7.09.2011

Abgeordneten-Check.de sorgt für breiten Diskurs

Spiegel-online polemisiert gegen "vermeintliches Enthüllungsvideo"

Abgeordneten-Check.de sorgt für breiten Diskurs

Der Spiegel greift wegen des "vermeintlichen Enthüllungsvideos" Abgeordneten-check.de offen an - ohne die Argumente zu widerlegen. So ignoriert der Spiegel die weitreichenden Folgen für den deutschen Staatshaushalt in grotesker Weise. Dafür legt die Spiegel-Redaktion gesteigerten Wert  auf die Feststellung, dass es  sich beim sog. "Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)" nur um einen VertragsENTWURF (Entwurf kursiv geschrieben) handele und dieser angeblich seit Mai 2011 für jeden Bürger im Internet zugänglich sei.

Besonders bemerkenswert an dem Spiegel-Artikel ist, dass die Verfasserin Yasim El-Sharif die Kernthesen des Videos richtig erfasst: Die EU-Schuldenunion bedeutet  die Aushölung demokratischer Grundrechte zu Lasten der Steuerzahler und die Politik schaut dabei tatenlos zu.

Spiegel behauptet dann einfach, diese Thesen seien falsch, ohne den Belegstellen im Video zu widersprechen. Dafür werden die Kollegen von Welt-Online für ihre Berichterstattung über das Aufklärungsvideo frontal angegriffen: Schließlich sei der Titel "Video enthüllt verborgene Ziele der Euro-Rettung" irreführend.

Erwartungsgemäß setzte daraufhin in der Kommentar-Spalte des Spiegel-Artikels eine heftige Diskussion ein, wobei die Kritiker bei den veröffentlichten Leserbeiträgen klar die Oberhand behalten.

 

Lesen Sie mehr auf: spiegel.de und welt.de

Sehen Sie sich hier das Enthüllungsvideo zur EU-Schuldenunion an: freiewelt.net

 

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Kommentare

  • 22.09. 15:20

    ralph boleslawsky

    Der Spiegel ein linksorientiertes Blatt ? Lachhaft. Jedenfalls geht der Spiegel auf die Argumente im angegriff. Video NICHT ein, sondern verharmlost statt dessen.
    Wenn also im ESM-Vertrag solche Passagen stehen sollen, wie hier vorgestellt, würden sich die Mitgliedsstaaten rettungslos verschulden - zu Lasten der Mittel- und. Unterschicht (siehe letzte "Sparmaßn" in Griechenland).
    Zudem ändert Geld hineinpumpen nichts - die Ursachen (Bankenrettung, Rüstungsausgaben) müssen bekämpft werden.

  • 15.09. 11:38

    Vincent

    Ist das Satire?

    Nicht "Spiegel online" polemisiert, es ist das Video, dass mit Halbwahrheiten um sich schmeißt!

    Eine ganz üble Methode, sich der Angst der Menschen zu bedienen.

    Der ESM mag nicht perfekt sein, aber eine so einseitige Negativdarstellung wie in Ihrem Video schadet der öffentlichen Debatte.

    Hier ein Artikel, der sich den Behauptungen im Video annimmt: http://www.treffpunkteuropa.de/Abgeordneten-Check-polemisiert-gegen-ESM

  • 13.09. 21:19

    Sterbende_Demokratie

    Das der Spiegel das Video verharmlost liegt auf der Hand.

    Der Spiegel steht seit jahren ausschließlich für linksorientierte Politik und ist fanatisch auf ein "staatlich vereintes Europa" eingeschworen.

    Demokratie ist dem Spiegel bereits seit langem fremd, er ist zu einem extremem, linkspopulistischen Schmierblatt verkommen.

  • 13.09. 15:15

    Wutbürger

    Dises Land hat sich "dank" der etablierten Parteien zu zu einer Scheindemokratie (in Wirklichkeit zu einer Diktatur der Politik und des Kapitals) entwickelt.
    Das Volk wird zum Stimmvieh degradiert. das kein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen hat. Europa und der Euro werden scheitern weil diese aroganten Politiker ihr eigenes Süppchen kochen und die Bürger aus wichtigen Entscheidungen raushalten.
    Europa funktioniert nur mit dem Volk und nicht gegen das Volk.
    Legen wir den Verfassungsfeinden (EU-Verfassung lässt keine Transverunion zu) das Handwerk, wenn nötig, sollten wir unsere Forderungen auf der Strasse durchstzen.

