6.09.2011
Die Direktkandidatin der Linkspartei in Steglitz-Zehlendorf, Franziska Brychcy, sieht im Medienkoffer „Sexuelle Vielfalt“ keinen unzulässigen Eingriff in die Elternrechte. Mit der Berliner Initiative werde leiglich auf „die verschiedenen existierenden Lebens- und Familienformen reagiert“. Zudem teile sie auch nicht die Auffassung, daß „die Vielfalt der Familienformen oder der sexuellen Orientierungen scham- oder persönlichkeitsverletzend ist“. „Scham als Konzept“ lehne sie ohnehin grundsätzlich ab.
Für Brychcy, die selbst in einer „langjährigen polyamoren Partnerschaft mit zwei Männern“ und vier Kindern lebt, ist „die systematische Unterdrückung kindlicher Nacktheit und Sexualität und völlig unnötige Anerziehung von Schamgefühlen eine extreme Menschenrechtsverletzung, die den Kindern in unserer Gesellschaft von klein auf angetan wird“. Seelische Verletzung erführen die Kinder in erster Linie „durch die eigenen Eltern, die ihnen von Anfang an Nacktheit verbieten, oder selbst ihr Geschlecht zu berühren oder in einen oder mehrere Menschen verliebt zu sein oder im Jugendalter ihre Sexualpartner frei auszuwählen und ihre Sexualität frei auszuleben...“
Lesen Sie hier die vollständige Antwort von Franziska Brychcy.
(Bildquelle: die-linke-Berlin.de)
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Kommentare
21.04. 13:02
Laurent
@ Michael aus dem Bayernland
Du liegst völlig falsch weil,
Kinder haben definitiv keine eigene Sexualität !
Kinder sind auch keine Feuerwehrmänner oder Polizisten nur weil sie diese Rollen nachspielen und imitieren.
Kinder machen nur den Erwachsenen alles nach !
Würden Erwachsene mit ihrer Sexualität diskret und würdevoll umgehen, würden Kinder diesbezüglich ungestört aufwachsen können und ihre eigene Sexualität rechtzeitig und liebevoll selbst entdecken können.
Warum ist das so schwer zu verstehen ?
Offenbar weil viele Erwachsene auch eine missbrauchte, gestörte Kindheit hatten und sich geistig nicht richtig entwickeln konnten. Somit sind viele Erwachsene infantil und in der geistigen Entwicklung so zurückgeblieben, dass sie kein selbständiges Denken entwickelt haben und vieles nachmachen und nachplappern, so wie es eben Kinder immer tun.
28.03. 17:10
Michael aus dem Bayernland
Franziska Brychcy hatt recht.
Auch kinder haben eine sexualetet
oder haben den alle ihre Kindheit vergessen.
Auch FKK ist was Natürliches.
Aber natürlich bin ich auch gegen misbrauch von
Kindern das muss bestraft werden.
10.11. 15:51
Anna Schmidt
Mann sollte überprüfen, ob bei dieser Dame nicht das Kindeswohl gefährdet ist. Schon Siegmund Freud, der ja sicherlich nicht bürgerlichen "Spießern" zugerechnet werden kann, wusste: "Der Verlust der Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn."
In meiner langjährigen Arbeit mit geistig Behinderten konnte ich immer wieder eindrucksvoll erfahren, wie distanzlos und schamlos diese agieren - es ist ein Teil ihrer Behinderung, sie können nicht anders. Gesunden Kindern allerdings die Scham abzu- erziehen, halte ich für eine schwere Menschenrechtsverletzung, zumal Scham eine natürliche Reaktion ist, die sich bei einem gesunden Menschen ganz von selbst einstellt.
In unserer Familie war es genauso wie bei Karl: Die Badetüren standen immer offen, aber ab einem bestimmten Alter haben die Kinder angefangen, die Türen zu schließen. Ich habe das akzeptiert, aber genau diese Akzeptanz und der Respekt vor der Entscheidung des Kindes fehlt bei Frau Brychcy. Gott schütze uns vor solchen Politikern!
3.10. 16:31
Markus Kenn
Schamgefühl ist immer wichtig, und jede Freiheit hat auch immer etwas damit zu tun, die Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Wer sich - mit Verlaub - frei durch alle Betten "vögelt", handelt verantwortungslos und zeigt, dass er weder treu noch zuverlässig, sondern bindungsschwach ist. Ich jedenfalls bin froh, Schamgefühle zu haben: Dadurch verbiete ich mir selbst jegliche billige Anmache und behandle dadurch Frauen mit den ihnen gebührenden Respekt und sehe sie nicht als billige Sexualobjekte.
24.09. 17:58
Maria
Da hat uns wieder ein "Polyamorist" die Welt erklärt und seinen gestörten "Hunger nach Sex" auf die Masse projiziert. Offenbar hat er noch nicht kapiert, dass der Sexkonsum ähnlich wie z.B. der Fleischkonsum sowie Mode, meistens mittels Werbung der Industrie- und Pharmalobby künstlich hergestellt und gesteuert wird, um Konsum anzukurbeln und um Abhängigkeiten jeder Art zu erzeugen.
Der "Polyamorist" verteidigt einen Irrglauben, dass ein freizügiger Sexkonsum unsere Gesellschaft von sexuellem Mißbrauch befreien könnte und übersieht, dass der Sexkonsum erst recht unbefriedigend und süchtig macht.
