9.07.2012

Stoumaras fordert Moratorium

Griechenland will später sparen

Stoumaras fordert Moratorium

In der Nacht zum Montag hat das griechische Parlament mit den Stimmen der Regierungskoalition aus konservativer Nea Demokratia, sozialistische Pasok und der Demokratischen Linken den Beschluss gefasst, am Sparkurs festzuhalten. Bestandteil der Strategie ist die Privatisierung von Staatsvermögen.

 

Die Linksextremisten von Syriza unter dem Scharfmacher Alexis Tsipras kritisierten das Vorhaben scharf – sparen wollen sie nicht, aber dafür den Euro behalten.

 

Ob sie sich mit dieser Haltung allerdings von den anderen unterscheiden, ist hier die Frage. Denn in derselben Debatte forderte Finanzminister Giannis Stournaras ein Moratorium, weil die griechische Wirtschaft ansonsten nicht aus Rezession herausfinden würde. Mit anderen Worten: Man will so weiter machen wie bisher.

 

 

 

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Kommentare

  • 14.07. 22:06

    Hünefeld

    "In Griechenland erleben wir derzeit genau diese Enteignung des Volkes durch den restlosen Ausverkauf des Volksvermögens: Postbank, Telefongesellschaft, Gaswerke, Waffenindustrie, Glücksspielunternehmen, Flughäfen, Häfen und Mautrechte für Autobahnen werden nun „privatisiert“ (lat. privare = berauben), also dem Volke geraubt. Man stelle sich nur einmal vor, eine Firma würde ihren Bankrott dadurch verhindern wollen, dass sie all ihre Maschinen verkauft! Man muss kein Wirtschaftswissenschaftler sein, um zu wissen, dass am Ende auf jeden Fall der Bankrott steht. Doch vor seinem Untergang erfüllt der Staat noch seine letzte „Aufgabe“: die Beraubung des Volkes zu vollenden. Dabei macht Griechenland nur den Anfang. Bei einer Fortsetzung dieser Politik werden die anderen europäischen Völker demselben System zum Opfer fallen, auch wir." Treffend beschrieben von Andreas Popp, Mai 2011,auf: http://www.wissensmanufaktur.net/griechenland-pleite
    Hier finden alle Politiker die Lösung für die Rettung des Euro, in Griechenland und allen EU-Ländern: http://www.sffo.de/sffo/Regiogeld.pdf

  • 14.07. 16:28

    Siegfried Buchta

    Auch bei uns wird es so weitergehen wie bisher. Die Bundesregierung wird sich zunächst zum Schein gegen Zahlungen weigern und die Opposition ( bis auf die Linken ) wird noch vehementer die Zahlungen fordern und am Schluß wird in seltener Einträchtigkeit beschlossen, noch mehr von unseren hart erarbeiteten Ersparnissen in dubiosen Kanälen in Griechenland verschwinden zu lassen. Und dann kommt nach Spanien auch noch Italien und dann dürfen wir auch noch den Franzosen die wieder neu gewonnene Rente mit 60 finanzieren. Aber irgendwann wird man dann nicht mehr verheimlichen können, daß auch wir längst pleite sind. Aber nein, wir haben ja noch die Sparguthaben und die Eigenheimbesitzer, die muß man nur etwas mehr durch Vermögensabgaben schröpfen.
    Wenn nun die so Geschröpften irgendwann vielleicht doch aufwachen und diese nimmersatte Politikerkaste zum Teufel jagen, indem sie irgendwelchen neuen Heilsbringern nachlaufen, dann ist auch das Experiment Demokratie und Europa am Ende. Und dann will es wieder keiner gewesen sein.

  • 10.07. 22:13

    Dietmar Hartwig

    Überraschen kann diese Haltung Griechenlands nicht - sie war zu erwarten. Zu erwarten ist aber auch nicht, dass sich die Europäische Union oder gar die "Spender"-Länder auf das Unsinnige besinnen was sie begonnen haben: Nämlich Wasser bzw.Geld in ein Fass ohne Boden zu gießen.
    Letztlich hülfen nur Zehn- oder Hundert-tausende von Demonstranten auf den Straßen der Hauptstädte der noch zahlungsfähigen EU-Mitgliedsländer.

  • 9.07. 11:53

    Willi

    Das bedeutet den Untergang Griechenlandes,
    nicht in finanzieller Hinsicht.

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