31.10.2011

Beatrix von Storch berichtet über:

Hans-Olaf Henkels Euro-Aufklärungstour „Es gibt Alternativen“

Beatrix von Storch berichtet über:

Hans-Olaf Henkel, 71, und kein bißchen müde, reiste über Münster und Hamburg nach Berlin, um vor ausverkauften Rängen dem staunendem Publikum klaren Wein einzuschenken: „Es gibt Alternativen zur Euro-„Rettungs“-Politik und man kann auch etwas tun.“

Das ist das Fazit. Und wie die Alternativen aussehen und was der einzelne dazu beitragen kann, wird er erläutern- in den kommenden knapp 90 Minuten. Der Mann steht da auf der Bühne wie eine deutsche Eiche, ohne Rednerpult, ohne Manuskript („Man sagt Managern nach, sie trennten sich lieber von ihren Frauen, als ihren Manuskripten. Das handhabe ich persönlich genau andersherum.“), ohne Bühnenshow, kein Moderator, 90 Minuten kein Schritt nach links, keinen nach rechts, nichts. Henkel pur. Das kann nur funktionieren, wenn er was zu sagen hat. Er hat.

So klar und fest wie er da vorne steht, so klar und präzise ist sein Vortrag gegliedert „Ich stelle mir fünf Fragen. Fünf  Fragen, die ich dann beantworte. Damit Sie immer wissen, wo ich gerade bin. 1. Warum habe ich meine Meinung zum Euro geändert? 2. Wo führt die Euro-„Rettung“ uns hin? 3. Stimmt es, daß die Euro-„Rettung“ „alternativlos“ ist? 4. Was bedeutet eigentlich Europa? 5. Was können wir tun?“

 

Frage 1: Warum habe ich meine Meinung zum Euro geändert?

Henkel, einer unserer unbestritten profiliertesten deutschen Wirtschaftsexperten,  beginnt seinen Vortrag mit einem Bekenntnis: „ Meine Unterstützung des Euro bei seiner Einführung war der größte professionelle Fehler meiner Karriere.“ Es habe ja diese warnenden Stimmen schon seinerzeit gegeben, warnende Stimmen, die 10 Jahre lang verfolgt und marginalisiert wurden, und es – auch wenn sich jetzt alle Warnungen in harten Fakten bewahrheitet haben – weiter werden. Henkel aber ist nicht zu stolz, um diese unabweisbaren Fakten nunmehr anzuerkennen. Er allerdings habe – was sich eben im Nachhinein als Irrtum herausgestellt hat – auf die Versprechen der Politik und die klaren Vertragsregeln zum Schutze der Währung und der Unabhängigkeit der einzelnen Nationalstaaten vertraut.

Der erste Sündenfall: Die Aufnahme Griechenlands. Dann: 100 Verstöße gegen die 3-%-Neuverschuldungsobergrenze aus dem Maastricht-Vertrag und die 60%-Gesamtverschudungsgrenze. Alles Makulatur- verletzt allen voran auch von Deutschland und Frankreich. Aber die dramatischste Verletzung war die Nichteinhaltung der sog. „no-bail-out-Regelung“, also der vertraglichen Vereinbarung, daß kein Euro-Land für die Schulden eines anderen Euro-Landes einstehen wird. Diese No-bail-out-Regelung sei die „Brandmauer zwischen dem deutschen Steuerzahler und den Sozialpolitikern der Südstaaten“. Die Garantie für das gefahrlose Funktionieren des Euro war für mich immer diese Brandmauer. Nie, nie werden wir für die Schulden der anderen Länder einstehen müssen. Und als diese Brandmauer mit der ersten Griechenlandhilfe im Mai 2010 fiel, da wußte ich: Der Euro war ein Fehler.“ Wer vorher einen Zweifel hatte, nun ist er ausgeräumt. Der Mann hat Recht. Genauso ist es. Diese Brandmauer durfte nicht fallen. Unter keinen denkbaren Umständen. Die Logik ist zwingend: Brandmauern braucht man nur bei Feuer. Brandmauern müssen standhalten, wenn es brennt. Die Brandmauer einzureißen, weil es brennt, ist nichts anderes als irre.

