13.07.2012
Klaus F. Zimmerman, Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), hält die Warnungen des ILO-Reports vor sozialen Unruhen angesichts der massiven Arbeitslosigkeit in Europa für angebracht. Es sei nun vor allem eine Frage entscheidend: Wie kann man neue Jobs schaffen.
Zimmerman spricht in einem Interview mit dem Handelsblatt nicht über die Probleme der Verschuldung. Vielmehr kritisiert er die schlechten Zukunftsaussichten für junge Menschen der EU-Peripherie. Eines der wichtigsten Ansätze, um diesen neue Perspektiven zu geben, sei „eine Reform der beruflichen Bildung, die in vielen Ländern praktisch nicht existiert.“ In diesem Zusammenhang lobt der Berater der Europäischen Kommission das „duale System“ in Deutschland. Dieses könnte vielen ein Vorbild sein. Zimmermann schlägt daher vor, das deutsche Wirtschaftsverbände und Betriebe Partnerschaften eingehen, um einen Transfer des „Know-how´s“ zu ermöglichen. Dies und offene Arbeitsmärkte in Europa seinen entscheidende Voraussetzungen, „damit das Krisenszenario der ILO nicht Wirklichkeit wird.“
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Bildquelle: (Pixelio.de/ Henning Harben Ramm)