5.05.2011
Auch wenn die Argumente und Motive der Befürworter der Präimplantationsdiagnostik (PID) noch so gut und plausibel erscheinen mögen, letztlich führe die PID zu einer „menschenverachtenden Unterscheidung zwischen lebenswertem und lebensunwertem Leben“, kritisiert der Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Markus Günther in einem aktuellen Leitartikel seiner Zeitung.
Angesichts der „ausufernden vorgeburtlichen Diagnostik mit ihrer verhängnisvollen Auslese“ hält es Günther deshalb für dringend geboten, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen. Mit der PID werde eine Grenze überschritten, die den Weg ebne „zur Selektion menschlichen Lebens“. Es handele sich hier auch nicht nur um einige wenige Fälle, wie oft von den Befürwortern der PID vorgebracht, „es geht ums Ganze“, betont Günther: “Jedes Leben zählt. Das gilt für das Leben eines Behinderten genauso wie für Kinder, Alte, Schwache, psychisch Kranke. Leistung, Gesundheit, Aussehen oder Intelligenz dürfen nicht über das Lebensrecht eines Menschen entscheiden, das Leben an sich verdient unbedingten Schutz.“
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Foto: Markus Günther/Augsburger Allgemeine
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