13.07.2012
„Das große Projekt Europa ist gefährdet“, so der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA). Dies ist das erste Mal, dass ein Teil der deutschen Industrie derart in der Politik mitreden will. „Entscheidend für einen Lösungsansatz und die bestmögliche Vertretung unserer Interessen ist jetzt ein geschlossenes Auftreten Deutschlands nach außen, so der VDMA. Dies sei vor allem nötig, weil Deutschland mehr und mehr unter Druck gerate.
Der Verband räumt ein, dass Deutschland politische Zugeständnisse machen muss. Vor allem aus strategischen Gründen, aber die Kanzlerin müsse handlungsfähig sein und eine klare, harte Linie fahren.
Der Verband betont, der ESM solle nicht auf Dauer strukturelle Defizite finanzieren. Wenn etwa „Griechenland strukturell nicht rettbar ist und Vereinbarungen nicht eingehalten kann oder will, muss es eben den gemeinsamen Währungsraum verlassen,“ so das Statement des VDMA. Das Prinzip der „Übereinstimmung von Handel und Haften“ dürfe nicht dauerhaft unterbrochen werden. Dies gälte nicht nur für Euro-Staaten, sondern auch für Banken und Anleger.
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(OS)
Bildquelle: (Pixelio.de/ JUREC)