Neben dem Versagen der Politik habe aber auch der Euro selbst einen Konstruktionsfehler, den er, Henkel, so nicht gesehen habe. Bei Tschibo könne man T-shirts kaufen, in Einheitsgröße. One-size-fits-all. Nun sieht der Mann nicht so aus als kaufe er T-shirts, schon gleich gar nicht bei Tschibo. Aber zumindest die Mehrheit im Publikum weiß: die passen nicht. Keinem. Und genauso ist es eben auch mit dem Euro. Da die Nationalbanken den für ihr Land erforderlichen Zins nicht mehr regulieren kann, setzt die Europäische Zentralbank (EZB) einen Zentralzins fest, der nun für die einen zu niedrig ist und für die anderen zu hoch. Der gemittelte Zins paßt auf kein Land, one-size-fits-none.

Das Ergebnis: Für Griechenland und Spanien waren die Zinsen zu niedrig. Griechenland hatte im Zeitpunkt des Euro-Beitritts eine Schuldenlast von ca. 100 Mrd. Euro gehabt, nutzte aber die gesunkenen Zinslasten nicht etwa zur Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit, für Investitionen in Bildung und Forschung z.B., sondern lediglich zur Steigerung der Verschuldung auf 350 Mrd. Euro, die man sich zu den zuvor viel höheren Zinsen niemals hätte leisten können. Ebenso ist die spanische Immobilienblase entstanden, der eine spanische Zentralbank mit einer Anhebung der zu niedrigen Hypothekenzinsen begegnet wäre. Der für Spanien also zu niedrige one-size-fits-none-Zinssatz der EZB ventilierte die Überhitzung des Immobilienmarktes dort. Das Gegenteil bei uns: der one-size-fits-none-Zinssatz war für uns zu hoch, bremste die Wirtschaft, verhinderte notwendige Investitionen, Arbeitsplätze entstanden nicht. Eine ohne Euro erfolgte Zinssenkung der Bundesbank blieb aus.

Gleichzeitig ist der Euro für die Südländer zu stark. Diese hatten sonst immer ihre mangelnde Wettbewerbsfähigkeit durch eine – mit dem Euro nun unmögliche – Abwertung ihrer Landeswährungen ausgleichen können. Und für Deutschland ist der Euro zu weich. Das fördert zwar kurzfristig unsere Exporte, macht aber die ansonsten erforderlichen Innovationen und Entwicklungen für deutsche Exporte überflüssig, mit denen deutsche Exporteure früher der starken DM begegnen mußten. Unsere Produkte waren – wegen der starken DM – zwar relativ teuer, aber über die entsprechend hohe Qualität dann doch wieder konkurrenzfähig. Dieser Druck zur Innovation fehlt mit dem – für Deutschland – zu weichen Euro.

Fazit: Der Euro paßt zu keinem Land. Fehlentwicklungen hier wie dort. Und was machen wir mit einem  Tschibo-T-shirt, das nicht paßt? Wir schmeißen es weg oder geben es jemandem, dem es paßt. Aber dazu kommt Henkel später, bei Frage 3. Zunächst

 

Frage 2: Wo führt die Euro-„Rettung“ uns hin?

Kurz gefragt, kurz gesagt: Wir bewegen uns von der Währungsunion über die Transferunion unmittelbar in die Schuldenunion, also genau dem Gegenteil, was Finanzminister Wolfgang Schäuble eine „Stabilitätsunion“ nennt. Am Beispiel des deutschen Länderfinanzausgleiches wird es deutlich: In Deutschland gibt es drei Geberländer und 13 Nehmerländer. Bei Abstimmungen zur Änderung des Finanzausgleiches hat jeder eine Stimme, 13 gegen 3, das Ergebnis ist damit vorgegeben. Wenn Bayern einen Euro mehr einnimt, muß es 97 Cent abführen.

Frage also: Wieso sollte Bayern sparen. Und mit Blick auf die Euro-Union: Setze Bayern gleich Deutschland. Worin besteht künftig unsere Motivation, bei uns den Rotstift (Rentenkürzungen? Schulschließungen? Infrastrukturabbau?) anzusetzen, wenn wir das Ersparte dann nach Griechenland, Portugal oder Italien überweisen müssen. Schon die Bayern wehren sich mit aller Macht gegen Zahlungen an Berlin und Bremen und klagen dagegen. Ist die Solidarität da zu Griechenland und Portugal größer?

