20.05.2011
Der Generalsekretär der Union führt dazu weiter aus:
"Die deutsche Staatsverschuldung zu verringern, ist gegenwärtig und auch in den kommenden Jahren eine der wichtigsten Aufgaben der Politik, darin stimme ich völlig mit Ihnen überein. Die abstrakte Forderung nach Subventionsabbau trifft in der entsprechenden öffentlichen Diskussion stets auf breite Zustimmung. Allerdings ist die konkrete Umsetzung des
Abbaus von Subventionen hoch komplex.
Dies beginnt damit, dass es in der Wissenschaft keine einheitliche Definition des Begriffs „Subvention“ gibt. So kommen beispielsweise der Subventionsbericht der Bundesregierung, der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die OECD oder die EU-Kommission zu unterschied-lichen Ergebnissen in der Bewertung von Subventionen. Zudem sind Subventionen immer wieder dort erforderlich, wo zum Beispiel Neuheiten noch nicht wirtschaftlich gewinnbringend entwickelt und erprobt werden können. Das trifft gegenwärtig insbesondere auf die
zukunftsweisende, unverzichtbare Entwicklung bzw. Erforschung der erneuerbaren Energien zu.
Insofern ist die Ihrerseits gestellte Frage nach einem Subventionsabbau aus meiner Sicht nicht mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten. Bei der Überprüfung und gegebenenfalls auch der Streichung von Subventionen sind viele verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Ziel sollte es dabei sein, wo immer vertretbar Subventionen zu reduzieren und z. B. bei den erneuerbaren Energien Überförderungen zu vermeiden. Markteinführungshilfen dürfen nicht zur Dauerförderung werden.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen meinen Standpunkt zum Subventionsabbau nachvollziehbar gemacht zu haben."
Foto: Hermann Gröhe, MdB (www.hermann-groehe.de/)
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Kommentare
24.05. 12:30
Dr. Manfred Hanke
Die Ausnahmen: genau das ist der Grund, warum
der Subventionsabbau nicht zustande kommt. Es
wird immer mächtige Interessenten geben, die ihre Sache durchdrücken oder Besseres (den allmählichen Abbau) verhindern können. Prinzip müsste aber eigentlich sein, daß jenes,was als Subvention durch Mehrheitsbeschluß benannt wird per Rasenmähermethode im Laufe eines sinnvollen Zeitraumes auf Null zurückgeführt wird. Die immer noch ausufernde Staatverschuldung mit unvermeidlichem Staatsbankrott wird aber jede Subvention - sie möge noch so sinnvoll und
nützlich erscheinen - abrupt beenden.
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