29.06.2011

PID-Abstimmung 07. Juli im Bundestag

Zwei PID-Gesetzentwürfe leicht verändert

PID-Abstimmung 07. Juli im Bundestag

Am 07. Juli 2011 soll im Bundestag abschließend über den künftigen Umgang mit der Präimplantationsdiagnostik (PID) entschieden werden. Eine Empfehlung für einen der drei Gesetzentwürfe zur PID hat der Gesundheitsauschuß nicht gegeben. An zwei der drei Entwürfe sind noch einmal Änderungen beschlossen worden.

Im geänderten Gesetzentwurf von Ulrike Flach (FDP) und Peter Hintze (CDU) für eine Zulassung der PID sollen nun Anzahl und Zulassungsvoraussetzungen der PID-Zentren ”durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates“ geregelt werden. In dieser Rechtsverordnung sollen zudem die Details ”zur Einrichtung, Zusammensetzung, Verfahrensweise und Finanzierung der Ethikkommissionen für Präimplantationsdiagnostik“ bestimmt werden.

Die Einschränkung im Gesetzentwurf von René Röspel (SPD) und Priska Hinz (Grüne), daß die PID nur dann durchgeführt werden darf, „wenn das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit im ersten Lebensjahr stirbt“, wurde aus dem Gesetzentwurf gestrichen. Das „Kriterium des ersten Lebensjahres im Sinne einer exakten Frist“ ließe sich „nicht hinreichend medizinisch begründen“, erläuterten die Initiatoren ihre Änderungsentscheidung.

Der Antrag für ein vollständiges PID-Verbot blieb unverändert.

Quelle: www.bundestag.de

Foto: S. Baier/pixelio.de

Kommentar schreiben






Kommentare

  • 3.07. 18:05

    SIEGLINDE LUTZ

    PID - MENSCHENSELEKTION - DARF ES UNTER KEINEN unter keinen Umständen, mit keiner AUSNAHME GEBEN:ein solches Gesetz gliche einem Dammbruch!Ich bin voller Sorge, dass Die Abgeorneten meines Wahlkreises - für PID stimmen! Bitte machen Sie nicht diesen fundamentalen Fehler!

  • 3.07. 14:16

    Frank Fürth

    @Hypatia
    Auch wenn es ein katastrophaler Umstand wie Krieg oder auch eine Vergewaltigung ist, der einen Menschen hervorbringt, rechtfertigen diese schrecklichen aber von Menschen ja gewollten ! Katastrophen nicht, ein Unrecht durch ein anderes Unrecht zu vergelten.
    Wieviele Menschen sind nicht gewollt und leiden ihr ganzes Leben an dem Gefühl nicht geliebt zu werden. Da spielen sich ja ganze menschliche Dramen ab. Tragik (insofern Leid wie ein vorheriger Kommentator schrieb)gehören nun einmal zum Leben wie Naturkatastrophen,deren Ursache die betroffenen Menschen auch nicht zu verantworten haben. Es gibt keinen Anspruch auf ein "rosarotes" Leben, auch wenn Werbung und Medien tagtäglich meinen, einem das einreden zu müssen (es spielt halt eine Menge, Menge Geld in die Kassen - und nur darauf kommt es unserer Welt leider an). Persönliche Verbitterung ist allzu menschlich, aber ein ganz schlechter Ratgeber. Hier geht die Sache auch mehr an die Adresse der Mitmenschen, die aufgerufen sind, solchen nicht gewollten Menschen ein Gefühl von Würde und das Gefühl, ja das Wissen, auch geliebt zu werden, zu geben.
    Sie schreiben: "wir müssen erstmal auch mit unserem Gehirn da sein, um leben zu wollen". Können Sie den genauen Zeitpunkt in Ihrem Leben nennen, von dem ab Ihnen ihr "Ich" bewußt war, d.h. dass Ihr "Ich" ein lebender, liebender, fühlender und mitfühlender, Verantwortung-übernehmender "Organismus" ist ? Es gibt diesen Zeitpunkt nicht. Aus rein opportunistischen Gründen möchte der Mensch darüber befinden, ab wann von einem "Menschen" gesprochen werden kann.
    Politker irren hier gewaltig, wenn sie hier stets auf die bestehende Rechtlage (und damit auf den Staat, den wir Menschen ja letztendlich bilden) verweisen. Ein demokratisch gewähltes Parlament ist noch lange keine Garantie dafür, nicht zu irren. Es gilt sicher nicht die Gleichung Mehrheitsmeinung = Wahrheit. Die persönlich Meinung läßt sich mit der Aussicht auf den persönlichen Vorteil stets leicht manipulieren.

  • 1.07. 21:57

    P. Bernhard Bossert

    Die PID ist eine Verführung zu falscher SELBSTMÄCHTIGKEIT DES Menschen.