Dieses System der „organisierten Verantwortungslosigkeit“ wird über steigende Steuern und massiv einsetzende Inflation „gelöst“ werden. Einer muß die Rechnung bezahlen und das wir der deutsche Steuerzahler und Sparer sein. So wie Henkel das vorträgt, schnörkellos, ohne Floskeln und Phrasen, wird die Essenz unerbittlich klar und deutlich: Wir sind auf einer abschüssigen Straße, nehmen immer weiter an Fahrt auf. Vor uns: eine Wand, 5 Meter dicker Beton und die Politik sagt uns, wir müssen weiter beschleunigen. Das ist alles „alternativlos“. Ist es das? Wir kommen zu

 

Frage 3: Ist die Euro-„Rettung“ der Politik „alternativlos“?

Nein. Es gibt de facto drei Alternativen.

Alternative A:

Wir machen weiter wie bis jetzt. Rettungspaket auf Rettungspaket und dann auch noch gehebelt. Einen Zahn zieht Henkel aber seinem Publikum: Der Hebel erhöht zwar nominal nicht das bisherige Risiko von „211 Mrd.“ (d.h. mit Zinsen etwa 440 Mrd. Euro), aber das Risiko der Inanspruchnahme wird „mitgehebelt“. Der Hebel funktioniert ja in der Weise, daß der „Rettungsschirm“ nicht selbst mit seinen Mitteln (also sagen wir zunächsteinmal 100 Mrd. Euro) Staatsanleihen insolventer Staaten kauft, sondern dritte Investoren sucht (man denkt z. Zt. an solche aus Fernost), die kaufen dann griechischen Anleihen für 500 Mrd. Euro und der „Rettungsschirm“ garantiert dem Investor im Zahlungsausfall 100 Mrd. seines Investments. Würde der „Rettungsschirm“ also für 100 Mrd. Euro selber Staatsanleihen kaufen und es käme zu einem 20 % Zahlungsausfall, wären 20 Mrd. Euro verloren. Über den 500 Mrd.-Hebel trifft der 20 %-Zahlungsausfall nun aber voll den Rettungsschirm, der für 20 % von 500 Mrd. einsteht, so daß die vollen 100 Mrd. verloren sind. Henkel drückt es nicht ganz so scharf aus, aber allen ist klar: die Politik belügt uns nach Strich und Faden.

Die Zuhörer werden unruhig. Kann das wahr sein? Der Hinweis auf die 100 Mrd-Beteiligung privater Banken an der „Umschuldung“ Griechenlands, den der letzte und vielumjubelte Euro-Krisengipfel gebracht hatte, vergrößert die Unruhe: die Mehrheit der „privaten“ Banken sind solche, deren „private“ Eigentümer der Staat ist, also ganz unmittelbar der Steuerzahler. Die Fragezeichen in den Augen der Zuhörer werden größer.

 

Alternative B:

Die zweite Möglichkeit des „haircut“, der Umschuldung also, verwirft Henkel mit dem Hinweis auf das, was ein „haircut“ ist: ein Haarschnitt. „Ich war vor 3 Wochen beim Frisör und in spätestens 3 Wochen muß ich wieder hin. Und Griechenland muß auch wieder hin.“

Haareschneiden hilft nichts gegen das Nachwachsen und in Griechenland wachsen die Schulden nach, wenn denn die Wettbewerbsfähigkeit des Landes nicht wieder(?)hergestellt wird.

Die unausgesprochene Frage im Raum, nämlich daß es in der Geschichte schon hunderte von Staatsinsolvenzen mit entsprechender Umschuldung gegeben hat, ist schnell beantwortet: „Umschuldung hat schon vielen Ländern wieder auf die Beine geholfen. Aber niemals ohne gleichzeitig über eine Abwertung der Währung der Wettbewerbsfähigkeit einen Neustart zu ermöglichen.“ Außerdem besteht bei dieser Alternative die ganz konkrete Gefahr, daß vor Einführung der Drachme die Griechen ihre Banken stürmen, um die Ersparnisse zu retten, was dann auf Portugal, Spanien und Italien übergreifen könnte.

Diese Gefahr kann die Politik nicht zulassen und deswegen werde diese Lösung ausgeschlossen. Deswegen muß eine andere Alternative her:

 

Alternative C:

Der Euro bleibt bestehen- für Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und alle anderen. Sie alle behalten den Euro, nur nicht Deutschland, Österreich, Finnland und Holland. Diese vier gehen in eine neue Währung.

Ein Banken-Run würde vermieden, der „Rest-Euro“ wertet ab. Das hilft umgehend all den nicht so wettbewerbsfähigen und in diesem Rest-Euro verbliebenen Ländern. Die vier starken Länder müssen dann zwar mit einem harten „Nord- Euro“ klarkommen, der über die sicher eintretende Aufwertung der Exportindustrie gewisse Probleme bereiten wird, aber damit ist Deutschland in der Vergangenheit auch klar gekommen; Innovation, Forschung, Entwicklung sind das Stichwort.

