8.07.2011
Mit Dr. Volker Wissing reagiert ein namhafter Koalitions-Politiker mit einem ausführlichen Kommentar auf die Initiative zur EU-Transferunion. Der Vorsitzende des Finanzausschusses im Bundestag hält nichts von Umschuldungen der Krisen-Länder, insbesondere Griechenlands.
Der liberale Finanz-Experte befürchtet bei einer Umschuldung Griechenlands ein Domino-Effekt auf die Euro-Zone zukommen. Bei den Umschuldungen setzen die Rating-Agenturen die Staatsanleihen der betroffenen Länder auf "default", das heißt, sie sind nicht mehr kreditwürdig. Dies bedeutet wiederum, dass die Europäische Zentralbank diese Anleihen nicht mehr als Sicherheiten akzeptieren darf. Die Folgen wären laut Wissing gravierend für die Wirtschaft und den Sozialstaat. Auch für solvente Länder wie die Bundesrepublik, da bei einem solchen Szenario die Banken in Liquiditätsprobleme gerieten und das Eigenkapital verringerte sich deutlich durch die entwerteten Staatsanleihen.
Der FDP-Politiker sieht somit eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die auch auf die gesunden EU-Länder übergriffe. Doch konzidiert Wissing immerhin, dass die "Bürgschaften für Griechenland ein erhebliches Risiko" seien, indes hält er das Risiko für größer, dass bei einem Ausbleiben der Hilfen die Eurozone in eine "tiefe Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit schlittert."
Die vollständige Antwort Volker Wissings lesen Sie hier.
Foto: Dr. Volker Wissing, MdB, (www.volker-wissing.de)
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Kommentare
22.07. 16:30
Gladstone
Lieber Dr. Hans Wurst,
Ihr Name ist Programm, was?
19.07. 17:16
Dr. Hans Wurst
Diese Seite ist ein Armutszeugnis für den politischen Diskurs in Deutschland.
Warum wird nicht die vollständige Antwort der Abgeordneten veröffentlicht? So könnte sich jeder sein eigenes Bild machen.
Stattdessen wird nur das wiedergegeben, was dem Eurokritischen Kurs dieser Seite in den Kram passt.
Das ist geheuchelte Objektivität, wie es der Bild-Zeitung entspricht
11.07. 19:14
Petra
Die FDP hat jegliche finanzpolitische Vernunft verloren.
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