13.07.2012
Nach Informationen, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vorliegen, hat Griechenland die Sparziele 2010 nicht erfüllt. Dies soll aus dem neusten Bericht der Troika aus IWF, EZB und EU hervorgehen. Demnach hätte Griechenland von den unzähligen Maßnahmen, die Voraussetzung für weitere „Hilfsgelder“ seien, nur zwei umgesetzt.
Die Einsparungen belaufen sich demnach nur auf einen mickrigen zweistelligen Millionenbetrag. Die Troika ist seit etwa zwei Wochen zurück in Griechenland, prüft, zählt, kontrolliert die Ausgaben und gängelt die Griechen, endlich mit den Geld der EU zu tun, was diese erwartet. Gleichzeitig verhandeln die Politiker bereits über eine Lockerung der Auflagen. Kanzlerin Merkel gibt hierbei den Anschein von Härte. Sie wolle den Griechen, wenn überhaupt, nur einige Wochen Aufschub gewähren. Aus Kreisen der Bundesregierung heißt es, diese lehne eine Lockerung der Sparauflagen als „völlig inakzeptabel ab.“
Wirtschaftsminister Rösler verkauft der Öffentlichkeit das gleiche Bild von Unerbittlichkeit. Gegenüber dem Deutschlandfunk sagte er: „Ich habe das Gefühl, das sich die Geduld bei der Troika dem Ende neigt.“ CSU –Generalsekretär Alexander Dobrindt hat sich für einen vorübergehenden Austritt Griechenlands aus der Einheitswährung ausgesprochen – nachdem seine Partei mit dem ESM der Möglichkeit zustimmte, die maroden griechischen Strukturen weiterhin mit deutschen Steuergeldern zu stützen und zu alimentieren.
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(OS)
Bildquelle: (Pixelio.de/ Gerd Altmann)