 

Länder mit starker Währung sind konkurrenzfähig über die Qualität ihrer Produkte, nicht über den Preis. Das klingt irgendwie mehr als plausibel, wenngleich etwas Wasser in den Wein nachgeschenkt wird: Das Austrittsticket wird nicht billig.

 

Sicher werden wir unseren Anteil an der Unterbilanz der EZB lösen müssen. Aber das ist alles immer noch billiger und vor allem kalkulierbarer, als dauerhafter Zahlmeister eines europäischen Länderfinanzausgleiches zu sein.

 

Frage 4: Was bedeutet eigentlich Europa?

Basis der europäischen Verträge war immer der Grundsatz der Subsidiarität. Möglichst viel Verantwortung sollte so nah als möglich beim Bürger bleiben. „Wie wollten ein Europa der Vaterländer, nicht ein Vaterland Europa. Und jetzt soll es – als Nebenprodukt der Krise – die vereinigten Staaten von Europa geben.“

Der Euro habe Europa einen sollen. In den Straßen Athens sehen wir aber dieser Tage, daß das Gegenteil davon der Fall ist. 10 von 27 EU-Ländern haben den Euro nicht, und außer Rumänien vielleicht, will ganz sicher ihn auch nicht mehr haben. Die EU ist also bereits trennscharf und dauerhaft gespalten und die Gräben werden tiefer. Man merkt dem Redner an, daß er eine Vertiefung der Gräben ernsthaft heraufkommen sieht und er diese Spaltung nicht hinnehmen mag. „Was für ein Wahnsinn.“ Es drängt sich die letzte Frage auf.

 

Frage 5: Was kann man denn jetzt bloß tun?

Henkel entläßt sein Publikum nicht, ohne jedem einzelnen zwei Handlungsempfehlungen zu unterbreiten: „Schließen Sie sich den Aktionen der Zivilen Koalition an. Diese Bürgerbewegung hat über die Internetseite AbgeordnetenCheck.de bereits dafür gesorgt, daß 270.000 Protest-E-Mails im Bundestag eingegangen sind. Es liegen hier Adreßlisten aus, wo Sie Ihre Adresse hinterlassen können, um künftig über die laufenden Aktionen informiert zu werden. Und unterstützen Sie den Mitgliederentscheid des Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler, der über die Basis seiner Partei einen Kurswechsel seiner Parteiführung in der Euro-Rettungs-Debatte fordert. Treten Sie in die FDP ein, nehmen Sie an dem Mitgliederentscheid teil. Wenn das Ergebnis am Ende nicht paßt, treten Sie einfach wieder aus“. Kein Wort von einer neuen Parteigründung also.

 

Der Abend hat sich gelohnt. Die Botschaft ist gehört. Es gibt Alternativen. Möge sich das verbreiten.

 

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Kommentare

  • 29.11. 22:59

    Hugo Seidl

    Meine Protest-E-Mail hab ich schon abgeschickt,nur meine ich,helfen tuts wenig.
    Die Würfel sind bereits gefallen.
    Meine letzte Möglichkeit dem Finanzwahn entgegenzuwirken ist:: meine mühsam ersparten und ohnehin wenige Kröten (Ersparnisse) von der Bank abzuheben und so die Spekulationen unseres Schäuble auf Sparguthaben zuzugreifen etwas auszubremsen.
    Wenn dies mehr Bürger machen gibts zwar ein (Finanz)-Ende mit kleinem Schrecken aber bestimmt keinen Schrecken ohne Ende wenn wir unsere Politiker weiter gewähren lassen.