Kein Mensch geschweige denn ein Kind oder ein Tier darf zu einem Sexobjekt degradiert werden und dementsprechend erzogen werden.
Auch ein Jammer, dass der "Polyamorist" die Therapeutin Alice Miller fehlinterpretiert hat und ihre Lehre willkürlich und oberflächlich aus dem Kontext nahm. Alice Miller hat die Erziehung allgemein in Frage gestellt, nachdem sie ihre Patienten und gesellschaftliche Störungen beobachtet hat. Sie hat für die bewußte Aufarbeitung im eigenen Leben plädiert, jedoch nicht für Einmischung in fremde Angelegenheiten und schon gar nicht für Sexualerziehung bei Minderjährigen.
16.09. 19:37
Polyamorist
@shot
Die Grundeinstellung eines jeden Kindes den Eltern gegenüber ist Liebe, wenn nichts dazwischenkommt. Oft sind es aber die Eltern, die unbewusst Verhaltensweisen, die sie schon von ihren eigenen Eltern mitbekommen haben, an das Kind weitergeben. Das fängt bei Schlägen an, wenn das Kleinkind schon Bedürftigkeit zeigt und geht bis hin zu unberechenbarem Verhalten mit sexuellem Missbrauch und Gewalt in der Familie. Alice Miller hat viele Bücher über diese Thema geschrieben.
Zum Thema sexueller Missbrauch allgemein: Ich glaube und sehe im Alltag, dass wir in einer sexuell isolierten und verarmten Welt leben. (Stichwort: oversexed und underfucked, also überall mehr oder weniger sexuelle Reize, aber fast nirgends Erfüllung). Von daher laufen viele Menschen mit einem grossen sexuellen Hunger durch die Gegend und versuchen diesen Hunger leider an den schwächsten der Schwachen, nämlich den Kindern zu stillen.
Sexuell erfüllte Menschen vergreifen sich nicht an Kindern, deshalb ist die Forderung nach einer angstfreien Sexualität so wichtig, auch wenn sie immer wieder missverstanden wird.
@Gregor B.
"... denn die lieben ihre Kinder wirklich und werden genau das tun, was sie für das Beste halten."
Ich kann bei dieser Aussage wieder nur an Alice Miller verweisen. Sie hat gezeigt, dass auch Mütter, die ihre Kinder wirklich lieben, diese schlagen und glauben, es schade ihnen nicht, weil es der Mutter damals selber auch nicht geschadet habe.
15.09. 15:11
Karl
So, die Anerziehung von Schamgefühl soll extreme Menschenrechtsverletzung sein?
Und sonst fühlen Sie sich noch wohl, Frau Brychcy? Da bringen Sie wohl einiges durcheinander. Haben Sie selbst Kinder?
Schamgefühl ist natürlich, hauptsächlich angeboren, nicht anerzogen. Wir haben unsere Kinder frei erzogen, Türen waren nie verschlossen. Das Schamgefühl kam bei ihnen ganz von selbst.
Darüber hinaus ist Schamgefühl auch ein Schutzmechanismus, etwa vor sexueller Fremdbestimmung.
Frau Brychcy, Sie finden wahrscheinlich auch "anerzogene" Ethik und Respekt vor Individualrechten anderer noch als "Menschenrechtsverletzung"!?
Ihre Ansichten sind nicht nur weltfremd, sondern gefährlich für die Unverletzlichkeit der Kinder. Bei solchen Einstellungen brauchen wir uns über wachsenden Kindermissbrauch nicht zu wundern.
13.09. 17:01
Gregor B.
Wie auch immer die Erziehung am Besten wäre: überlass es den Eltern.
Denn die lieben ihre Kinder wirklich und werden genau das tun, was sie für das Beste halten.
Du kannst gerne versuchen, die Eltern von etwas anderem zu überzeugen, denn die sind keine kleinen Opfer.
Im übrigen, liebe Linke, möchtet ihr wirklich freiere Sexualität und entspannteren Umgang mit Nackheit, dann solltet ihr endlich gegen einen weiteren Moslemzuzug sein!
13.09. 11:16
Shot
"Polyamorist
Das Thema ist nicht einfach zu beurteilen: Auf der einen Seite lernen Kinder schon von klein an, dass es einen Papa und eine Mama gibt und dass das Kind "nur" die beiden lieben darf. "
Ich wurde als Kind jahrelang von meinem Vater sexuell mißbraucht - zählt das auch unter "lieben".
Seiner Ansicht nach schon, er war auch ein links-Wähler.
Ich hab mich (nach 10 Jahren Mißbrauch, weiteren Jahren an Gewalt) der anderen Seite zugewandt. Ich wähle NPD.
An sexuellem Kindesmißbrauch sind solche Leute wie Sie schuld, mehr noch als der Täter selbst, denn der ist krank. Wobei die Grünen ja auch ne Petition eingebracht haben, dass die unten genannten §§ abgeschafft werden.
Leute wacht auf, informiert Euch - noch habt ihr diese Woche Zeit dazu.
13.09. 10:42
Andreas H.
Dissoziale Persönlichkeitsstörungen äußern sich bekanntlich oft in der Form einer polyamorösen Beziehungsstruktur. Die Legalisierung von Pädophilie und Inzest zur "Befreiung der kindlichen Sexualität" gab und gibt es noch bei den Grünen als gesellschaftliche Forderung. Auch der messianische Eifer, eigene Lebensentscheidungen überzubewerten zeugt von einer ASP.
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