21.07.2011

Ehem. BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel

Transferunion: Organisierte Verantwortungslosigkeit

Ehem. BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel

Der ehemalige BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel hat in einem Beitrag in der "Welt" seinen früheren Einsatz für den Euro als "Fehler" bezeichnet und die Argumente der Euro-Befürworter massiv kritisiert. "Jetzt soll der Marsch der Lemminge in die organisierte Verantwortungslosigkeit einer Transferunion den Euro am Leben erhalten, auch wenn dafür unsere Ersparnisse und die Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone insgesamt geopfert werden", schreibt Henkel.

Auch sichere der Euro keineswegs den Frieden in Europa. Vielmehr sei er zu einem gefährlichen Spaltpilz geworden.

Denn in einer Transferunion müssten Politiker in den Geberländern in aggressiver Weise andere Interessen verfolgen als in den Nehmerländern, wenn sie wiedergewählt werden wollen.

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(Foto: Stuart Mentiply, Wolfsburg)

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Kommentare

  • 7.10. 11:38

    Maria Perrot

    Gestern habe ich den Bericht "Der Wutgroßbürger" von H.O. Henkel gelesen. Ich kann die Kritik nur unterschreiben. Heute noch bin ich der Meinung, dass man den Bürger hätte entscheiden lassen müssen, ob es zu einer Euro-Einführung kommt, oder nicht. Ich war damals nicht gerade begeistert davon. Die meisten Sorgen mache ich mir, dass wir, die Steuerzahler dafür zahlen müssen, dafür, dass andere Länder mit ihrem Geld nicht haushalten können. Ich bin seit einem halben Jahr in Frührente, weil ich chronisch krank bin. Diese Rente ist sehr klein, ich muss um jeden Euro kämpfen. Wie es in unseren Land weitergehen soll, ist mir ein Rätsel. Warum muss alles heut zu Tage global sein, ich denke oft, dass wir uns damit mehr schaden, denn die Globalisierung bringt uns sehr viel Schaden, von der Kriminalität mal ganz abgesehen. Wir sollten uns besinnen und darüber nachdenken, was die nächsten Generationen auszubaden haben.

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