6.07.2012
Die anfängliche Euphorie nach dem jüngsten EU-Gipfel ist schon wieder verfolgen. Nachdem sich die Zinsen für Spanische Staatsanleihen für einen kurzen Moment erholten, steigen sie nun weiter. Am Freitag musste Spanien den Investoren eine wesentlich bessere Rendite in Aussicht stellen, um sie zum Kauf von Staatspapieren zu bewegen. Für zehnjährige Papiere stieg der Zinssatz um beinahe einen halben Prozentpunkt auf 6,43 Prozent – ein auf Dauer untragbares Niveau.
Die Politik hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass die Beschlüsse des Gipfels es Spanien und anderen Schuldenstaaten erleitern würde, sich auf dem Kapitalmärkten zu finanzieren. Dies Hoffnung hat sich nun als trügerisch erwiesen. Die EU-Staatsschuldenkrise nimmt weiter an Fahrt auf und weit und breit ist nichts und niemand in Sicht, der sie stoppen könnte.
Nun hoffen Beobachter auf eine Europäische Bankenaufsicht. Diese soll die Geldgeber beruhigen. Ob jemand den Analysen dieser Bankenaufsicht glauben schenken würde, ist fraglich; denn diese Bankenaufsicht würde im Auftrag der EU sprechen, die ein vitales Interesse an einer Schönung der Zahlen hat.
Sicher ist nur, dass es für einen hochverschuldeten Staat mit jedem zusätzlichen Prozent auf seine Staatspapiere schwieriger wird, die Schulden abzutragen.
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(JL)
Bildquelle: (pixelio.de/ Simon Lütgert)