7.06.2011

Wolfsburger CDU-Abgeordneter gegen PID-Zulassung

Günter Lach (CDU): „Jedes Leben ist ein Geschenk“

Wolfsburger CDU-Abgeordneter gegen PID-Zulassung

Günter Lach, direktgewählter CDU-Abgeordneter aus Wolfsburg, hat sich nach intensiver Überlegung dazu entschieden, „dem Gesetzesentwurf zum Verbot der PID zuzustimmen“. Jedes Leben sei ein Geschenk. Vor jedem Leben habe er Erfurcht, „egal in welcher Form“, teilte er in seinem Antwortschreiben auf verschiedene Bürgernachfragen über AbgeordnetenCheck.de mit.

Zentral sei für ihn dabei die Frage, „ab wann ist ein Leben lebenswert, und wer darf dies festlegen?“ Bei einer Zulassung der Präimplantationsdiagnostik müsse man sich anmaßen, diese Frage zu beantworten. Kein Mensch sollte die Entscheidung treffen, ab wann und in welchen Grenzen Embryonen aussortiert werden können, so Lach.

Lesen Sie hier die ganze Antwort von Günter Lach

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Kommentare

  • 20.06. 17:19

    Philippa

    Ich hoffe nun auf vollständige Veröffentlichung:

    Auszug aus Grönemeyer "Stück vom Himmel"

    Warum in seinem Namen

    Wir heißen selber auch

    Wann stehen wir für unsere Dramen
    
Er wird viel zu oft gebraucht

    Alles unendlich, unendlich



    Welche Armee ist heilig

    Du glaubst nicht besser als ich

    Die Bibel ist nicht zum Einigeln
    
Die Erde ist unsere Pflicht

    Sie ist freundlich, freundlich, wir eher nicht



    Da hier so häufig die Bibel zitiert wird: Hat Gott uns nicht zu vernunftbegabten Menschen gemacht bzw. machen wollen? Sollten wir nicht unsere Taten mit unserem eigenen Namen unterschreiben können?

    Hätte Gott gewollt, das wir alles einfach so hinnehmen, dann müssten wir wohl jetzt noch in Höhlen leben. Evolution wäre dann wohl eher nicht möglich gewesen.

    Aus reiner Nächstenliebe sollten wir die PID in Ausnahmefällen gestatten bzw. mündigen Menschen erlauben, eine eigene moralisch/ethische Entscheidung für sich zu treffen. Niemand wird das leichtfertig tun. Das weiß man spätestens dann, wenn man selber zumindest mal einen IVF-Zyklus durchlaufen hat. Da macht man keine PID einfach aus einer fixen Idee heraus. Das ist alles wohlüberlegt und man kann es "mit dem eigenen Namen unterschreiben", was man da tut. In sehr sehr vielen Fällen geht es noch nicht mal um Selektion, sondern nur um das Aufspüren einer lebensfähigen befruchteten Eizelle, die das Potential hat, zum Menschen zu werden. Das ist aktive Hilfe zum Leben. Ohne PID würde es diese Kinder nicht geben!

    Bevor man sich hier anmaßt, die Bibel als Sprachrohr zu benutzen, sollte man doch lieber seinen gesunden Menschenverstand einschalten. Der Menschheit hätte so auch in der Vergangenheit sehr viel Leid erspart werden können.

  • 20.06. 9:31

    Philippa

    Leider werden hier sehr wichtige Absätze meiner Beiträge herausgelöscht, bevor sie veröffentlicht werden. Der Sinn meiner Beiträge wird so teilweise bewusst verdreht.

    Wenn hier Beiträge veröffentlicht werden, dann doch bitte komplett. Mein Beitrag enthielt in keiner Form Beleidigungen, Unwahrheiten oder Angriffe. Ich bin ehrlich gesagt schockiert über diese Praxis hier auf dieser Seite! Das ist höchst unprofessionell.

