29.06.2011
Der bekannte Journalist und Publizist Matthias Matussek lehnt eine Zulassung der Präimplantationsdiagnostik in Deutschland grundsätzlich ab. „Der Einspruch der Kirchen“ gegen die PID sei „ein zutiefst humaner“, so Matussek in seinem aktuellen Buch “Das katholische Abenteuer – Eine Provokation“. Gegenüber FreieWelt.net bekräftigte er seine Haltung zur PID: „Der Widerstand gegen die PID ist der Widerstand gegen den Einbruch des Nützlichkeitsdenkens in die Menschengeschichte. Also unterstütze ich ihn.“
Auszug aus seinem Buch “Das katholische Abenteuer – Eine Provokation“:
„Wenn wir die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben als Gottes Geschöpfe nicht mehr haben, werden wir den Menschen als züchtbares Ersatzteillager, als Rohmaterial, als seelenlose Biomaschine sehen, mit der alle Experimente erlaubt sind. Daher ist der Einspruch der Kirchen etwa in Fragen der Präimplantations-Diagnostik ein zutiefst humaner. Wir dürfen uns nicht anmaßen, Leben danach zu beurteilen, ob es wert oder unwert ist. Es ist eine schöne Pointe, dass es unserem gottesfürchtigen Umgang mit menschlichem Leben zu danken ist, dass es Stephen Hawking, den großen Gotteszweifler, überhaupt gibt – seine Krankheit wäre womöglich in einer pränatalen Diagnostik erkannt und der ganze Stephen Hawking schon früh aussortiert worden.“ (S. 92)
Matthias Matussek: “Das katholische Abenteuer – Eine Provokation“, DVA SPIEGEL Buchverlag 2011.
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