  • 13.09. 14:22

    Gabriele Tadesse

    Es werden Werte der Rechtschaffenheit von der Politik mißachtet und außer Kraft gesetzt.

    In diesem Fall ist Widerstand dringend notwendig.

  • 13.09. 13:33

    Trauriger Bürger

    Wir sind ein Volk, dass von seinen Regierenden verachtet wird.

    Ich brauche keine 2000 Zeichen

  • 10.09. 0:02

    Gerhard Rohlfs

    (2)...
    Und weil der ESM ein Blankoscheck ist:
    Die immer wieder genannten 700 Milliarden Euro sind nur ein erster Einschuss. Deutschland wäre als ESM-Mitglied verpflichtet, unbegrenzt "bedingungslos und unwiderruflich" zu zahlen, wenn dies der ESM verlangt.

    In dem Zusammenhang verweise ich auf die Studie des Investmenthauses Daiwa Sec. Capital Markets v. 5.8.11, (dt. Übers. d.d. Verf.).
    Und gemäss dieser ist zur Stabilisierung der Eurozone "eine riesige Ausdehnung der [Europäischen Finanzstabilitätseinrichtung] EFSF, möglicherweise bis 3.500 Milliarden [3,5 Billionen] Euro" erforderlich.

    Und das wäre das Ende des deutschen Wohlstands.

    Das sind die Hausnummern, um die es geht, mindestens.
    Die deutschen MdB's wollen tatsächlich einen Blankoscheck unterschreiben.

  • 10.09. 0:00

    Gerhard Rohlfs

    (2)...
    Und weil der ESM ein Blankoscheck ist:
    Die immer wieder genannten 700 Milliarden Euro sind nur ein erster Einschuss. Deutschland wäre als ESM-Mitglied verpflichtet, unbegrenzt "bedingungslos und unwiderruflich" zu zahlen, wenn dies der ESM verlangt.

    In dem Zusammenhang verweise ich auf die Studie des Investmenthauses Daiwa Sec. Capital Markets v. 5.8.11, (dt. Übers. d.d. Verf.).
    Und gemäss dieser ist zur Stabilisierung der Eurozone "eine riesige Ausdehnung der [Europäischen Finanzstabilitätseinrichtung] EFSF, möglicherweise bis 3.500 Milliarden [3,5 Billionen] Euro" erforderlich.

    Und das wäre das Ende des deutschen Wohlstands.

    Das sind die Hausnummern, um die es geht, mindestens.
    Die deutschen MdB's wollen tatsächlich einen Blankoscheck unterschreiben.

  • 9.09. 23:58

    Gerhard Rohlfs

    Schäubles Blankoscheck verhindern: Reissleine ziehen, und zwar schnell (1)

    Der Schaden ist zwar auch jetzt schon riesig, aber noch nicht wirtschaftlich existenzvernichtend für Deutschland,
    da der Bundestag noch nicht dem Rettungsschirm EFSF (Abstimmung 29.9.),
    und vor allem noch nicht dem permanenten Rettungsmechanismus ESM zugestimmt hat(Abstimmung Dez.).

    Bis jetzt angelaufen:
    480 Milliarden Euro Steinbrücks Bankenbürgschaft von 2008:
    Diese dürften demnächst fällig werden, wenn es zu keinen weiteren Eurorettunmge mehr kommt.

    1.542 Milliarden Euro Euro-Banken-Bürgschaften der Eurozone, Berechnung lt. Prof. Sinn, Stand Mai 2011.

    Offiziell beträgt der deutsche Anteil hier 27 %, wird aufgrund der gesamtschuldnerischen Haftung (d.h., jeder haftet für alles, wenn einige Bürgen ausfallen, müssen andere deren Bürgschaftsanteil übernehmen),
    jedoch wesentlich höher sein.

    Trotzdem wird es höchste Zeit, dieses Kartenhaus einstürzen zu lassen.

    Warum?
    Weil es im Vergleich immer noch billiger ist.
    ...

  • 9.09. 23:34

    Georg

    Viel gibt's ja nicht mehr auszuhöhlen. Im Grunde, kann's nur noch besser werden.
    Und Welt Online ist das allerletzte Schmutzblatt. Wenn da kritisiert wird, dann muß die Not wirklich groß sein.

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