5.07.2012

Streit beim EU-Gipfel vergessen?

Merkel und Monti demonstrieren Geschlossenheit

Streit beim EU-Gipfel vergessen?

Nach den nervenaufreibenden Verhandlungen beim vergangenen EU-Gipfel sind scheinen nun alle Uneinigkeiten zwischen Kanzlerin Merkel und dem italienischen Regierungschef Mario Monti vergessen. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz  in der geschichtsträchtigen Villa Madama am Monte Mario demonstrierten beide Einigkeit und Harmonie. Alle Streitigkeiten um die Bekämpfung der EU-Schundenkrise mit deutschen Steuermitteln blieben außen vor. „Bis jetzt ist es mit immer gelungen, mit Mario Monti eine Einigung zu finden, wo immer das notwendig war“, so Merkel.

Mario Monti lieferte postwendend eine Erklärung für die Harmonie zwischen ihm und der Bundeskanzlerin: „Ich glaube, Bundeskanzlerin Merkel und ich arbeiten gut zusammen, weil sie Deutsche ist und ich Italiener.“ Er versicherte, den Weg der Reformen weiterzugehen.

Unterdessen stieg die Neuverschuldung Italiens auf im ersten Quartal auf acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Monti beteuerte, es gäbe nur eine Möglichkeit für Italien, zur Stabilität beizutragen, nämlich Sparen. Ob Monti, der Italien regiert, seit sich Berlusconi zum Beginn der Eurokrise prophylaktisch aus dem Amt zurückzog,  diesen Worten Taten folgen lässt, bleibt abzuwarten. Andernfalls bezahlen im Notfall wiedermal die Deutschen.

 

Lesen Sie mehr auf: Tageschau.de

(JL)

Bildquelle: (Pixelio.de/ twinlili)

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