten Währungsofuscherei. Mit einem Nord und einem Südeuro wird das aber niemals erreicht.
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