  • 24.11. 4:36

    Ekki

    Ich möchte mich jetzt nicht in Ärger äußern, aber diese Kommentare sind wirklich nicht viel mehr Wert. Dieser Blödsinn mit Vaterlandsverrat gehört ganz schnell wieder in dem nächsten NPD Bau verbuddelt und dieser schwach reflektierte oligarchen Hass ist auch nicht der großen Rede wert. Wir leben in EINER Welt. In Europa sogar auf einem Kontinent. Das starke Reichtumsgefälle benachbarter Länder zu verringern ist meines erachtens nur der Anfang. Genau genommen müssten wir in Europa, oder eher der "westlichen" Welt, noch einiges mehr abdrücken...wenn nicht an Steuergeldern dann aber doch an Lebensqualität. Wenigstens solange, bis keine Kinder mehr verhungern, weil wir unsere Wäsche trocknen, währen wir vor unseren Großbildfernsehern die dämlichen Politiker ausmeckern. Diese Welt lässt sich nur ändern, wen wir uns alle SELBST in die Verantwortung nehmen. Der einzige Weg ist der individuelle Verzicht...Verzicht auf Konsum, Verzicht auf Verschwendung und Verzicht auf Komfort...und dass das nicht geht, sieht man ja nun allerorts. Das Euro Problem ist kein Euro Problem, es ist ein Zins Problem und somit global. In einer endlichen Welt kann auch mit allem Eifer und Kreativität nichts endlos wachsen. Auch die Zinsen nicht. Das ist zwar eine prima Antriebsfeder, aber schlussendlich nicht mehr menschlich. Ein Leben ohne Balance, so kann jeder an sich selbst feststellen, kann auf Dauer nicht gut gehen. Laufend steigendes Wachstum zu fordern ist nun mal weltfremd. Das Problem liegt so tief in der Struktur unserer globalen Welt, dass kein Land der Welt es alleine lösen kann. Das ist nicht die Schuld der Politiker, auch wenn es oft so wirkt.

  • 23.11. 14:43

    meinhart koester

    gegen die steuer, die vom arbeitgeber eingezogen wird,hilft nur noch streik, und gegen die mehrwertsteuer nur kaufboykott, und beides bis zur vom volk mitgetragenen neuord-nung des gesamten finanzwesens -wir brauchen kein schuldgeld das die banken aus dem nichts hervorzaubern, statt der zinsen brauchen wir negativzinsen für fliessendes, möglicherweise regionales freigeld - die bankschulden des staates können für nichtig erklärt und die vom steuerzahler aufgebrachten zinsen zurückgefordert werden - staatsschuldscheine im besitz der bürger können ihren wert behalten,wenn nachgewiesen wird dass das geschuldete geld durch arbeit erworben wurde -finanzspekulationen sind unter strafe zu stellen, wenn sie gemeinschädlich sind, und ein gesetz zur trennung der banken wird wieder aufgelegt

  • 22.11. 18:21

    thitus

    Deutschland kann nicht mal seine eigenen Schulden abzahlen. Es muss stattdessen immer neue Schulden aufnehmen. Nächstes Jahr weitere rd. 26.000 Millionen! Ein ausgeglicher Haushalt bis 2016 ist lächerlich. Den hat Weigel schon in grauer Vorzeit versprochen. Statt dessen rast die Schuldenuhr, immer schneller!

    Die Rettungsschirme (in der Gutmenschensprache "Faszilitäten" oder "Mechanismen") sind - auf gut Deutsch gesagt - Bürgschaften, hinter denen nichts steht, außer einem Schuldengebirge. Man sagt, "den Bürgen wird man würgen".

    Man sollte die für den Albtraum Verantwortlichen (dazu gehört als ehemals glühender Befürworter leider auch Herr Henkel) als erste würgen, bevor man den Bürger würgt oder an neue Währungsabenteuer denkt.

  • 22.11. 16:39

    Papmahl, Sepp

    Der € kann bestehen bleiben als gemeinsame Währung, di in jedem EU-Land akzeptiert wird, aber jedes EU-Mitglied hat seine Landeswährung.
    Die Wechselkurse ergeben sich aus dem Börsenkurs. Dann Rückbau des Krebsgeschwürs in Brüssel. Allein aus Kostengründen ist dieser Moloch zu reduzieren. Politiker leisten einen Amtseid. Der hat in D. leider nur deklaratorischen Charakter. Verstöße gegen diesen Amtseid muss mit den im StGB vorgesehenen Sanktionen begegnet werden. Wenn wir das erst einmal geschafft haben und in wichtigen Fragen ein echtes Plebezit bekommen, dann sind wir schon einmal sehr weit gekommen.

  • 22.11. 15:51

    M.Fahtz

    Es gibt Alternativen , oh ja !

