6.07.2012
Der Italienische Ministerpräsident und ehem. Goldmann Sachs Mogul Mario Monti beteuert, er wolle die Italiener auf Sparkurs halten. Nachdem er auf dem vergangenen EU-Gipfel für sein Land wichtige Forderungen durchsetzen konnte, steht er nun in der Pflicht gegenüber den Europäischen Geldgebern, also vor allem in der Deutschlands. Daher hat Monti nun Einsparungen von 26 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre angekündigt. Auf dieses Jahr entfällt aber lediglich ein kleiner Teil von 4,5 Milliarden.
Die für die Konsolidierung des italienischen Haushalts so wichtige Erhöhung der Mehrwertsteuer wird allerding vorerst verschoben. Zuvor hatte die Regierung Monti eine Erhöhung der Konsumsteuer für den Oktober dieses Jahres angekündigt. Nun soll sie erst im Juli 2013 um zwei Prozentpunkte steigen.
Stattdessen will Monti bei den Beamten einsparen. Im öffentlichen Dienst soll jede fünfte Leitungsstelle wegfallen und jede zehnte in den unteren Gehaltsgruppen. Dies verspricht beträchtliche Einsparungen. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht zu dem vom hochverschuldeten Italien geforderten Schuldentilgungsfond kommt. Dann würde nämlich hätten die Italiener kaum noch einen Grund, ihren Haushalt zu konsolidieren.
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(JL)
Bildquelle: (Pixelio.de/ Andrea Damm)