5.09.2011
Hans-Olaf Henkel hat im Interview mit der "Welt am Sonntag" erklärt, "eine europafreundliche Partei, die eine echte Alternative zum Einheitseuro anbietet, hätte ein großes Potenzial". Den von ihm früher unterstützen Liberalen empfahl er, die Koalition zu "verlassen, in die Opposition gehen und für eine alternative Euro-Politik (zu) kämpfen".
Das sei ihre einzige Chance. Der ehemalige BDI-Chef schlägt einen neuen Währungsraum bestehend aus Deutschland, Finnland, Österreich und den Niederlanden vor. Viele Bürger seien "es satt, den Euro mit Europa gleichgesetzt zu sehen", so Henkel, immer mehr würden erkennen, dass die Währung in der jetzigen Form mehr schade als nütze. Henkel will im Oktober seine Thesen in mehreren Städten vortragen.
Ob daraus eine neue Partei entstehen könne ließ Henkel offen.
Noch vor der Abstimmung über den Vertrag zum sog. "Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)" wird Hans-Olaf Henkel in Berlin auf einem Kongress der Zivilen Kongress seine Kritik zur gegenwärtigen Euro-Politik vortragen. Die Zivile Koalition e. V. ist Träger von Abgeordneten-Check.de.
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(Bildquelle: wikipedia/Stuart Mentiply)
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Kommentare
18.09. 21:53
Cornelia Wechsler
Ich verstehe die heutigen Wahlergebnisse in Berlin überhaupt nicht!
ALLE wissen, was unsere "Volksparteien im Schilde führen (z.B. ESM...etc.etc.) und TROTZDEM haben sie relativ gute Wahlergebnisse!
Wo ist z.B. die Partei der Venunft?
Ist der deutsche Michel wirklich so bewegungslos und dumm?
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11.09. 21:24
Iris
"Der ehemalige BDI-Chef schlägt einen neuen Währungsraum bestehend aus Deutschland, Finnland, Österreich und den Niederlanden vor."
Schwachsinn hoch zehn. Laßt alle Länder wieder zu ihren ursprünglichen Währungen zurückkehren. Wir waren schon zu DM-Zeiten eine Exportnation. Den Frieden hat die Nato gesichert, und nicht die EU. EWG hat vollkommen ausgereicht.
Und die Reisefreiheit? Wir konnten vorher schon überall in Europa ohne Probleme reisen. Ab und zu mal den Perso zeigen. Na und?
Mit dem Euro wurden die Einkommen halbiert und die Preise für Waren verdoppelt. Das hält auf Dauer kein Volk aus. Und dann auch noch die "Rettung" sämtlicher Schuldnerstaaten.
Fragt einfach die zahlenden Länder, macht Volksumfragen und laßt die Bürger entscheiden, die das alles finanzieren sollen. Das wäre demokratisch. Aber seit "Honeckers Rache" haben wir ja keine Demokratie mehr. Denn, ich zitiere: "Die Deutschen haben nicht für alle Zeit ein Recht auf Demokratie und Wohlstand."
5.09. 15:43
Meißner
Hallo, 05.09.11
Macht endlich Schluß mit den Euro,weder im großen noch im keinen Kreis wird es funktionieren, den Frankreich will die Geige spielen, so ist der ärger schon programmiert.
Den Wohlstand den sich ein Volk erarbeitet soll auch dort bleiben, und nicht den weniger
fleißigen geschenkt werden.
Ich hoffe das Prof. Hankel und alle seine Mitstreiter °Recht ° bekommen, am 7.9.11
Mann kann nicht ewig das Recht mit Füßen treten.
MfG
DM
5.09. 14:37
Jörg Braun
In Polen, wo der Zloty die nationale Währung
darstellt, kann man vielerorts auch mit dem
Euro bezahlen.
Dies wäre bei einer rechtzeitigen Rückkehr
Griechenlands zu einer nationalen Währung
gewiss heute auch der Fall.
Weshalb sollte eine von mehreren Staaten
aktzeptierte konvertierbare Währung sich
nicht im Laufe der Zeit auf marktwirtschaftliche Weise zu einer sinnvollen Art von Gemeinschaftswährung entwickeln?
Die angeblichen Vorteile der Zwangseiführung des Euro durch einmalige Festlegung des
Wechselkurses zu den vorherigen Nationalwährungen würden dann vielleicht
tatsächlich entstehen?
5.09. 12:45
Eberhard
Gerne unterstütze ich eine solche Koaltion. Der total undemokratische, diktatorische ESM (so wie er im Entwurf vorliegt) muss unter allen Umständen verhindert werden. Leider ist den meisten Bürgern, auch den politisch interessierten, der Wortlaut des ESM unbekannt. Die ganze Initiative sollte aber eingebunden sein in eine Zielstellung, die Marktwirtschaft als eine Säule der Gesellschaft und die Demokratie als die andere Säule der Gesellschaft zu stärken. Hätten wir beides funktionsfäig, so hätten wir die heutigen Probleme im Finanzwesen udgl.nicht. Deshalb sollten Politiker ähnlich wie ein Mittelständler bewertet werden. So wie eine Firma ein Produkt anbieten muss, so muss der Politiker/die Partei ein klar umrissenes für den Bürger nachvollziehbares Programm vorlegen. Ansonsten gibt es keine Zulassung zur Wahl. Fehler, im weiteren Sinne, werden mit der Reduzierung des Einkommens quittiert. Dazu müssen die Mitwirkungsmöglichkeiten, wie Volksentscheide, ausgebaut werden. Aber auch die Medien müssen frei die brennenden Themen aufgreifen und von der jetzigen Vernebelung ablassen. Der ESM sollte auf den Titelseiten im Wortlaut erscheinen. Mit herzlichen Grüssen und Dank an die Initiatoren..Eberhard Schulzke
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