15.09.2011

CDU-MdB empfiehlt Griechenland Rückkehr zur Drachme

Wellmann (CDU): Staatskommissare aus Brüssel keine Hilfe

CDU-MdB empfiehlt Griechenland Rückkehr zur Drachme

Der CDU-Abgeordnete Karl-Georg Wellmann spricht sich gegenüber Abgeordneten-Check.de für eine Rückkehr Griechenlands zur Drachme aus. Persönlich traue er den Griechen nicht zu, innerhalb des Euroraums wieder auf die Füße zu kommen. Nur durch ein Ausscheiden Griechenlands könne man sich – über eine „Abwertung“ – Luft verschaffen.

Eine andere Möglichkeit sieht der zwei Mal direkt gewählte Parlamentarier nicht: „Am Ende kann die EU  keinen Staatskommissar einsetzen, der für Ordnung sorgt“. Das müsse den Griechen aus eigener Kraft gelingen. 

Gleichzeitig warnt der Rechtsanwalt vor den Konsequenzen, wenn der Euro scheitert. Deutschland habe als große Exportnation ein vitales Interesse, den Euro am Leben zu halten. Sollte dies misslingen, käme es zu einer dramatischen Abwertung der EU-Einheitswährung. Der deutsche Wohlstand wäre damit gefährdet. Deshalb habe er  bei der Probeabstimmung der CDU-Fraktion mit Nein gestimmt.

Wellmann reagierte damit auf über 1.200 Petitionen, die über Abgeordneten-Check.de an ihn verschickt wurden. 

Lesen Sie hier die vollständige Antwort auf Abgeordneten-Check.de

 (Bildquelle: Deutscher Bundestag)

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Kommentare

  • 19.09. 18:28

    CarstenAx

    Danke Karl-Georg Wellmann! Bleiben Sie standhaft. Retten Sie die Griechen und damit Deutschland. Der Euro ist schädlich für sie.

  • 17.09. 22:29

    Gerhard Rohlfs

    Es gibt da noch eine Kleinigkeit,
    auf die bisher kaum eingegangen wird:

    Die Bürgschaften sind klar verfassungswidrig und daher nichtig.

    Wenn die Bürgschaften (EFSF/ESM/Eurobonds o.ä.) für eine spätere deutsche Regierung nach dem Sturz des derzeitigen schwarzgrünroten Parteienkartells bindend sein sollen,
    ist dafür ein Volksentscheid nach Artikel 146 Grundgesetz notwendig.

    Diesen scheuen die derzeitigen Politiker wie der Teufel das Weihwasser,
    und daher sind diese Bürgschaften nichtig.

    Logische Schlussfolgerung:
    Kanzlerin, Minister und Bundestagsabgeordnete können natürlich selbst bürgen soviel sie wollen.
    Allerdings in diesem Umfang nicht im Namen des Volkes.

    Um eventuelle Missverständnisse oder spätere Enttäuschungen zu vermeiden, sollte man allerdings fairerweise die Gläubiger der insolventen Schuldner schon einmal davon in Kenntnis setzen.

  • 17.09. 11:58

    Reiprich

    Sehr geehrter Herr Wellmann,
    auch nach meiner Meinung und Erfahrung schätzen Sie die Aussichten Griechenlands vollkommen richtig ein. Das Griechenland, das uns immer noch im Kopf spukt, ist 1453 mit der Eroberung Konstantinopels untergegangen. Es folgten 500 Jahre Osmanisches Reich. Die Griechen von heute sind ein Balkanvolk, und sie haben, wie andere in dieser Weltgegend, kein vertrauensvolles Verhältnis zum Staat. Der war immer nur Ausbeuter, Unterdrücker, fremd - und durfte ausgetrickst, betrogen werden. Sie sind Schlitzohren, machen "bei uns" Schulden, kaufen aber gleichzeitig Gold, wie alle Orientalen, die wissen, was das eigentliche Geld ist. Deshalb braucht die Änderung der in Jahrhunderten gewachsenen Mentalität mehr als nur ein paar kurze Jahrzehnt Demokratie. Deshalb hätten sie nicht in den Euro gedurft.

    Ich war übrigens im Laufe meiner Arbeiten im Deutsch-Türkischen Erdbebenvorhersage-Forschungsprojekt 1990 bis 1997 oder in der Region.

    Die Konsequenzen eines Scheiterns des Euro-Projektes sehe ich übrings etwas optimistischer. Selbst dann würde Deutschland, nach einer Umstellungskrise, wieder Exportmeister sein. Das war es schon vor 1914, ganz ohne Euro, aber mit an die Realwirtschaft gebundener Währung in ganz Europa. Schlimmer scheint mir ein Schrecken ohne Ende, wenn so weiter gemacht wird. Der Euro kann nur überleben, wenn er gesund geschrumpft wird.

    Beste Grüße,
    Ihr
    Siegfried Reiprich

  • 16.09. 20:18

    Dr.Adelheid Lemmer

    Sehr geehrter Herr Wellmann,
    bitte halten Sie durch in Ihrer Ablehnung der geplanten europäischen Verträge, die unser Land den überschuldeten europäischen Ländern ausliefern sollen.

    Deutschland ist bereits selbst hoch verschuldet. Mit welchem Recht vernichtet die Bundesregierung die privaten Ersparnisse der Bürger, die sie seit Jahren auffordert, privat für ihr Alter vorzusorgen. Es gibt gute Regeln, wie mit Privatinsolvenz zu verfahren ist. Warum sollen diese Regeln nicht auch für Staaten gelten?

