29.07.2011

Bundesbankpräsident Weidmann rückt von Merkel ab

Harsche Kritik an Kanzlerin

Bundesbankpräsident Weidmann rückt von Merkel ab

Bundesbankpräsident, Jens Weidmann, war noch bis vor kurzem engster Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Doch nun kommt harsche Kritik zum zweiten Finanzprogramm für Griechenland und zu Merkels Europapolitik: Weidmann lehnt die Pläne der Kanzlerin für weitere Finanzhilfen für das bankrotte Griechenland als eine "Schwächung der Grundlagen der auf fiskalischer Eigenverantwortung bauenden Währungsunion" ab.

"Indem umfangreiche zusätzliche Risiken auf die Hilfe leistenden Länder und deren Steuerzahler verlagert werden, hat der Euro-Raum aber einen großen Schritt hin zu einer Vergemeinschaftung von Risiken im Falle unsolider Staatsfinanzen und gesamtwirtschaftlicher Fehlentwicklungen gemacht", bemängelte Weidmann.

"Künftig wird es noch schwieriger, die Anreize für solide Finanzpolitiken aufrechtzuerhalten", kritisierte der Bundesbankchef. Merkel befand jedoch die Brüsseler Gipfel-Ergebnisse als bedeutend. Auch EZB-Präsident Trichet  betont den Beratungserfolg und ist für eine Europäische Konföderation.

Mehr unter: Reuters und FAZ.Net

 

 (Bildquelle: Bundesbank)

 

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