4.10.2011
Der slowakische Parlamentspräsident Richard Sulik hat angekündigt seine Partei „Freiheit und Solidarität“ werde geschlossen gegen die Erweiterung des EFSF stimmen. Somit würde die Vier-Parteien-Koalition, die das osteuropäische Euro-Land regiert, keine eigene Mehrheit zusammenbekommen und die EFSF-Erweiterung könnte scheitern. Denn hierfür ist die Zustimmung aller siebzehn Euroländer nötig. Vier der siebzehn Euro-Staaten haben die Aufgestockung des EFSF noch nicht ratifiziert: Portugal, Malta, die Niederlanden und Suliks Heimat die Slowakei.
Der EFSF ist für Sulik keine Lösung für die EU-Schuldenkrise. Man könne nicht Schulden mit noch mehr Schulden bekämpfen. Insofern sei die größte Bedrohung für die Eurozone der Euro-„Rettungsschirm“ selbst. Für den Ökonom und Unternehmer ist die derzeitige Auslegung der EU-„Solidargemeinschaft“ pervers. In ihr sieht er den „Weg zum Sozialismus“, bei dem es allen Beteiligten am Ende gleich schlecht gehen würde. Insolvenzen würden zum Leben dazugehören. Die Eurozone könne nur funktionieren, wenn Staaten auch pleite gehen können und alle Investoren das wissen.
Eine Möglichkeit für die Slowakei sei, ganz aus dem EFSF auszusteigen. Für Sulik ist dies eine attraktive Variante. Er wolle keines der anderen EU-Länder davon abhalten, das Geld ihrer Bürger für die Rettung fremder Staaten auszugeben. Dies ginge ihn nichts an.
Weitere Infos unter: focus.de und faz.net
(Bildquelle: Wikipedia)
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Kommentare
12.10. 13:53
Hans
Die Slowaken werden zustimmen. Wetten daß?
5.10. 13:36
Rofini
Bravo Herr Sulik, Sie haben recht. Es wäre zu schön, wenn der Retungsschirm an der Slowakei scheitern würde.
Leider wird das nicht passieren, denn die EURO - Hazardeure in Brüssel und Berlin werden schon Mittel und Wege (Drohung, politische Erpressung etc.) finden, im slowakischen Parlament eine Mehrheit für den Rettungsschirm herzustellen.
4.10. 18:48
Marco
Wenn die regierenden Parteien nicht zustimmen, dann eben die Oppostionsparteien. Irgendwie schaffen es die EU-Bürokraten dann doch, die Zustimmung zu bekommen:
http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/politik/euro-schuldenkrise-mehrheit-fuer-efsf-in-der-slowakei-11481126.html
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