27.05.2011

Martin Lohmann (BvL) fordert von Familienministerin "Ja zum Leben"

PID "zerstört das unantastbare Lebensrecht"

Martin Lohmann (BvL) fordert von Familienministerin "Ja zum Leben"

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) und katholische Publizist, Martin Lohmann, fordert in einer aktuellen Pressemitteilung von Familienministerin Kristina Schröder ein „klares und logisches Ja zum Leben“:

"Die von der christdemokratischen Familienministerin Kristina Schröder geäußerte Hoffnung, die Kirchen könnten sich in ein mögliches PID-System einbinden lassen, entbehrt jeder Logik und muss als hoffnungslose Enttäuschung gewertet werden. Es ist schade, dass die zum Teil sehr nachdenklich geführte und argumentationsstarke Diskussion über ein notwendiges Verbot der PID offenbar bei der Ministerin im Unterschied zu zahlreichen anderen Volksvertretern bislang keine Erkenntniswirkung zeitigte. Offensichtlich meint sie immer noch, das Lebensrecht des Menschen könne teilbar sein und sei bei mangelnder Gesundheit nur mangelhaft gegeben. Eine solche Meinung ist nicht nur tragisch, sie ist auch gefährlich. Es ist zudem absurd, von den Kirchen die Beteiligung an einer möglichen Selektion menschlichen Lebens zu erwarten. 

Ich wiederhole daher gerne und entschieden, was unbestritten ist und gerade von einer Familienministerin erkannt werden sollte: Es handelt sich nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle um einen wachsenden Menschen. Wer aber durch eine Diagnostik den Weg zur Selektion und damit zur Tötung menschlichen Lebens eröffnet, versündigt sich und zerstört das unantastbare Lebensrecht. Zugleich wäre dies ein Angriff auf die Humanität und der Einstieg in ein unseliges Unterscheiden zwischen wertem und unwertem Leben. Diese Unterscheidung aber darf es niemals geben. 

Daher fordern wir von der Familienmisterin ein klares und logisches Ja zum Leben, nicht aber die Formulierung maßstabsloser Erwartungen an die Kirchen. Zugleich bedanken wir uns bei allen Abgeordneten, die in den vergangenen Wochen mit Sorgfalt und großer Verantwortung sich bereits für ein PID-Verbot und damit gegen jede Selektion entschieden haben. Sie leisten damit einen kostbaren Dienst für mehr Humanität und die Stärkung des Lebensrechtes eines jeden Menschen, das unantastbar sein und bleiben muss."

Foto: www.lohmannmedia.de

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Kommentare

  • 2.06. 23:37

    Hypatia

    Die Kirchen dürfen in Gesetzesangelegenheiten überhaut nichts zu sagen oder mitzutragen haben. Die Kirchen sind Vereine, die nur für eine bestimmte Teilmenge unserer Gesellschaft zuständig sind, nämlich für die, die sich freiwillig und mit vollem Verstand in ihre Hände begeben haben.

    Ein großer Teil unserer Gesellschaft möchte jedoch bewusst nichts mit den Kirchen zu tun haben. Und das st ein grundgesetzlich verankertes Recht, auch ein Menschenrecht. Wir haben nämlich Religionsfreiheit.

    Insofern könnte es mir völlig hopp sein, was Sie, Herr Lohmann, für eine Meinung zur PID haben. Da jedoch die Kirchen - es ist bedauerliche Wahrheit - entgegen dem Grundgesetz als Schattenkabinett unserer Regiwerung wirken, ist es mir nicht egal. Mir kommt es jedoch nicht darauf an, Ihre Meinung zu ändern, mir kommt es darauf an, Sie und alle anderen Kirchenlobbyisten in Ihre Schranken zu weisen.

    Prädigen Sie in der Kirche für Ihre Schäfchen, aber nicht für unsere gesamte Bevölkerung!!!

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