11.07.2012
Die Troika aus IWF, EZB, und EU hat ihren vorläufigen Bericht zu Griechenland veröffentlicht. In diesem bemängelt sie negative Entwicklungen. Daher hat die sie die Auszahlung der nächsten Tranche auf September verschoben. Es wurden nicht alle geforderten Auflagen in die Tat umgesetzt. Die Regierung um Antonis Samaras möchte das Sparprogramm dennoch neu verhandeln. Sie macht eben dieses Programm für die desolate Lage des Landes verantwortlich.
Ob diese Lage sich verbessern kann, ist fraglich. Ein Bericht der Stiftung für wirtschaftliche und industrielle Zusammenarbeit (IOBE) kommt zu dem Schluss, dass sich die Rezession in Griechenland eher verschärfen wird. Die IOBE erwartet einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um beinahe sieben Prozent und geht davon aus, dass die Staatsverschuldung auf 161,3 Prozent des BIP ansteigen wird. Schuldenberge in dieser Höhe machen einen neuerlichen Schuldenschnitt (auf Deutsch: eine Pleite) wahrscheinlich.
Die Arbeitslosigkeit werde in diesem Jahr auf 23,6 Prozent ansteigen – was die derzeitige Schätzung der EU-Kommission bei weitem übertrifft. Diese liegt bei „lediglich“ 19,7 Prozent.Natürlich wies der Vizepräsident der Stiftung darauf hin, dass die Situation nicht unumkehrbar sei und dass Griechenland nicht dem Untergang geweiht sei.
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