    Hinzu kommt, dass Griechenland und vermutlich auch andere Länder nur mit Täuschung in die Eurozone gekommen sind. Wo war da die Verantwortung und unabdingbare Vorrausschau der Politiker? Müssen alte Fehlentscheidungen immer noch durch neue übertroffen werden?
    Erschreckend scheint mir auch, wie selbstverständlich europäische Verträge gebrochen werden. Nur bei dem Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone sollen auf einmal Verträge dies verhindern.

    Bitte setzten Sie sich dafür ein, dass Deutschland nicht in den Strudel des Staatsbankrotts getrieben wird.

    M.f.G.
    Dr. Adelheid Lemmer

  • 16.09. 10:52

    Klaus Janson

    Sie haben so sehr recht. Es ist unfaßbar wie blind und borniert die EU und Europäische Regierungen ihre Länder an den Abgrund manövrieren. Griechenland gehört nicht mehr in die EU!

  • 16.09. 3:05

    Gerhard Rohlfs

    Teil (2)

    Solche absurden Ideen wie der ESM – das Kürzel scheint tatsächlich für Europäischen Selbstversenkungs-Mechanismus zu stehen – sind ja überhaupt nur erklärbar vor dem Hintergrund der Pläne elitärer europäischer Superstrategen, die die EU noch erweitern wollen und sogar schon von Mittelmeerunion reden, weil sie meinen, mit einem solchen heterogenen Gebilde inklusive der Türkei und Nordafrika durch schiere Größe China etwas entgegensetzen zu können. Diese Vorstellungen sind ähnlich realitätsfern wie die "Democracy"-und-Öl-Kriege der USA in derselben Region gewesen sind. Sie werden also scheitern, ebenso wie die EU vermutlich insgesamt.

    3. Wenn das deutsche Rettungsfüllhorn dann aufgebraucht ist, hat das internationale Finanzsystem ein Problem - von welchem die USA (30% der Gewinne) zu einem guten Teil leben. Dass die USA nicht Weltmacht bleiben, ist also auch klar.

    4. Dass dann, 2013, auch die derzeitige Parteienlandschaft Geschichte ist,
    können Sie sich selbst ausrechnen.

    Ich fordere Sie daher auf, sich politisch für ein klares Bekenntnis gegen den ESM-Vertrag und die EU-Schuldenunion auszusprechen. Sie haben es in der Hand, daß der Steuerzahler nicht weiter belastet wird. Denken Sie bitte an die kommenden Generationen, die unter einer verfehlten EU-Wirtschafts- und Finanzpolitik leiden werden.

    Diese ist nicht in unserem Sinne – legen Sie bitte Ihre Position zu dieser Frage offen. Werden Sie den ESM-Vertrag zustimmen oder ihn ablehnen?

    Meine politische Unterstützung an der Wahlurne mache ich stark von Ihrer Haltung in dieser essentiellen Zukunftsfrage abhängig.

    Mit freundlichen Grüßen

  • 16.09. 3:04

    Gerhard Rohlfs

    Hier eine um 4 handfeste Argumente, nochmals revidierte Version des Musterbriefes von abgeordnetencheck.de, den Sie an Ihren Abgeordneten schicken können (1):

    Sehr geehrter Herr/ sehr geehrte Frau

    die EU droht sich in eine schuldenbasierte Transferunion, eine Haftungsgemeinschaft, zu verwandeln. Außerdem soll das Haushalts- und Budgetrecht der nationalen Parlamente an einen EU-Gouverneursrat abgegeben werden. Grundlage hierfür ist der erst vor kurzem bekannt gewordene Vertragsentwurf zum sog. "Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)", über den Sie als Mitglied des Deutschen Bundestages vermutlich nach der Sommerpause noch 2011 entscheiden werden. Deutsche Steuergelder sollen für die Schuldenpolitik anderer EU-Länder geradestehen. Wir sollen arbeiten, damit die Banken keine Verluste machen. Dem Steuerzahler wird Zwangssolidarität verordnet. Die Banken sind auf freiwilliger Basis dabei. Uns Bürgern gesteht man diese Freiwilligkeit nicht zu. Wir müssen zahlen. Der ESM-Vertrag darf deshalb den Deutschen Bundestag nicht passieren!
    Es ist Ihnen sicherlich bekannt, dass diese Euro-Banken-„Rettungen“ gegen den Willen der Mehrheit des Volkes durchgeführt werden sollen.

    Auch darüberhinaus gibt es Argumente, die Sie interessieren werden:

    1. Gemäß Prof. Starbatty, einem der Kämpfer gegen die Euro-Banken-Rettungen, bricht das gegenwärtige "Rettungs"-Regime in spätestens zwei Jahren zusammen. Weil Deutschland dann bankrott ist.

    2. Es ist klar, dass weder Euro noch EZB noch EU diese Blankoscheck-Rettungsfonds EFSF und ESM überstehen werden.
    ...

  • 15.09. 20:33

    Müller

    Sehr geehrter Herr Wellmann,

    bleiben Sie bitte bei Ihrer Einstellung und verhindern Sie unbedingt den EFSF und ESM. Beide würden Deutschlands Zukunft vernichten. Wir besitzen circa 4,8 Milliarden Geldvermögen, die es zu verteidigen gilt. Alleine durch die mittlerweile vollständige Gleichschaltung der EZB (u.a. durch die ungeheuerliche Absetzung von Hr. Weber und Hr. Stark) und die damit viel zu niedrigen Leitzinsen, verlieren die Deutschen pro 1% circa 48 Mrd. Euro pro Jahr. Diesesfür muss schnellstens beendet werden. Bitte arbeiten Sie dran und helfen Sie den Untergang durch EFSF und ESM zu verhindern. Danke.

    Mit freundlichen Grüßen und der letzten Hoffnung (nachdem das Bundesverfassungsgericht auch klein beigegeben hat) auf eine Zukunft für Deutschlands Wohlstand.

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