19.08.2011
Die deutliche Kritik von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) an dem Vorgehen der Merkel-Regierung zu den sog. "Euro-Rettungspaketen" sorgt weiterhin für Unruhe in der Koalition. So zeigt sich der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler über die klaren Worte Lammerts erfreut: „Ich bin dem Bundestagspräsidenten ausgesprochen dankbar. Wenn es um Hartz-IV-Sätze geht, berät das Parlament monatelang, während wir alle Rettungspakete im Galopp verabschieden“. Schließlich ginge Sorgfalt vor Schnelligkeit, so Schäffler weiter.
Zuvor verbat sich CDU-Fraktionschef Volker Kauder jegliche "Einmischung" vom Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU). Angeblich würden keine Gesetze durch den Bundestag "durchgepeitscht", was jedoch Kauders Parteifreund Lammert anders gesehen wird. Für die Beratung der milliardenschweren Hilfspakete seien wenige Tage nicht ausreichend.
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Kommentare
24.08. 22:35
Stephanie Griffin
Gemach und genau, so wie es jetzt lautet bin ich gegen eine Verabschiedung der EMS.
Auch die Banken, besonders die Landesbanken müssen zahlen. Keinesfalls nur der Steuerzahler. Keine Mehrverschuldung!!! Gesetze müssen die zukünftige Generation schützen und nicht zur Kasse bitten.
Das Limit ist erreicht, sonst eben keinen Euro mehr! Jedes Land muß selbst seine Wirtschaft und seinen Haushalt in Ordnung bringen. Solidarität nennt man das.
19.08. 16:53
Michael Sulmer
Ich bin sehr froh über Hr. Schäffler.
Ich bin sehr froh, dass es in ihm noch jemanden gibt, der nicht verblendet und weltfremd, sondern mit offenen Augen in die Welt blickt und sich nicht scheut, auch mal Mißstände anzusprechen.
Es ist zwar nicht beruhigend, aber dennoch schön zu sehen, dass es noch jemanden gibt, der nachdenkt - bevor er sich äußert.
Es gibt zu viele Trettins und andere halbstarke, die sich hinter ihrem Mandat verstecken und warten, bis mal einer einen positiven Gedanken äußert, dann aus seinem Büro kriecht und in den Medien anprangert, lautstark anprangert und alles in den Schmutz zieht um zu diffamieren. Und Herrn Kauder sei gesagt, das Wort EINMISCHUNG im Bezug auf die vorsichtige aber deutliche Umschreibung einer ggf. entstehenden Gefahr zu verwenden, ist nicht nur dumm, sondern fast schon trotzig. Man kennt das sonst nur von Kleinkindern!
Danke Herr Schäffler. Der liberale Gedanke ist Ihnen nicht verloren gegangen (vielleicht sollte ich auch sagen, der liberalistische Gedanke...).
Herzlichen Gruß
Michael Sulmer
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