3.11.2011
Mit Verwunderung und Empörung nahmen zahlreiche Bürger die Antwort des FDP-Politikers Jörg van Essens auf Abgeordneten-Check.de zur Kenntnis. "Entgegen der häufig verwendeten Wortwahl geht es derzeit nicht um eine Krise des Euro", behauptet der Volljurist.
Die Mitmacher bei Abgeordneten-Check.de reagierten darauf mit Unverständnis und sehen in der langatmigen Antwort van Essens eine typische unverbindliche Aussage im inhaltsleeren "Politiker-Sprech". "Und was sagen die vielen Worte letztendlich? Wir geben Griechenland etwas; aber die sollen auch etwas tun. Wie schön!" und "Balaba" waren weitergeleitete Reaktionen.
Der FDP-Rechtspolitiker Jörg van Essen ist ein Gegner des FDP-Mitgliederentscheids Frank Schäfflers.
Lesen Sie hier die vollständige Antwort: abgeordneten-check.de
(Bildquelle: Deutscher Bundestag)
5.11. 18:01
Herr van Essen,
wenn ich Ihr Politiker-Geschwurbsel lese, befällt mich der Eindruck, Sie wollten mich besoffen quatschen, damit ich nichts mehr raffe!
Kurze Rede, langer Sinn - meine Meinung dazu:
Sie alle im Bundestag haben die EU-Verträge gebrochen und in größter Eintracht die Schuld für die gescheiterte EURO-Zone irgendwem zugeschoben, nur weil in Griechenland usw. zutage getreten ist, woran alle EU-Länder leiden: an mangelhafter Haushaltsdisziplin.
Sie verzapfen nach meiner Meinung einen beispiellosen Schmarrn auf Bundes- und auf EU-Ebene zusammen mit der Union, die sowieso jeglichen Bezug zur Realität verloren hat und uns geradezu in eine EUdSSR verwandelt.
Lassen Sie Griechenland gehen und nehmen Sie künftig keine Bettler mehr auf, so kann das möglicherweise noch etwas werden und denken Sie daran, wir vergessen nicht mehr bis zur nächsten Wahl.
Der Bundestag hat uns die DM genommen und den EURO verzapft, immer schön aufpassen und die Demokratie am Hindukusch verteidigen, wenn erst die Leute auf die Straße gehen, ist es zu spät!
Sie haben zuallererst die Pflicht deutsche Interessen zu verteidigen uns zwar nicht die der Deutschen Bank, sondern des deutschen Volkes und wenn Sie sich nicht mehr so genau dran erinnern, wer das ist, dann gebe ich Ihnen gern Nachhilfe zum Thema Ludwig Erhard.
Grüße aus dem Allgäu
Thomas Pfaffenbauer
Deutscher Bürger und Ihr Souverän
5.11. 14:14
Sehr geehrter Herr van Essen,
leider konnte ich meine vorhergehende Antwort an Sie nicht komplett hier reinstellen, da sie zu lang war. Ich ergänze deswegen meinen Bericht (s. unten) von gestern:
Die EZB, die die Aufgabe hat, für die Stabilität des Euros zu sorgen, ist eine Bad Bank geworden, denn sie ist immer mehr übergegangen, toxische Staatsanleihen zu kaufen. Nicht nur von Portugal, Griechenland und Irland, sondern jetzt auch noch von Spanien und von Italien. Bald noch die aus Frankreich. Beide Deutschen bei der EZB haben inzwischen das Handtuch geworfen. Damit sind die Hüter der Stabilität in der EZB quasi nicht mehr vorhanden.
Aus dieser Tatsache einschl. der Kakophonie in der EU schließe ich:
Der Euro ist gescheitert!!!
Wie kommen Sie bzw. der Verfasser Ihres Textes zu dem Schluss, dass der Euro sehr stabil ist?
Weiterhin schließe ich, dass wir dringend wieder eine eigene nationale Währung benötigen und die Souveränität über unsere eigene Währung und unsere eigene Wirtschaft wiedererlangen müssen. Dann endet diese gesamte, schwierige Situation auch nicht in einem so großen Chaos. Der Schritt zur neuen DM muss verbunden werden mit der sofortigen Realisierung der institutionellen Trennung zwischen dem Effektengeschäft und dem kommerziellen Kreditgeschäft, das die Kredite an die Realwirtschaft schützt und die Billionen von toxischem Papier einfach abschreibt.
Diese Politik, die die EZB jetzt betreibt, wird kurzfristig zu einer Hyperinflation wie die von 1923 in Deutschland führen, nur dieses Mal nicht in einem Land, sondern in der gesamten transatlantischen Region und von da aus wird sie den Rest der Welt erfassen. Hyperinflation ist die grausamste Form der Enteignung der gering verdienenden Leute! Letztendlich ist bei Hyperinflation ebenfalls eine Währungsreform erforderlich. Warum dann nicht gleich? Das Übel ist kleiner, wenn es nicht verschleppt wird.
4.11. 13:47
Nur eine Frage der Zeit, bis die Bundesregierung die deutschen Sparkonten einfriert
Soso, die Euro Krise gibt es also gar nicht, jedenfalls nicht für manche Politiker.
Und niemand hat die Absicht, den Deutschen ihre Ersoarnisse wegzunehmen?
.
Mit oder ohne Austritt Griechenlands ist die Euro-Rettung gescheitert. Ohne zieht es sich nur länger hin. Wodurch es am Ende nur noch teurer wird.
