24.05.2011

Junge Union gegen PID-Zulassung

Schutz des Lebens hat Priorität

Junge Union gegen PID-Zulassung

Die Junge Union lehnt die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) an künstlich befruchteten Embryonen ab. PID gefährde ungeborenes Leben massiv, erklärten der JU-Bundesvorsitzende Philipp Mißfelder und seine bayerische Stellvertreterin Dorothee Bär. PID führe unweigerlich zur Selektion zwischen wertem und unwertem Leben. Dies sei nicht hinnehmbar. Man dürfe die „Grenze der ethischen Machbarkeit“ nicht noch weiter verschieben.

Deshalb müsse die Union im Deutschen Bundestag bei der Beratung zur PID „auf den Schutz des Lebens drängen“. Zudem sei eine „breite gesellschaftliche Diskussion und verstärkte Aufklärung“ dringend notwendig , „um junge Menschen bei ihrer Entscheidung für das ungeborene Leben nicht alleine zu lassen“.

Quelle: Junge Union

Foto: Alexandra H. / pixelio.de

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Kommentare

  • 6.06. 11:45

    Michael Hermanns

    Junge Union, bleiben Sie bei Ihrem "Nein zu PID".
    Bei allem was der Mensch in die Wege leitet, ist zunächst der "Gedanke es zu wollen" da. Auch wenn man beim Hausbau erst zwei Steine gesetzt hat, so weiß man, was daraus letztlich wird. Der Plan liegt vor und so wird es werden. Und das, mit allen Fehlern, die im Plan versteckt sind und die man beim Hausbau macht. Wenn beim Menschen also immer erst der Gedanke vor dem "es werde" da ist, warum sollte nicht auch beim "werdenden Menschen" (in diesem Fall) der Gedanke Gottes vorangestellt sein, die "Fehler nach unserem Ermessen", inbegriffen.

    Wir sollten nicht das EGO, sondern das Leben fördern, auch wenn es gesundheitlich belastet sein könnte. Auch Behinderte und Kranke formen diese Gesellschaft in menschlicher und sozialer Hinsicht und sind unverzichtbar!
    Es gibt im Leben nicht immer nur "1. Klasse"!
    Wollen wir zukünftig darüber debattieren müssen, ob den Eltern behinderter Kinder nicht auch die finanziellen Unterstützungen gestrichen werden? Schließlich hätte man "das" ja verhindern können und nun wird die "Gesellschaft" unnötig "belastet". Wehe uns, wenn es soweit kommt und durch die PID werden hier m.E. die Türen geöffnet.

    Schauen Sie sich den Lebensbericht von Nick Vujicic an, ein Mann, geboren ohnen Arme und Beine und nach heutigem Ermessen "nicht lebenswert". Er wäre nach der PID sicher ausselektiert worden und ist doch ein Beispiel an Energie und Lebensfreude pur.
    Wie gut, das es ihn gibt!
    Wenn Sie sich das angesehen haben, dann werden Sie sicher standhaft bleiben und weiterhin für ein Verbot der PID eintreten.
    Der Eingriff in das Leben und die Selektion von "lebenswert" und "unlebenswert" liegt nicht in unserem Ermessen.
    Das pflücken des Apfels vom Baum des Lebens war Adam auch untersagt und trotzdem konnte und tat er ihn pflücken. Gut war es deshalb trotzdem nicht.
    Ihnen wünsche ich Gottes Segen für Ihre Entscheidung.
    P.S. wir hatten zwei Totgeburten!

  • 24.05. 22:58

    Hypatia

    Eine "Junge Union" der Christdemokraten hat ganz andere Motive als die oben genannten. Da geht es nämlich um eine angebliche Gottesebenbildlichkeit der befruchteten Eizelle oder darum, die Jungfräulichkeit Marias nicht zu beleidigen (weil nämlich, wenn die befruchtete Eizelle noch keine vernunftbegabte Seele hätte, dann "würde ja das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens eine vernunftlose Materie feiern. Das aber sei der allerseligsten Jungfrau "unangemessen."" (Paul Zacchias, Leibarzt des Papstes Innozenz X.)

    PID gefährdet kein ungeborenes Leben. Ungeborenes Leben ist aus sich selbst heraus gefährdet, denn nur jede 10. befruchtete Eizelle befruchtet sich zum Kind. Man sollte aber auch eine Eizelle nicht mehr schützen als die Mutter selbst. Und die ist nun mal bis zur Geburt der Wirt ihres Kindes. Da sollte sie selbst entscheiden können, ob sie einen Embryo bewirten will, der sowieso kurz nach der Geburt stirbt.

    Nur die Mutter allein soll die Entscheidung treffen dürfen, ob sie ein schwer behindertes Kind austragen will. Es ist nämlich auch ihr Leben. Ihr Leben, das sie für ein schwer behindertes Kind opfern müsste. Somit trifft die Mutter eine Entscheidung für ihr Leben und nicht darüber, ob die befruchtete Eizelle, die sie sich transferieren lässt oder nicht, unwertes oder wertes Leben ist.

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