5.07.2012

Kolektivhaftung unsinnig und gefährlich

Top-Ökonomen warnen vor Bankenunion

Kolektivhaftung unsinnig und gefährlich

Führende deutsche Top-Ökonomen wehren sich gegen die jüngsten Beschlüsse des EU-Gipfels. Laut „Spiegel Online“ rufen Experten wie Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn und der Statistiker Walter Krämer gegen eine Bankenunion auf. Der Appell an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lautet: Die Beschlüsse sind ein Fehler, da sie eine „kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Euro-Systems“ sind.

Die Schulden der Kredithäuser dreimal so groß seien wie die Staatsschulden. Daher sei es „schlechterdings unmöglich, die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas für die Absicherung dieser Schulden in die Haftung zu nehmen“.

 

Mehr unter: n-tv.de

 

(GB)

 

Bildquelle: (Wikipedia.de/ Jan Roeder, Kralling)

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Kommentare

  • 6.07. 17:39

    FKraft

    Vielleicht geht man ja davon aus, dass der, der nichts mehr hat, ja auch nichts zu verlieren hat.

    Man kann sich vorstellen, dass das Ziel eine gemeinsame Lösung des Problems ist.

    Aber die Bank ist, wie bekannt, keine soziale Einrichtung. Sie ist auf Gewinn aus. Und wenn
    es zum Zusammenschluss kommt, werden sich die
    Banken den gemeinsam erwirtschafteten Gewinn
    teilen (müssen!). Aber zu welchen Lasten? Es
    ist zu befüchten, dass die Bankgebühren darum
    steigen werden, zu Lasten des Kunden. Weil,
    irgend jemand schließlich die Last tragen muss,
    wird sich die Last auf jene legen, die noch Geld
    haben.

    Was passiert mit kleinen Banken?

    Kriegen die dann Kredite von stärken Banken?

    Sorgt der Kunde der stärkeren Bank dann für
    die Sicherheit?

    Vereinigungen haben immer einen Vorteil für
    alle seine Mitglieder im Sinn. Aber wer soll
    das bezahlen?

  • 5.07. 10:57

    HMP

    Der Protestaufruf im Original ist auch unter der folgenden Adresse erreichbar:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/protestaufruf-der-offene-brief-der-oekonomen-im-wortlaut-11810652.html

    Es wäre nett, wenn Sie über Ihre Plattform die Möglichkeit anbieten würden, den jeweiligen Abgeordneten des Wahlkreises über dieses Schreiben zu informieren und ggf. eine Stellungnahme einzufordern.

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