  • 1.07. 20:55

    Hypatia

    @Andreas Roering:

    Ja, auch ich habe mein Leben von meinen Eltern geschenkt bekommen. Es hätte mich jedoch nicht gestört, wenn sie es nicht getan hätten. Zudem hätte ich meiner Mutter sowieso einen besseren Mann gewünscht. ...

    Ich weiß auch, dass meine Omi meine Mutter nur deshalb bekommen hat, weil sie im Krieg nicht in der Munitionsfabrik arbeiten wollte. Trotzalledem wünschte ich mir, den Krieg hätte es nicht gegeben.

    Ihre Logik ist nicht nachvollziehbar. Wir müssen erstmal auch mit unserem Gehirn da sein, um leben zu wollen.

  • 1.07. 20:50

    Hypatia

    Lu Gropp hat geschrieben: "Im Umgang mit bereits im Reagenzglas erzeugten Kindern in meinem Beruf, muß ich feststellen, dass deutliche Unterschiede zwischen "normal" gezeugten Kindern zu erkennen sind. Es treten bereis Hyperaktivität, Agressionen, Selbstmordgedanken und Konzetrationsörungen im frühen Kindesaler auf und statt "perfekte" Menschen zu konstruieren geht unser "Versuch" ins Gegenteil."

    Sorry, aber was für ein Blödsinn! Ihre Aussage wird keiner wissenschaftlichen Untersuchung standhalten. Das haben schon ganz andere versucht, zu belegen.

    Ich kenne als Mutter von 2 im Reagenzglas gezeugten Kindern auch noch ein paar andere solche Kinder persönlich und habe via Internet Kontakt mit seeeehr vielen anderen Familien, die so gegründet wurden.

    Unsere Kinder sind genauso "normal", fröhlich, schlau, gut aussehend, gesund, intelligent, gut drauf und unperfekt, wie andere Kinder auch.

  • 1.07. 14:10

    Andreas Roerig

    Mich stimmt es sehr nachdenklich, dass offenbar eine immer größer werdende Schar Menschen - eben auch Abgeordnete mit einer akademischen Ausbildung, denen man eine hohe Vernunft und Intelligenz unterstellen sollte, nicht mehr in der Lage sind darüber zu reflektieren, dass auch ihnen das Leben geschenkt wurde. Der Mensch besitzt nicht die Vollmacht, über Leben und Tod zu entscheiden. Kein Mensch hat sich schließlich selbst ins Leben berufen. DAS MENSCHLICHE LEBEN ist keine Ware, über die verhandelt werden kann. Es ist in höchstem Maße ein Anmaßung, wenn ein Mensch meint zu wissen, welches Leben Würde hat und welches keine, welches Leben einem Ideal (welches eigentlich - das der Schönen und Reichen ?) entspricht und welches keinem. Nein, das persönliche Schicksal muss dahinter zurücktreten, auch wenn es im Einzelfall noch so bitter sein mag. Jedes Leben hat Würde. Und Leid ist Teil unseres Lebens. Leid kann auf tiefere Dinge, größere Zusammenhänge hinweisen, die aber für eine Welt , in der es zu viel um Etikette, Eitelkeiten und Kosten-Nutzen Prinzipien geht, verschlossen zu sein scheinen. Selektion - wir hatten das in unserem Land schon einmal. Wir sollten aufpassen, dass wir in künftigen Geschichtsbüchern für dieses egozentrische und inhumane Verständnis über DAS MENSCHLICHE LEBEN nicht verurteilt werden.

  • 30.06. 20:08

    Lu Gropp

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    abgesehen von Ethik und Moral und religiösen Grundsätzen, schaue ich mit PID einer bedenklichen Entwicklung entgegen. Im Umgang mit bereits im Reagenzglas erzeugten Kindern in meinem Beruf, muß ich feststellen, dass deutliche Unterschiede zwischen "normal" gezeugten Kindern zu erkennen sind. Es treten bereis Hyperaktivität, Agressionen, Selbstmordgedanken und Konzetrationsörungen im frühen Kindesaler auf und statt "perfekte" Menschen zu konstruieren geht unser "Versuch" ins Gegenteil. STopp der PID

  • 30.06. 8:07

    schulte Walter

    es ist keine routiene Abstimmung, hier geht es um Leben oder Tod, "be or not to be". Wir sollten als Gechöpf Gottes Respekt zeigen für das Wunder des Lebens und das werdende Leben nicht zerstören.
    Ich bitte herzlich um Einsicht, und das die Abgeorneten das Gesetz ablehnen.

Seiten: 1

Infos

Aktionen

Bleiben Sie informiert! Bestellen Sie hier den Newsletter

Demokratie fördern! Unterstützen Sie den Abgeordneten Check.de mit einer Spende