    [Anmerkung Redaktion AbgeordnetenCheck.de: Unsachliche, beleidigende und themenferne Kommentare werden nicht veröffentlicht bzw. entsprechende Passagen, mit einem Vermerk versehen (!), entfernt. Wenn Teile Ihres Kommentars fehlen, wurde er möglicherweise unvollständig übermittelt o.ä. Dies bitten wir zu entschuldigen.]

    Wenn ich meinen letzten Beitrag nochmals ergänzen darf:

    Ich halte PID-Betroffene für durchaus mündige Menschen, die in der Lage sind verantwortungsvoll und reflektiert zu handeln. Man sollte ihnen die Entscheidung über PID ja oder nein selbst überlassen und sie nicht pauschal verurteilen.

  • 17.06. 17:41

    Philippa

    Auszug aus Grönemeyer "Stück vom Himmel"

    Warum in seinem Namen

    Wir heißen selber auch

    Wann stehen wir für unsere Dramen
    
Er wird viel zu oft gebraucht

    Alles unendlich, unendlich



    Welche Armee ist heilig

    Du glaubst nicht besser als ich

    Die Bibel ist nicht zum Einigeln

    Die Erde ist unsere Pflicht

    Sie ist freundlich, freundlich, wir eher nicht


    Da hier so häufig die Bibel zitiert wird:
    Hat Gott uns nicht zu vernunftbegabten Menschen gemacht bzw. machen wollen? Sollten wir nicht unsere Taten mit unserem eigenen Namen unterschreiben können?

  • 16.06. 15:48

    Dr. Wilhelm Tombrinck

    Liebe Marie,

    entschuldigen Sie bitte die ungenaue Ausdrucksweise. PID ist natürlich nur eine Untersuchung. Mord ist das darauf folgende Töten des Kindes.

    Da letzteres in Mord ist, ist PID eine überflüssige Untersuchung, weil Sie das Kind jedem Fall nicht töten dürfen, wenn Sie keinen Mord begehen wollen. PID verführt zu Mord. Mord ist übrigens auch dann Mord, wenn er in unserem Rechtssystem nicht als solcher bezeichnet wird.

    Auch ich bin in gewisser Weise ein Betroffener, und ich weiß, wovon ich spreche.

    Und ja, eine schwere Krankheit kann (muss aber nicht) eine Strafe Gottes sein, z.B. für Mord. Denn Gleiches wird mit Gleichem vergolten (in der Esoterik nennt sich das kosmisches Gesetz des Gleichgewichts), es sei denn, Sie bereuen die Tat von Herzen.

    Herzlich

    WT

  • 13.06. 19:11

    Marie

    Lieber Herr Dr. Tombrinck,

    wenn ich Ihren Gedanken weiter denken darf, dann entscheidet Gott also auch, ob Sie persönlich z.B. mal an Krebs erkranken werden? Werden Sie dann Gottes Willen als solchen hinnehmen und gottgewollt sterben, oder werden Sie sich etwa behandeln lassen? Gehen Sie zu Vorsorgeuntersuchungen?

    Ich wünsche mir als Betroffene eine PID als Diagnosemöglichkeit. Ich möchte wissen, ob mein Kind lebensfähig sein wird, oder ob ich mich auf eine weitere Fehlgeburt einstellen muss. Die PID an sich ist KEIN Mord. Die PID selbst ist eine Möglichkeit zur Diagnose schwerer Gendefekte. Ich möchte diese Diagnose erfahren und nicht im Unklaren darüber gelassen werden, was mit mir oder meinem werdenden Kind passiert.

    Das, was Sie hier als Mord bezeichnen, ist die NACH der PID folgende Entscheidung der Mutter, ob sie einen genetisch (schwer) geschädigten Embryo transferiert bekommen möchte oder nicht.

    Ich für meinen Teil möchte zumindest die Gewissheit und keinen Zwang zum Nichtwissen.

