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14.04.2011
Ökonomie-Professor kritisiert Schäubles verfehlte Euro-Politik
Schuldenstand auf Rekordhoch, Euro-Krise geht weiter, effizienter Subventionsabbau Fehlanzeige
Der Mannheimer Ökonomie-Professor Roland Vaubel übt scharfe Kritik an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Schäuble sei ein "Euromantiker", der sich nicht um die Ratschläge seines wissenschaftlichen Beirats schere, der ihn vor schädlichen Folgen von zu großzügigen Krediten an einzelne Euro-Staaten gewarnt habe.
„Der Fehlanreiz wäre geringer, wenn der Schuldnerstaat die verbürgten Hilfskredite, ob sie nun zur Finanzierung frischer Defizite oder zur Ablösung von Altschulden dienen, nur zu einem merklich höheren Zinssatz erhalten würde“, schreibt Vaubel in einem Gastkommentar für das
"Handelsblatt".
Der Minister habe sich als "erstaunlich beratungsresistent erwiesen" und scheine nicht zu verstehen, welchen Schaden er anrichte. Zudem stellt der Ökonom die Frage, warum Schäuble sich selbst nach dem Verlust seines Stammlandes Baden-Württemberg als Bundesfinanzminister halten kann.
Foto: Michael Gottschalk / dapd
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