17.05.2011
Der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer, hat sich gegen die Forderung der Initiative „PID stoppen – Selektion verhindern“ auf AbgeordnetenCheck.de ausgesprochen. Er werde statt dessen bei der Abstimmung im Deutschen Bundestag für den Antrag stimmen, „der die PID für Menschen mit einer genetischen Disposition in engen ethischen Grenzen zulassen will“.
Er sei davon überzeugt, „dass es den von Einigen befürchteten Dammbruch nicht geben wird“. Eltern würden sich nicht leichtfertig für eine PID entscheiden. Bei der PID gehe es auch nicht um die Erzeugung von Designerbabies, denn die PID würde durch das Gesetz auf die Suche nach Erbkrankheiten begrenzt.
Kretschmer glaube überdies nicht, daß die Zulassung der PID den Umgang mit Behinderungen verändern würde: „Behinderung wird immer Teil unserer Gesellschaft bleiben, denn die überwiegende Zahl ist nicht angeboren, sondern ereilt die Menschen, durch Krankheit oder Unfälle, erst im Laufe ihres Lebens“.
Lesen Sie hier die vollständige Antwort von Michael Kretschmer
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Kommentare
5.07. 11:47
Andreas Holzhey
Lieber Herr Kretschmer, stimmen Sie dagegen. Alles hat so einmal angefangen, im Kleinen, scheinbar harmlos, mit guten Argumenten, medizinisch hervorragend untersetzt, aber der Mensch ist schlecht. Behinderungen fangen nicht erst später im Leben an, das ist kein gutes Argument. Ich habe einen behindeten Sohn, furchtbar, wenn er aussortiert worden wäre. Und er ist dankbar das er lebt. Wollen wir alles legalisieren. Den Tod am Anfang, den freiwilligen Tod, den gewaltsamen? Haben wir keine Ethik mehr? Ich fürchte um die Menschheit, die sich zurück entwickelt und wir unterstützen das auch noch. Bitte ändern Sie ihre Meinung. Das sind Sie den Menschen in diesem Land schuldig.
6.06. 11:58
Michael Hermanns
Herr Kretschmer, überdenken Sie bitte Ihre Wahl!
Bei allem was der Mensch in die Wege leitet, ist zunächst der "Gedanke es zu wollen" da. Auch ein Haus wächst in Gedanken bevor man es baut. Dann liegt der Plan vor und so wird es werden. Und das, mit allen Fehlern, die im Plan versteckt sind und die man beim Hausbau macht. Wenn beim Menschen also immer erst der Gedanke vor dem "es werde" da ist, warum sollte nicht auch beim "werdenden Menschen" (in diesem Fall) der Gedanke Gottes vorangestellt sein, die "Fehler nach unserem Ermessen", inbegriffen.
Wir sollten nicht das EGO, sondern das Leben fördern, auch wenn es gesundheitlich belastet sein könnte. Auch Behinderte und Kranke formen diese Gesellschaft in menschlicher und sozialer Hinsicht und sind unverzichtbar!
Soll das Leben nun nach unserem eingeschränkten Ermessen und Wollen "optimiert" werden?
Wollen wir zukünftig darüber debattieren müssen, ob den Eltern behinderter Kinder nicht auch die finanziellen Unterstützungen gestrichen werden? Schließlich hätte man "das" ja verhindern können und nun wird die "Gesellschaft" unnötig "belastet". Wehe uns, wenn es soweit kommt und durch die PID werden hier m.E. die Türen geöffnet. Sehen Sie, wohin uns die Abtreibungspolitik gebracht hat.
Schauen Sie sich den Lebensbericht von Nick Vujicic an, ein Mann, geboren ohnen Arme und Beine und nach heutigem Ermessen "nicht lebenswert". Er wäre nach der PID sicher ausselektiert worden und ist doch ein Beispiel an Energie und Lebensfreude pur.
Wie gut, das es ihn gibt!
Wenn Sie sich das angesehen haben, dann werden Sie hoffentlich umschwenken und für ein Verbot der PID eintreten.
Der Eingriff in das Leben und die Selektion von "lebenswert" und "unlebenswert" liegt nicht in unserem Ermessen.
Das pflücken des Apfels vom Baum des Lebens war Adam auch untersagt und trotzdem konnte und tat er ihn pflücken. Gut war es deshalb trotzdem nicht.
Ihnen wünsche ich Gottes Segen für Ihre Entscheidung.
P.S. wir hatten zwei Totgeburte
22.05. 12:56
Hartwig Groll
Als CDU-Mann muß Ihnen der christliche Standpunkt vor allen politischen oder sonstigen Überlegungen stehen.
Stimmen Sie unbedingt mit NEIN zur PID
19.05. 21:26
Manuel Shwarz
Sehr geehrter Herr Kretschmer,
wenn sie die Muße haben, dann sehen sie sich einfach mal an, wie man damals vorging, als man die Abtreibung legalisieren wollte.
Man kam mit "Scheinargumenten" um Abtreibung als etwas positives aussehen zu lassen.
Im Falle eines Mißbrauchs, einer Behinderung,...könnte es doch nicht ganz verkehrt sein, usw.
Scheinargumente!!!
Heute sterben täglich etwa 1000 Kinder in Deutschland dadurch. Gesunde Kinder.
Dasselbe wird die PID bewirken.
Enge ethische Grenzen, wie sie schreiben...die bleiben nicht bestehen.
Entscheiden Sie sich für das Gute!
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