Und eine Fiskalunion, VSE o.ä. werden dann erst recht scheitern, wie die FAZ richtigerweise schreibt.
Griechenland ist schliesslich nicht der einzige überschuldete Staat. Danach kommen Spanien, Italien, Frankreich - und danach die Casinostaaten USA und UK.
Und mit der Absage Chinas gibt es nach Deutschland keinen Ersatz-"Retter" mehr.
Die deutschen Bürgschaften werden also sämtlich gezogen werden - man wird Geld sehen wollen.
Das bedeutet den deutschen Staatsbankrott.
Sicher setzt die EZB nun die Notenpresse in Gang, wodurch sie hohe Inflation erzeugen wird.
Aber die grössere Gefahr, ganz real, besteht darin, dass der deutsche Staat, eben um seine Pleite zu abzuwenden, dann die Sparguthaben seiner Bürger einfriert:
Denn diese sind schliesslich die Basis für die Bürgschaften der Politiker!
Oder glaubt jemand, die MdB's bürgen mit ihrem eigenen Geld?
4.11. 2:15
Sehr geehrter Herr van Essen,
da die ersten zwei Absätze Ihrer Rückmeldung identisch mit den Rückmeldungen von mehreren Ihrer Kollegen der FDP lauten, gehe ich davon aus, dass Ihre folgenden Worte „Entgegen der häufig verwendeten Wortwahl geht es derzeit nicht um eine Krise des Euro. Der Wert unserer gemeinsamen Währung ist ungeachtet der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise sehr stabil.“ nicht von Ihnen verfasst wurden und von einer zentralen Vorgabe abgeschrieben wurden. Es würde mich deshalb wahrlich interessieren, ob Sie persönlich denn auch glauben, dass wir keine Euro-Krise haben, sondern nur eine Finanzierungskrise in einigen Mitgliedsstaaten, und ob Ihnen von einer Bankenkrise nichts bekannt ist.
Ansonsten ist der restliche Text Ihrer Rückmeldung mit der von einigen weiteren FDP-Mitgliedern inhaltlich fast identisch.
Auf einen Punkt, den Sie ansprechen („was ist die Alternative zu den bisherigen Stabilisierungsmaßnahmen“) möchte ich gerne eingehen. Diese Frage beantworte ich Ihnen, als eine Deutsche, die ca. 25 Jahre lang in südamerikanischen Ländern gelebt hat (am längsten in Argentinien!), die viele Zusammenbrüche, Staatsbankrotte, Währungsreformen und Hyperinflationen erlebt hat und darin viel Erfahrung sammeln konnte, nämlich in wenigen Worten sehr gern:
"Sofortiger Austritt aus der Euro-Zone und Aufkündigung aller EU-Verträge von Maastricht bis Lissabon."
Es ist mir sehr bewusst, dass das hart ist und Konsequenzen hat! Es ist aber mittelfristig das kleinere Übel.
Die EZB, die die Aufgabe hat, für die Stabilität des Euros zu sorgen, ist eine Bad Bank geworden, denn sie ist immer mehr übergegangen, toxische Staatsanleihen zu kaufen. Nicht nur von Portugal, Griechenland und Irland, sondern jetzt auch noch von Spanien und von Italien. Bald noch die aus Frankreich. Beide Deutschen bei der EZB haben inzwischen das Handtuch geworfen. Damit sind die Hüter der Stabilität in der EZB quasi nicht mehr vorhanden.
Aus dieser Tatsache einschl. der Kakophonie
3.11. 14:19
Herr van Essen ist etwas, was auch als "Dampfplauderer" bezeichnet wird. Dem Steuerzahler ist es letztlich egal, wie er um das von ihm erarbeitete Geld gebracht wird. Sei es, daß Versicherungen Fonds neu (und schlechter) bewerten, oder daß Steuergelder direkt in die Schuldnerländer transferiert werden. Weg ist weg, das "wie" spielt hierbei eine eher untergeordnete Rolle. "Toll" finde ich es übrigens auch, daß nunmehr die Gläubiger der Staatsanleihen ebenfalls beteiligt werden sollen. Zu welchem Prozentsatz.
Meine Güte, wer den Schrott gekauft hat, muß gefälligst auch das Risiko dafür tragen, die Gewinne wurden doch auch jahrelang eingestrichen!!!
3.11. 13:08
Ich bin mir nicht klar darüber, aus welchen Berufen/Tätigkeiten die "gewählten Volksvertreter" im BT kommen. Meinem Empfinden nach handelt es sich dabei um viele ehemalige Gewerkschafts- und Parteifunktionäre, um in die Politik geflüchtete Lehrer, um verkrachte Existenzen, wie ehemalige Taxifahrer und Polizistenniederschläger sowie um Juristen, die glauben, in der Politik leichter/einfacher voranzukommen als in ihrem gelernten Beruf.
Berufsangehörige (wie Ingenieure, Wissenschaftler, Unternehmer, Finanzfachleute, Handwerker, ...), die mit ihrer Arbeit zur Vermehrung des BSP beitragen, sind im BT und sonstigen Gremien wohl weniger zu finden.
Aber auch Politiker haben die Verpflichtung, sich um das Wohlergehen des ganzen Volkes und nicht nur um das ihrer Partei zu kümmern.
Und wenn jemand wie Herr van Essen solch dummes Geschwätz losläßt, ist er sogar für die FDP nicht mehr tragbar.
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