17.11.2011

Bulgarien: Interesse an Beitritt zu Euro-Zone schwindet rapide

Reiche Euro-Staaten sollen EU-Pleitestaaten alleine retten

Bulgarien: Interesse an Beitritt zu Euro-Zone schwindet rapide

Bulgarischen Presseberichten zufolge wächst die Euro-Ablehnung in Sofia im Zuge der EU-Schuldenunion. Marode nach französischem Modell gelenkte Wirtschaften mitzufinanzieren, ist für viele Bulgaren unvorstellbar. Diskutiert wird dagegen eine neue Währungszone „stärker liberalisierter Marktwirtschaften mit disziplinierten Haushalten“ unter Führung Großbritanniens.

Wörtlich führt der renommierte Poilitologe und einflußreiche Politberater Ewgenij Dajnow in der meistgelesenen Zeitung Bulgariens „Dnewen Trud“ aus:

"Es wäre gar nicht so schlecht, wenn Merkozy uns außen vor lässt aus ihrem 'Kern' der Eurozone. Das heißt, der 'Kern' wird die Schulden Griechenlands und Italiens abzahlen und französische Banken retten. Wir hingegen bleiben im Kreis der stärker liberalisierten Marktwirtschaften mit diszipliniertem Haushalt. Die führende Kraft in unserem Klub wird Großbritannien sein, was man Merkozy gegenüber sicherlich bevorzugen sollte. Jedenfalls kommen die Briten nicht auf die Idee, uns höhere Steuern aufzudrücken oder das französische Modell einer gelenkten Wirtschaft. Britische Zeitungen rufen bereits den Premier Cameron dazu auf, die Führung über die zehn Verbannten aus der Eurozone zu übernehmen. Nach der britischen Politik zu urteilen, wird er es früher oder später auch tun."

Unterdessen beleuchtet auch die britische Wochenzeitschrift „The Economist“ die Einflußnahme des ökonomisch schwächelnden Frankreichs auf die Euro-Zone sehr kritisch. Zugleich wird die deutsch-französische Allianz wegen der unterschiedlichen ökonomischen Interessenslage als fragil und gefährdet bewertet.

Weitere Infos erhalten Sie unter: eurotopics.net und economist.com

 

 

(Bildquelle: wikipedia)

 

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