4.05.2011
Die Aachener Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, Ulla Schmidt (SPD), hat sich gegenüber der Zivilen Koalition e.V. und Durchblick e.V. für den Gesetzesentwurf ausgesprochen, der ein vollständiges Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) vorsieht.
Jedes Kind habe das Recht, “um seiner selbst willen geliebt zu werden und um seiner selbst willen zur
Welt gekommen zu sein“, sagte sie in ihrer Rede im Bundestag zur PID-Debatte am 14.04.2011. Auch mit seinen Behinderungen und Einschränkungen sei das Leben lebenswert. Schmidt kritisierte, daß „bei der Präimplantationsdiagnostik die Selektion am Anfang“ stehe: „Der Wunsch, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, setzt voraus, dass dem Leben, das nicht die entsprechenden Eigenschaften hat, das Recht genommen wird, sich weiterzuentwickeln“. Dies sei der Hauptgrund, warum sie sich für ein generelles Verbot der PID ausspreche.
Foto: Aleph/wikipedia.de
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Kommentare
25.05. 11:32
Kirstin
Sehr geehrte Frau Schmid!
Vielen Dank, dass Sie Ihre Stimme für jedes Kind erheben!
Wir wollen Ihnen ausdrücken, dass wir mit großer Besorgnis die derzeitige Diskussion verfolgen.
Im Gespräch mit den Nachbarn und Menschen aus unserer Gemeinde waren wir überrascht, wie viele sich gegen eine Zulassund der PID aussprachen. So wollen wir nicht mehr ein Teil der schweigenden Masse sein, sondern unser Anliegen ausdrücken und Sie unterstützen, die Schwächsten unserer Gesellschaft zu schützen!
Viel Kraft Ihnen und Gottes Segen,
K.Steinhauser
6.05. 8:11
Angela
Ist es Ihnen lieber, wenn die Selektion später vorgenommen wird? Sie wissen genau, dass jede Frau z.B. eine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen lassen darf und eine Abtreibung bei entsprechendem Befund zulässig ist! Wollen Sie das in Zukunft auch verbieten? Wohl kaum - das würde zu viele (insbes. weibliche) Wählerstimmen kosten. PID dagegen betrifft ja nur sehr wenige Paare.
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