14.03.2011
Die Vorsitzende des Verbands der Familienfrauen und -männer e.V., Gertrud Martin, unterstützt die Forderung der Initiative Familienschutz für eine familiengerechte Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme. Das Thema sei für ihren Verband sehr wichtig, da es eng mit ihrem Anliegen verknüpft ist, "die gesellschaftliche und politische Anerkennung der Gleichwertigkeit von elterlicher Erziehungsarbeit und außerhäuslicher Erwerbsarbeit zu erreichen".
Häusliche Erziehungsarbeit werde derzeit massiv diskriminiert. Als Familienleitbild gelte das Doppelerwerbspaar, dessen Kinder außer Haus betreut werden. "Kinder sind die Garanten von Zukunft und auch die Träger unserer umlagefinanzierten Sozialsysteme". Gerade deshalb müßten Mütter, die ihre Kinder daheim betreuen, erziehen und versorgen eine ebensolche Wertschätzung ihrer wichtigen Arbeit erfahren, wie berufstätige Frauen und Mütter.
Eine deutlichere Anerkennung der Erziehungsleistung beispielsweise durch eine Beitragsstaffelung bei der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung nach Anzahl der Kinder wäre ein wichtiger und richtiger Schritt hin zu einer Gleichbewertung von Familien- und Erwerbsarbeit. Das gelte ganz besonders auch für Mehrkindfamilien, die in der aktuellen Familienpolitik überhaupt keine Rolle zu spielen scheinen, „obwohl wir die dringend brauchten“, so Martin.
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Kommentare
16.03. 19:33
sibuek
Es wird wirklich höchste Zeit, dass in die Ausbeutung der Familien eingegriffen wird! Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass das viele Frauen offensichtlich gar nicht erkennen: sie hetzen nur Frauenquoten und Betreuungsplätzen für ihre Kinder nach. Ist das Emanzipation? Im Höchstfall Emanzipation nach männlichen Spielregeln. Was unterscheidet denn Frauen von Männern? Frauen stehen Männern in nichts nach, im Gegenteil, sie können etwas mehr: Kinder gebären, das gereicht ihnen aber mit allen bisher eingeschlagenen Wegen zum finanziellen Nachteil. Die Männer lachen sich doch schlapp, weil sie genau wissen, dass wir so niemals weiter kommen in der Gleichstellung. Ware Gleichstellung kann es nur geben, wenn die familiäre Sorgearbeit bezahlt wird oder Männer einen gleich großen Teil davon übernehmen und gleichzeitig kinderlose Menschen ihre Altersversorgung selbst in die Hand nehmen. Mit der sozialversicherungspflichtigen Vergütung der Sorgetätigkeit hätte man beide Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
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