    Schafft das staatliche und ungedeckte Zwangspapiergeldsystem ab.Dazu den planwirtschaftlich manipulierten Zins. Schluß mit dem Geldsozialismus (siehe Roland Baader) Wir brauchen eine natürliche Geld- und Wirtschaftsordnung , das heißt u.a.auch ein freies privates Marktgeld , einen realen Zins (wichtiges Preissignal) der sich aus Geldangebot und Geldnachfrage bildet. Ein Verbot politischer Einflußnahme auf die Kräfte des freien Marktes. Kurz gesagt , wir brauchen eine neue und natürliche Wirtschaftsordnung auf der Grundlage der Lehren und Erkenntnisse der Österreichischen Schule der Nationalökonomie (Mises, Hayek u.a.) .
    Alles andere sind Versuche bei denen aber nur die Symptome und nicht die wahren Ursachen unserer jetzigen und kommenden Probleme bekämpft werden .
    Ob da allerdings unser jetzigen Großbankster(Zentralbanken,Geschäftsbanken) -und deren gekaufter Politikeradel mitmacht, habe ich so meine Zweifel.Die agieren nach dem Prinzip wir machen mal die gierigen Unternehmer, Spekulanten , Radfahrer usw. zu den Schuldigen. Diese größenwahnsinnigen Gestalten sind die Feuerwehrmänner die erst das Haus anzünden und dann mit Benzin zum Löschen kommen.
    Schaffen wir basisdemokratisch eine gerechte weil österreichische Welt. Wohlstand und Reichtum für alle.

  • 22.11. 15:26

    Falk Gebel

    Hans-Olaf Henkel hat den bisher einzigen tragfähigen Lösungsvorschlag: Nord/Süd EURO.
    Sich zwingend abzeichnende Alternative ist die Schuldenunion, die zur Pleite alle Euro-Staaten und zum "Endsieg" nach dem Muster Hitler-Deutschland führen muß!
    "Alternativlose" Euro-Ideologie ist verbohrt, verantwortunglos und bedeutet Eidbruch am deutschen Bürger. Wann lernen wir endlich aus der Geschichte ? !

  • 22.11. 14:54

    A. Müller

    Wie im Großen so im Kleinen, ein Bsp. aus der Hartz-4-Welt: wenn jemand in voller Verantwortung finanz- und umweltbewusst Betriebskosten spart, bekommt er eine entsprechende Rückzahlung vom Vermieter. Diese darf der Betreffende aber nicht für sich nutzen, sondern muss sie dem Jobcenter zurückzahlen. Begründung:er bezieht Steuergelder und muss der Gemeinschaft zurückzahlen. Wem kommt dies Gesparte zugute? Dem, der mehr Betriebskosten verbraucht hat als nötig; er muss nachzahlen und kriegt es vom Jobcenter zurück. Warum also sparen? Verantwortung ist nicht erwünscht.

  • 22.11. 11:44

    Nanda Ruth Küpper

    Ich empfehle die Vorträge von Prof. Franz Hörmann aus Wien oder sein Buch "Das Ende des Gelde"
    Auch Prof. Bernd Senf, konnte was jetzt passiert schon vor Jahren sehr anschaulich herleiten.

    Mein Vorschlag:
    Jedes Land regelt die Geldschöfung für sich auf demokratischer Basis. Jeder Bürger bekommt ein bedingungsloses Grundeinkommen und der Sparzins wird in eine Umlaufsicherungsgebühr umgewandelt.
    Geld wird nicht aus einer Schuld heraus generiert, sondern als freie Zuwendung.
    Wenn wir dies denken können - wie herrlich könnte dieser Planet erblühen!

  • 22.11. 11:27

    Matthias Dost

    Es ist peinlicherweise schon ein Labsal, wenn man den Eindruck hat, einmal nicht belogen zu werden. Angesichts des Agierens der Bundesregierung fühle ich immer deutlicher in die DDR zurück versetzt. Offensichtlich halten Merkel und co. den deutschen "Michl" schlicht für zu dumm, um den genialen Schritten der Oberen folgen zu können. Wahnsinnige erscheinen auch mitunter genial. Nur kann diesen mit einer fachgerechten Behandlung geholfen werden. Ich frage mich was Frau Merkel eigentlich wirklich vor hat. Ihr wird ja ständig nachgesagt über alle Maßen intelligent zu sein. Merkwürdigerweise sind wir in der Führungsriege der EU - wohlgemerkt als stärkste Wirtschaftskraft und Einzahler - so gut wie nicht vertreten. Was soll das bitte?? Ich vermute vor allem Arroganz und Feigheit gepaart mit einem gerüttelt Mass an Unfähigkeit hinter allen Geschehnissen.
    "Denk ich an Dtl. in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht" .. Heine.

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