7.07.2011

Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben e.V. zur PID-Entscheidung

PID-Zulassung: Schwarzer Tag für die Behinderten in Deutschland

Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben e.V. zur PID-Entscheidung

In einer Pressemitteilung erklärt Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben e.V., zum heutigen Gesetzesbeschluß des Deutschen Bundestages für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID): "Heute ist ein schwarzer Tag für die Behinderten in Deutschland. Wir Christdemokraten für das Leben sind entsetzt, dass der Deutsche Bundestag die PID in Deutschland zugelassen hat. Deutschland wird mit der PID ein großes Stück unmenschlicher und kälter.

Der Deutsche Bundestag gibt das Signal, dass es Behinderungen, Krankheiten und genetische Veranlagungen gibt, die eine Selektion durch PID rechtfertigen. Das ist ein gewaltiger Rückschlag für das Rechtsbewusstsein in unserem Land.

Viele Redner haben heute im Bundestag deutlich gemacht, dass die PID-Zulassung an die Grundfesten unserer Gesellschaft rührt:

Behinderte werden durch PID diskriminiert, Paare mit genetischem Risiko werden ab heute unter erheblichen Druck gesetzt, sich der PID zu unterziehen.

Mütter, die ein Kind mit Behinderungen zur Welt bringen, werden in Zukunft immer öfter den Vorwurf hören, das sei doch nicht mehr nötig, seit es PID gibt.

PID garantiert kein gesundes Kind. Aber der Bundestag eröffnet nun ein neues, reichhaltiges Geschäftsfeld für Reproduktionsmediziner: Allein schon wegen der Angst der Mediziner vor Schadenersatzklagen wird PID zum weit verbreiteten Screeningverfahren und zur Krankenkassenleistung werden.

Die PID-Zulassung ist nicht nur ein schwerer Schlag gegen den Lebensschutz in Deutschland. Zugleich ist heute ein schwarzer Tag für die CDU/CSU: Als intellektuelle Speerspitzen der PID-Selektion wirkten Sozialministerin Ursula von der Leyen und Ex-Generalsekretär Peter Hintze. Mit ihrer suggestiven "Ethik des Helfens" und ihrem Beharren auf einer technischen Lösung wie der PID haben sie die programmatische Linie der Union bewusst verlassen. Auch das äußerst stille "Ja" der Bundeskanzlerin zum Gesetzentwurf für ein PID-Verbot wird den Exodus der Kernwählerschaft der Union nun nicht mehr aufhalten können.

Das technokratische Denken, das heute von Peter Hintze vorgetragen wurde, ist ein Sargnagel für die Glaubwürdigkeit der Union. Die Menschen erkennen den schweren inneren Widerspruch, wegen der Sorgen in der Bevölkerung nach der Fukushima-Katastrophe aus der Kernenergie auszusteigen, aber nun die umstrittene Technik der PID zuzulassen.

Wir fordern nun auch eine parlamentarische Debatte darüber, wie die von allen Rednern beklagten hohen Abtreibungszahlen in Deutschland reduziert werden können."

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europaabgeordnete sowie Kommunalpolitiker

Kommentar schreiben






Kommentare

  • 23.07. 12:57

    Johanna Cender

    Ich danke Ihnen sehr für Ihren Einsatz !
    Es ist bedauerlich, dass so viele namhafte Politiker aus den Reihen der CDU/CSU ihre materiell-egoistische Einstellung zum Leben kund getan haben.Sie sollten die Konsequenz ziehen und sich unter die Fahne einer anderen Partei stellen, die die christliche Wertevermittlung nicht im Grundsatzprogramm trägt.

  • 13.07. 20:52

    Herbert Böttcher

    Die Entscheidung ist eine Katastrophe für Deutschland. Einen neuen Fluch legte man nun auf unsere Nation, als ob es nicht schon genug wäre. Gott sagt: Suchet mich, so werdet ihr leben. Wir brauchen Erweckung. Wir Christen müssen den Namen Jesus Christus in unserem Land groß machen. Nur in dem Namen Jesus wird unsere Nation eine Segensnation werden und das verdiente Gericht abwenden.
    Herbert Böttcher

  • 13.07. 13:17

    Marianne Jöst

    Ich danke Ihnen Frau Mechthild Löhr für Ihren Brief.Ich bin sehr enttäuscht von der CDU,wie sie abgestimmt hat. Die Sünde schreit zum Himmel,genau auch bei der Abtreibung. Ich habe 7 Kinder geboren. Ich habe nicht gefragt, sind sie alle normal !Ich verstehe Deutschland nicht mehr. Nochmal wählen gehn ?????
    Ja, man rechnet nicht mehr mit Gott, denn ohne ihn geht nichts.
    Ich werde auch weiterhin mitmachen !!
    Es grüßt Marianne Jöst

  • 13.07. 8:54

    Franz Josef Kostinek

    Wenn wir kein Geld haben um behinderte Menschen einen menschenwürdigen Aufenthalt in unserer Gesellschaft zu ermöglichen dann sollten wir die Gelder verwenden um Waffen zu bauen, damit wir uns möglichst bald selbst von dieser Welt verabschieden können.
    Denn was Gott macht war noch nie falsch.

Seiten: 1

Infos

Aktionen

Bleiben Sie informiert! Bestellen Sie hier den Newsletter

Demokratie fördern! Unterstützen Sie den Abgeordneten Check.de mit einer Spende