    Beste Grüße
    von einer Betroffenen (die von Ihnen als potentielle Mörderin stigmatisiert wird)

  • 13.06. 6:48

    Dr. Wilhelm Tombrinck

    Liebe Hypatia,

    mit Freiheit kann man keinen Mord rechtfertigen. Das Leben besteht von dem Moment der Empfängnis an. Jede Abtreibung wie auch PID sind daher Mord.

    Das Leben ist auch kein Geschenk der Eltern, sondern Gottes! Nicht die Eltern entscheiden über die Entstehung des Lebens, sondern Gott. Die Eltern können sich Kinder lediglich wünschen. Ob das mit dem Kinderkriegen funktioniert, entscheidet Gott. Es ist irrelevant, ob die Empfängnis natürlich oder künstlich zustande kommt. Ist sie zustande gekommen, ist ein Mensch entstanden. Ihn zu töten ist Mord.

    Herzlich

    Dr. Wilhelm Tombrinck

  • 11.06. 5:51

    Dr. Wilhelm Tombrinck

    Liebe Abgeordnete, liebe Mitmenschen,

    ein Mensch ist ein Mensch vom Zeitpunkt der Empfängnis an. Dabei ist es irrelevant, wie die Empfängnis zustande kam. Jede Selektion der befruchteten Eizelle ist (ebenso wie jeder Schwangerschaftsabbruch) Mord.

    Bei PID geht es nicht darum, Betroffenen zu helfen, wie dies von einigen dargestellt wird. Schon gar nicht ist ein Verbot der PID als unterlassene Hilfeleistung einzustufen. Im Gegenteil. Wer PID verhindert, verhindert MORD.

    Die Freiheit der betroffenen Eltern rechtfertigt nicht, ihr gerade (künstlich) gezeugtes Kind zu töten. Mord ist niemals rechtfertigbar.

    Die genetische Selektion wurde in Deutschland übrigens schon einmal propagiert.

    Auch Aldous Huxley lässt grüßen.

    Dr. Wilhelm Tombrinck

  • 8.06. 22:36

    Hypatia

    @Sir Cordia Klein:

    Das Gegenteil soll der Fall sein. Das Christentum hat, (fast) so lange es besteht, Menschen ihrer Freiheitsrechte beraubt. Heute ist es - in abgewandelter Form - leider immer noch so. Wir haben inzwischen aber die Menschenrechte, die uns Religionsfreiheit zusichern. Auch in unserem Grundgesetz steht die Religionsfreiheit. Selbige gilt nicht nur für CHristen, sondern auch für Atheisten und für Menschen, die andere Religionen dem CHruistentum vorziehen.

    Gerade deshalb müssen unsere Gesetze so ausgelegt sein, dass sie ALLEN Menschen gerecht werden - nicht nur den Christen!

  • 8.06. 22:27

    Hypatia

    Ja, jedes Leben ist ein Geschenk - ein Geschenk der Eltern. Deshalb dürfen Eltern auch entscheiden, ob sie jemandem das Leben schenken wollen oder nicht.

    Ich denke, bei der PID geht es nicht um lebenswert oder nicht, es geht darum, ob die Eltern einem Kind das Leben schenken wollen, das mit einer Behinderung leben muss, die mit großem Leiden verbunden ist. Einem Leiden, das die Eltern oft - da es eine Erbkrankheit ist - schon in der eigenen Familie erlebt haben.

    Es geht bei der PID auch darum, Frauen - dort, wo es möglich ist - vor Fehl- und Totgeburten zu bewahren. Wollen Sie ernsthaft über den Lebenswert einer sich entwickelnden menschlichen Eizelle zu diskutieren, die nicht die Chance hat, lebend geboren zu werden?

  • 8.06. 16:40

    Philippa

    Und ich bete für alle Betroffenen, dass sich hier christliche Nächstenliebe nicht in religiöser Eiferei, sondern in Taten zeigen möge. Betroffenen sollte geholfen werden - mit einer begrenzten Zulassung der PID!

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