15.09.2009
2. Zweitens kann eine Abgabe den Erwerbsfleiß der Bevölkerung beeinträchtigen und sie davon abhalten, in bestimmten Geschäftszweigen tätig zu werden, die sehr vielen Menschen Unterhalt und Beschäftigung bieten könnten
3. Drittens kann sie des öfteren jene Unglücklichen ruinieren, die erfolglos versuchen, der Steuer auszuweichen, und dadurch Beschlagnahmung und andere Strafen erleiden. Auf diese Weise verliert das Land den Gewinn, den es sonst aus dem Einsatz ihres Kapitals gezogen haben könnte. Eine Steuer, die auf Unverständnis stößt, ist eine große Versuchung zur Hinterziehung. Je größer diese nun ist, desto schärfer müssen auch die Strafen sein. Im Gegensatz zu den Grundsätzen der Gerechtigkeit, wie sie allenthalben üblich sind, veranlaßt das Gesetz erst die Versuchung, um dann die zu bestrafen, die ihr erliegen.
4. Viertens mag eine Steuer den Bürger viel überflüssiger Beunruhigung, Verdruß und Bedrängnis aussetzen, indem sie ihn den häufigen Besuchen und der verhaßten Überprüfung durch den Steuereinnehmer unterwirft
Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, gelangte Adam Smith in seinem Hauptwerk "Wohlstand der Nationen", erschienen im Jahre 1776, zu der Erkenntnis:
"Auf dem einen oder anderen dieser vier verschiedenen Wege belasten Steuern nicht selten in höherem Maße, als sie dem Staat Nutzen bringen."
(Foto: geralt/photoopia)
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