4.05.2010

Kommt der europäische Länderfinanzausgleich?

Führt die Griechenland-Krise in den europäischen Länderfinanzausgleich?

Kommt der europäische Länderfinanzausgleich?

Der Journalist Stefan Ruhkamp bezeichnet in der FAZ, den Entschluss der Europäischen Zentralbank, griechische Ramschanleihen als Kreditsicherheiten zu akzeptieren, als Schlag gegen die eigene Unabhängigkeit. Zudem dränge die deutsche Politik, dem griechischen Staat noch mehr Kredit zu geben. „Eben hieß es, das übermäßige Engagement der Banken in den finanzschwachen Euro-Ländern mache eine Staatspleite Griechenlands zur unkalkulierbaren Gefahr für das Finanzsystem. Kaum ist das Herauskaufen des Landes beschlossen, werden dieselben Banken aufgefordert, noch mehr Geld zu verleihen und das Systemrisiko so zu vergrößern“, so Ruhkamp.

In der Konsequenz werden Banken und Versicherer in Zukunft mit besseren Argumenten als bisher verlangen können, dass man sie heraushaut. Der Tenor könnte sein „Ihr habt uns zum Kauf griechischer (portugiesischer, italienischer etc.) Staatsanleihen aufgefordert, nun schützt uns vor den Folgen.“

Auf der Ebene der EU-Mitgliedsstaaten bedeutet das dann:

„Portugal verschuldet sich zu höheren Zinsen als den 5 Prozent, zu denen es das Geld im Rahmen des Hilfsprogramms an Griechenland weitergibt. Mit einem Federstrich wird auch hier ein Ausgleich beschlossen. Bald dürften es die Portugiesen leid sein, dass ihre Schulden höher verzinst sind als die der Griechen. Ein eigenes Hilfsprogramm wird dadurch verlockend - mindestens aber die Forderung nach einem saftigen Ausgleich aus der Gemeinschaftskasse.“

mehr in der "FAZ"

(Foto: didi-ob/pixelio.de)

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