10.05.2011

Harald Koch (Die Linke) gegen Zulassung der PID

Bislang Unentschiedener MdB für ein PID-Verbot

Harald Koch (Die Linke) gegen Zulassung der PID
Harald Koch, Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, hat sich auf einem Fragebogen der Initiative "PID stoppen!" der Zivilen Koalition e.V. und Der Durchblick e.V. für ein vollständiges Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen. Bislang hatte sich der Links-Politiker noch für keinen der drei Gesetzentwürfe zur Regelung der PID entschieden. 
 
Mit seiner Antwort an die Initiative "PID stoppen!" auf AbgeordnetenCheck.de unterstützt Koch die Aussage, daß er „die Präimplantationsdiagnostik (PID) aus ethischen, medizinischen und/oder gesellschaftlichen Gründen für sehr problematisch und – auch in ihren Langzeitrisiken – für nicht verantwortbar“ halte.“ Daher spreche er sich „dafür aus, die PID in Deutschland nicht zuzulassen“ und setze sich künftig „für die Gesetzesinitiative ein, die eine Zulassung vollständig ausschließt."
 
Der in Sangerhausen geborene Diplom-Ökonom ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
 
Zur Antwort von Harald Koch
 
Foto: www.harald-koch-mdb.de

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Kommentare

  • 29.05. 22:24

    Hypatia

    Sehr geehrter Herr Koch,

    auch Sie haben es nichtmal geschafft, eine selbst formulierte Begründung für Ihre Entscheidung zu liefern.

    Mit einer Zustimmung zum vollständigen Verbot der PID stimmen sie auch dafür, dass Frauen, die sich ein Kind wünschen, jedoch zusammen mit ihrem Partner ein genetisches Problem haben, in unserem Land weiterhin diskriminiert werden. Sie verurteilen diese Frauen, Embryonen auszutragen, die bereits vor oder auch kurz nach der Geburt sterben werden, sie verurteilen Frauen zur Schwangerschaft auf Probe, sie verurteilen Frauen, die ein schwerst behindertes Kind nicht auf die Welt bringen wollen, zur Abtreibung, Sie verurteilen Paare, die Ihr Urteil nicht annehmen, zumindest dazu, einen erhöhten Behandlungsstreß durch Auslandsbehandlungen hinnehmen zu müssen.

    Ich bitte Sie, sich das noch einmal gründlich zu überlegen. Noch haben Sie Zeit, Ihre Unterschrift zurück zu nehmen.

  • 23.05. 13:46

    S. Schwarz

    Wir Frauen, welche auf kuenstliche Befruchtung angewiesen sind, zahlen fuer jeden der 3 von der Krankenkasse genehmigten Versuche zwischen 1000-3000 Euro.
    Wir haben 3, in Worten: DREI, Versuche schwanger zu werden!!
    Andere Frauen ohne Probleme ueben oftmals bis zu 1 Jahr, um schwanger zu werden. Das sind 12 Versuche und selbst dort regelt die Natur und kranke Embryos werden 'aussortiert' durch eine Fehlgeburt.
    Wir Frauen haben durch eine IVF/ICSI nur drei Versuche und wenn dort durch nicht lebensfaehige Embryos zu einer Fehlgeburt kommt, haben wir einen Versuch verspielt.

    Schade, dass wir nicht mit Hilfe der PID lebensfaehige Emryos eingesetzt bekommen koennen!
    Ueberlegen sie mal, ob ihnen die Geburtenrate von Deutschland wichtig ist oder nicht. Wir Frauen, welche auf kuenstliche Befruchtung angewiesen sind, wuerden Ihnen gern steuerzahlende Bundesbuerger gebaeren!!

    Gruss S.Schwarz

    PS: Abtreibungen nach Fruchtwasseruntersuchungen sind ja bis zum 3. Monat erlaubt. Schade nur, dass man nicht lebensfaehige nicht vorher aussortieren kann.

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