2.05.2011
Ähnlich wie bei den Agrarexportsubventionen mit seinen negativen Wirkungen vor allem in Afrika, schaden die Subventionen für die Bioenergie nicht nur den Steuerzahlern, sondern auch der Wirtschaft in den Entwicklungsländern.
Ein Beispiel für die Schattenseiten der Subventionierung Grüner Energien ist jenes der Tortilla-Krise in Mexiko: Nationalgericht der Mexikaner und zugleich Symbol nationaler Identität. Die Grundlage dafür, der Mais, ist in den letzten Jahren für das kriselnde Land nahezu unerschwinglich geworden.
Für den Preisanstieg gibt es mehrere Gründe. Zum einen stecken dahinter die Vereinigten Staaten. Dort wird seit einiger Zeit Ethanol als alternative Energiequelle gefördert. Ethanol wird vor allem aus Mais hergestellt, was wiederum die Nachfrage der USA nach dem Getreide beträchtlich hat ansteigen lassen. Dies führte zu einem drastischen Preisanstieg auf dem Weltmarkt für Mais und zu Einfuhrproblemen für Mexiko, da sich das Land die teuren Importe kaum noch leisten kann. Für den größten mittelamerikanischen Staat ist dies ein schwerweigendes Problem, da die Totilla das zentrale Grundnahrungsmittel seiner Bevölkerung darstellt.
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Foto: Wikipedia, John Sullivan
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